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Jüdische Presse · 1921-12-09 · 43 (9.12.1921) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
7 (1921)
Issue
43 (9.12.1921)
Date
1921-12-09
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 43 JÜDISCHE PRESSE Seite 307 Tag Kislew Dezember Notizen Sonntag 10. 11. Tod des Dayan R. Mosche, Prag 5386 — Tod R. Simon, Frankfurt 5473 — Märtyrertod des Kabbalisten R. Kaiman, Zvri Ladzen 5528 — Tod R. Aron Rusinesch, Jerusalem (Bruder des Mischne lamelech) 5406 Montag 11. 12. Tod R. Ephraim Fegu, Venedig 5366 — Tod R. Josua Katz, Krakau 5495 — Tod R. Izchak Dukla (Imre rawrewe) Preßburg 5523 ~ Tod R. Zwi Hirsch Charif Fürth, Posen 6546 Dienstag 12. 13. Tod R. Salomo Lurje (Marschall Jam schel Schlomo) — Tod R. Nosse Feitel, Wien 5404 — Tod R. Isak Lamprunti (Pachad Izchok) 5517 — Tod R. Juda Leb Ettinger, Lemberg 5553 Mittwoch 13. 14. Ende Kidusch Lewono — Tod des Rowino 4286 — Tod R. Mosche Darschon, Krakau 5496 — Tod R. Juda Landau Apta (Vater des Nöda Bijehuda)— Tod R. Josef S. Landau, Kempen 5597 Donnerstag 14. 15. Geburt und Tod Rubens (125 Jahre alt) 2193 — Tod R. Mannase ben Israel, Amsterdam 6418 — In Peterkow wird R. Mattisjohu Kalihari, Apotheker, verstümmelt und verbrannt zufolge Disputation mit einem Bischof 5424 — Tod R. David Tewal, Altona 5460 Tod R. Meier Fischl, Prag 5430 — Tod R. Samuel, Posen 5567 Freitag 16. 16. Antiochus setzt'Jerusalem In Brand 3597 — Märtyrertod R. Jesaia Leb Horowitz, Prag 6367 — Tod des Kabalisten R. Elieser Fischl, Brody 5572 Samstag 16. 17. Wajischlach — Haftoro Chason Owadja — Tod R. Schlomo Kalihari einer der großen Weisen von Krakau 5327 — Tod R. Jakow, Lublin 5404 — Tod R. Ury Phoebus Konen Komarno, Brody und landwirtschaftlichen Niederlassungen in Palästina hatte. Er polemisiert auf Grund vieljähriger Erfahrung und eigener Beobachtung gegen die in jüngster Zeit zu parteipolitischen Zwecken erfundene und zielbewußt verbreitete Legende, als ob bis zum Einzug der neuen Nationalisten vom traditionellen Judentum nichts Dauerndes geschaffen worden wäre und entwirft auch für die Zukunft ein reiches Programm produktiver und geistig-religiöser Arbeit in Palästina für die in der Agudas Jisroel organisierte Orthodoxie. Die Lektüre dieser Broschüre kann jedem Freunde aufrichtiger und klar umrissener Arbeit aufs wärmste empfohlen werden; sie kann von der „Palästina- Sektion der Agudas Jisroel-Jugendgruppe" (Wien, II/l, Obere Donaustraße 69) zum Preise von K 1000 bezogen werden. Der Erlös fällt dem, „Keren Ole Erez Jisroel" zu. Jakob Bosenheim bei einem Melawe de malko der Aguda- Jