Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 7 (1921)
- Issue
- 44 (16.12.1921)
- Date
- 1921-12-16
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 44 JÜDISCHE PRESSE Seite 313 KALENDARIUM. Tag Kislew jDezemberj Notizen Sonntag 17. 18. Tod R. Davvid Tewel aus Wien, Eidam des M'harschall 5327 — Tod R. Mordechai Padua 5313 — Märtyrertod auf dem Scheiterhaufen des R. Dawid Bar Chaim, Pudheitz 5413 — Tod R. Isak Kureit (Maase Rokem) 5565 — Tod R. Noa Ladomir 5592 Montag 18. ____ 19 19. Tod R. Abraham Sohn des Ram >am 4998 — Märtyrertod des heil. R. Mose hakohen Posen 5497 — Erdbeben in Ferara 5331 — Märtyrertod des Darschon R. Arje Leb Posen 5516 — Tod R. Boruch-Mezbez Enkel des Balschem (Buzina di nehora). Dienstag 19. 207 Tod des R. Dow Ber Meseritsch Rhebi des Balschem 5533 — Tod R. Schammai Rappaport Brody—Oatroha 5609 Mittwoch 20. 21. Versammlung unter Esra (10. 9.) Der Pascha in Jerusalem verbietet zuerst und besteuert Weinverkauf der Juden 5282 — Tod R. Meir Lemberg 5414 (Nachkomme des Rosch) Donnerstag 21. 22. Geburt und Tod Simons (120 Jahre) — Tod R. Mose — Lublin (Mahadura Basra) Eidam des Mharscho 5429 — Oesterreichische Soldaten tödten und plündern im Präger Ghetto 5505 — Tod R. Benjamin Kaiisch (Gewulos Binjomin) 5531 Freitag 22. 23. Manasse ben Israel bewirkt Wohnrecht für Juden in England 5416 — Tod R. Salman Mirls Altona Hamburg-Wandsbeck, Schwäher des Chacham Zwi 5467 — Panduren plündern Prager Ghetto, töten R. Gawriel Brandeis 5505 Samstag 23. 24. Wajechow. — Haftoro' „al schloscho p. Isroel* — Rosch-chodesch Benschen — Juden besiegen Samariter, zerstören deren Tempel —Tod R. Abraham Oppenheim Frankfurt 5453 — Tod R. Dawid aus London 5552 — Tod R. Mordechai Heilpern Ostroha 5516 flossenen Jahre, besonders auf dem Gebiete der sozialen Fürsorge. In dieses Gebiet gehören die Jeschiwa-, 'die Schubhaus- und nicht zuletzt die Kinderaktion, mit welcher wir im Sommer so große Erfolge erzielt haben. Kassier Arnstein verliest den Kassabericht. D. Ackermann referiert über Unterricht und Schubhausaktion, wie auch über die Briefmarkenaktion. M. Heller referiert über die Tätigkeit der Schomre Schabbos-Sektion. J. Holländer über die Jüdische Leihbibliothek. Verwalter M. Goldfinger verliest den Inventarbericht. Julius Holländer entfaltet in sehr geistreichen Worten die Aufgaben der Jugend im Rahmen der Agudas Jisroel. Die Generalversammlung nimmt alle Berichte und Referate mit größter Genugtuung zur Kenntnis und schreitet zur Wahl. Das Wahlskrutinium wurde gebildet aus den Herren David Müller^ Nandor Schwarcz und M. Fried. Gewählt wurden: J. Holländer, Präses; D. Ackermann, Vizepräses; M.Arnstein, Kassier; M. Heller, Kontrollor; M. Tratter, Schriftführer; S. Wachs, Verwalter; S. Reiner, Vertreter der Ortsgruppe; B. A. Bodner, H. Lencz, D. Friedmann, M. Goldfinger, Beiratsmänner. Nach oiner begeisterten Ansprache des Herrn D. Müller an die Jugendgruppe schloß Präses in gehobener Stimmung aller Anwesenden die Sitzung. Aus Riga. Dieser Tage konstituierte sich hier ein Komitee für „Jeschiwo-Erez Isroel" aus Vertretern der„Aguda Jisroel" und der „Zeire Aguda Jisroel". Aufruf! Wer kennt nicht in Wien die „Einheit"? Wer weiß nicht, daß sie seit 15 Jahren in ihren Speisehallen (IL, Malzgasse 12) den armen und bedrängten Männern, den mittellosen Frauen und Mädchen, den schwer um die Existenz kämpfenden geistigen Arbeitern gute, reichliche und billige Nahrung bietet, oft ohne jede Bezahlung, immer unter den Gestehungskosten? Zur „Einheit" strömen sie alle, die in diesen schweren Zeiten sich sättigen wollen, denen es aber unmöglich ist, im Hause Feuerung aufzubringen und die Lebensmittel zu bezahlen. Wie wenigen ist es gegönnt, in warmer Stube zu sitzen und den Herd für die Nahrung der Familie zu entzünden! Die „Einheit" ist so die Zuflucht ganzer Familien, insbesondere des Mittelstandes geworden. Aber die „Einheit" muß klagend und Hilfe heischend ihre Stimme erheben. Sie kann nicht mehr weiter. Das Gebarungsdefizit wächst stetig an. Die „Einheit" wird ohne ausgiebige Hilfe ihre Tore schließen müssen und ein Zufluchtsort der Hungrigen wird nicht mehr sein. Darum helfet alle, die können. Und jeder kann, wer will. Denket an die eigene Familie, denket daran, daß Hungrige speisen erste Menschenpflicht, oberstes soziales und humanitäres Gebot ist. Gebet, gebet der „Einheit" zum Fortbestand! Für den Vorstand der „Einheit" (IL, Malzgasse 12): Dir. Dr. S. Krenberger, Bernhard Hofbauer, Schriftführer. Obmann. Neue Gleichnisse. Gleichnisse und Erzählungen aus dem jüdischen Schrifttume für das jüdische Leben von Dr. Felix Kanter, Rabbiner in Zwittau (Mähren). Verlag „Haivri" (Dr. R. Färber), Mähr.- Ostrau. ^reis 6 K 22-—. Der trotz seines verhältnismäßig kurzen Bestandes sehr rührige Verlag bringt das obgenannte Buch auf den Markt, das wohl zu den besten dieser Art gezählt zu werden verdient. £s bildet — wie der Verfasser in dem Vorwort bemerkt — die Fortsetzung der im Jahre 1911 erschienenen „Gleichnisse*. Mit fachkundiger Hand holt der Verfasser seine Gleichnisse und Erzählungen aus dem jüdischen Schrifttum, um sie für das jüdische Leben zu verwerten und dieser Aufgabe ist der Autor in vollem Maße gerecht geworden. Denn alle Fragen des Tages und des Lebens werden in taktvoller Weise berührt und' beleuchtet, und der Verfasser versteht es, durch seine Darstellungsform den Leser für seinen Stoff zu gewinnen und zu interessieren. Er schöpft aus der reichhaltigen Literatur des Midrasch und der Aguda und die sogenannte Nutzanwendung, die sich regelmäßig anschließt, ist keine aufdringliche — in der Form des „fabula docet", sondern fließet und ergibt sich „von selbsV. Dabei werden öfter Bibelstellen in sinngemäßer, dem Thema angepaßter Weise gedeutet und erklärt; es ist wirklich eine Deutung von Bedeutung und keine — Deutelei zur wahren Erbauung und Belehrung für alle Fest- und Feiertage des Jahres. Besonders mag hervorgehoben werden, daß der Verfasser dem praktischen Leben und dessen Erfahrungen nicht weltfremd gegenüber steht, sondern mit seinen Betrachtungen und Belehrungen in die Werkstätte des frisch pulsierenden Lebens eingreift, so zum Beispiel Nr. 2, 6, 13, 15, 18, 21, 24, 27. Fehler, Schwächen und Uebelstände werden oft aufgedeckt und gerügt und in überzeugender Weise der Weg zur Besserung gezeigt und der Leser auf denselben verwiesen. Unliebsam fallen die sehr vielen Druckfehler auf, die aber am Ende des Buches berichtigt zusammengestellt werden. Zum Beispiel Seite 19: In das (statt die) Heilstätte angelangt; Seite 49: das (statt den) sie auf einen Fehler; Seite 61: große (statt großer) Spiegelscheiben. Die Lektüre des Buches wird jedem Interesse abgewinnen. Der Fachmann und der Kanzelredner werden manches Blümchen pflücken und Anregung zur gründlichen Bearbeitung mancher Materie finden. Der Verfasser ist überdies stets treu der Tradition gefolgt und hat in heiliger Beobachtung und Wahrung derselben seine Stoffe behandelt. Druck und Ausstattung des Buches sind — zumal für die Verhältnisse der Gegenwart — besonders lobenswert und es ist zu wünschen, daß das Buch nicht nur viele Leser, sondern auch Förderer finden möge. Denn es wirkt auf Geist und Herz bildend und veredelnd und wird seine heilsame Wirkung gewiß ausüben, den Sinn für unsere heilige Religion zu wecken und zu verbreiten. _ Dr. H. P. eingelaufene Böcfter.* Der Jude.,Eine Monatsschrift, herausgegeben von Dr. Martin Bub er, 6. Jahrgang, I. Heft. Jüdischer Verlag Berlin NW. 7, Dorotheerstraße 35. Inhalt: Martin Buber, Kongreßnotizen zur zionistischen Politik. Dawid Kogein, Im Wirbel der Geschichte.- Julius Katzenstein, Probleme der jüdischen Wanderung. Elsa Bodenheimer-Biram, Kunsterziehungsfragen. Martin Buber, Aus dem Leben des Rabbi Israel von Kosnitz. Umschau: Hans Kohn, Vom Kongreß. Sigmund Katznelson, Um das jüdische Volkstum. Bemerkungen: Elias Hurwicz, Völkerpsychologie. Gerhard Scholem, Lyrik der Kabalah. Hugo Bergmann, Gnade und Freiheit. Naptär az 5682 evre. Von Dr. Artur Stein. Ära u. K 60. Budapest. nölpnn Band X und XI. Warschau, Stybel-Verlag. Pol. Mk. 1800. * Ausführlichere Besprechung vorbehalten. JTgudas üisrocl. Spenden: Emil Deutsch (Wr.-Neustadt) für den Palästinafonds K 1000, Talmud Thora 1000, Ukrainer Pogromopfer 2000, Preßfonds 2000, zusammen K 6000. Soziale Fürsorge: Samuel Türkei K 10.000. Organisation der Agudas Jisroel: Durch Dr. P. Kohn K 30.000. Waisenhaus Baden: Rabb. H. Mansohn K 500, Rabb. Beer Mansohn 200, Frau Schapira durch Frau Hermine Goldmann 1000, zum Andenken an Josef Chaim Neumann durch Rabb. Baumgarten 2000, Fräulein Erna Gang 600, Perez Stark 100, Dr. N. N. 20, Alexander Rosenstein durch M. Hofbauer 500, zusammen K 4920. " Talmud Thora: Chaim Korall K 500, durch Herrn Salomon Spiegel und dessen Gemahlin Johanna gesammelt: Artur Oesterreicber (Wien) K 1000,( Hermann Reiniger (Wiener-Neustadt) 1000, Spitzer (Vöslau) 1000, Heinrich (Schlaimig) 1000, Julius Fürst (Wien) 1000, Scharfstein (Wien) 500, Julius Brückner (Wien) 50, Schneider (Wien-Luckenbach) 500, Richard Fürst (Wien) 500, Adler & Sohn (Wien) 500, Ochshorn (Wien) 300, Leopold Zuckermann (Wien) 200, Benjamin Schachner (Budapest) 200, Kohn (Wien) 200, Großmann (Wien) 200, Gustav Heß (Wien) 200, Jakob Berger (Wien) 200, Ferdinand Bunzlau (Wien) 200, Redakteur Bondi (Wien) 100. Maurice Herrmann (Wien) 100, Freistadl (Wien) 100, Jenö Baß (Sopron) 100, D. Fischer (Klosterneuburg) 100, Samuel Hirsch (Wien) 100, Beer (Wolkersdorf) 100, J. und M. Feldsberg (Wien) 100, Körner (Wien) 100, Fritz Diamant (Wien) 100, Bergel (Wien) 100, Benmerau (Wien) 100, Oskar Knoll (Wien) 50, Julius Goldneu (Wien) 50, Friedmann (Wien) 50, Ermann Cratz (Triest) 1000, Stern (Wien) 200, Albert Löwinger (Sarwar) 200, Dezsö (Sarwar) 100, Wald (Klausenburg) 100, Glück (Wien) 200, N. N. 160, Goldstein (Klausenburg) 100, Goldschmied (Wien) 100, Eppstein (Wien-Budapest) 100, Siegmund Gestättner (Wien) 200, Salamon Spiegel (Wien) 1000, Artur Deutsch (Wien) 1000 Raab (Wien) 100, Fischer (Wien) 200, Nagel (Wien) 200, za sammen K 15.510. Keren Ojle Erez Jisroel: Raab. Ungar (Trnava) K 500, Josef Grün (Budapest) 5000, B. M. durch S. F. 10.000, gesammelt durch Seide Rosenberg (Dzialoszice) 21.000, zusammen K 36.500. Jessod Hathora: Für Tefillin und Zizis durch Rabb. S. Nenwirth: Bernhard Hofbauer K 2000, Sandor Adler 2000, zusammen K 4000. _ Apdfls JisrotlvJuaendgruppc. Jeschivosektion: Sammlung Hochzeit Paschkus-Steiner K 19.500 und c K 5, Zoltan Rosenfeld K 2000, Anonym 300, F. P. 800, durch Adolf Schreiber 22.600, Fräulein Wojda <S K 20, zusammen K 42.400 und C K 25. , Keren Erez Jisroel: Jakob Velen K100, Brüder Wiener 100, Bauminger durch Rabb. Dawid Frenkel 677, Moses Stroms Witwe 200, Hermann Rischeleß 100, zusammen K 1177. Gesamtsumme der Spenden in dieser Nummer K 150.607 ß K 25. Agudas 3i$rocl'3uöcndgruppe. Heim: Obere Donaustraße 69 (Eingang Floßgasse). Mitteilungen. Vortrag Rabbiner Flesch. Sr. Ehrwürden Herr Rabbiner M. Flesch wird ab 16. d. M. allwöchentlich Sonntag, um 6 Uhr abends, Vorträge aus T'nach halten. Melawe malko. Die nächste Sude melawe malko findet am Mozze Schabboth P. Wajischlach, 7 Uhr abends, statt. Gesellige Zusammenkunft. Wir geben unseren Mitgliedern nochmals bekannt, daß die Jugendgruppe auch Freitag abends geöffnet ist. Schiurim-Einteilung. Samstag: 11 Uhr vorm., Mögen Awrohom; 3 Uhr nachm., Dinim; 4 Uhr nachm., Vortrag. Sonntag: 6 Uhr abends, Vortrag aus T nach; 7 Uhr abends, Chumisch mit Raschi und Ramban; 8 Uhr abends, Gemoroh (Brochauth). Montag: 7 Uhr abends, Chumisch mit Raschi und Ramban; 8 Uhr abends, Gemoroh (Brochauth). Dienstag: Siehe Montag. Mittwoch: 7 Uhr abends, Samuel I; 8 Uhr abends, Gemoroh (Brochauth). Donnerstag: Siehe Mittwoch. Freitag: Abends gesellige Zusammenkunft. Samstag: 7 Uhr abends, Sudo melawe malko. Adas lisroel (Schiffschul), II., Große Schiffgasse 1 Gebetstunden: 15. bis 22. Kislew. Freitag, 15. Kislew, Sabbateingang 4 Uhr. Samstag H^tZT1) 'S Morgengebet 7 u. 9-30, Mincha 12-16 u. 8*30 Uhr, Sabbatausgang 4-45. An Wochentagen Morgengebet 6*40, Mincha 4'15. O r t Sonnen- Untergang nach Ortszuit Ks if mittelen 2 t nach ropäisch. eit 16./X1I. 17./XII. 407 407 4-02 402 4-58 4-58 8-37 337 4-33 4-34 1029 10-30 Bukarest.................. 421 4-21 3-87 3-37 417 4-18 4-40 4-41 416 417 3-51 3-52 4-16 416 4-12 4-12 410 4-10 436 4-36 409 410 3-53 354 407 407 359 3-59 404 404 3-39 3-39 404 404 4-55 4-55 351 351 4-51 4-61 3-47 8 48 8-23 3-24 3-46 347 353 3-54 327 3-27 1-57 1-57 Riga..................... 318 8-18 242 2-42 Herausgeber: „Jüdischer Verlag G. m. b. H." — Verantwortlicher Redakteur: Jakob Deutsch. Für die Tschechoslowakei: Heinrich Schwarz. — Druck: Genossenschafts-Buchdruckerei, Wien, VHL, Hernalser Gürtel 20. — Telephon Nr. 19.772. Die Agudas Jisroel-Jugendgruppe Presov gratuliert ihrem verdienstvollen Präses Herrn Julius Holländer anläßlich seiner Verlobung mit Fräulein Aranka Rosner (Nagyszöllös). Der Landesverband der Aguda-Jugendgruppen wünscht Herrn Julius Holländer (Presov) anläßlich seiner Verlobung mit Fräulein Aranka Rosner (Nagyszöllös) herzliches DltD Stö Der lieben Andzia anläßlich ihrer Verlobung mit Mediziner Josef Weinreb gratuliert herzlichst to* Klara Lippa. Die Mädchengruppe gratuliert herzlichst zur Vermählung ihrer verdienstvollen Präsidentin Fräulein Eva Stern. r\W& DKIM •OHM' -Ü OTT DK fiD Wp3K npttn aan Dva nßa jna miyD K«tow toiKtswtö^Nö p*on "omn rpsa at-nn« a i. pDDKmsfiö ubp n. DKtDttn^n in OBERRABBINER JERÜCHEM AUS ALTSTADT WIEN, IL, Kleine Pfarrgasse 1.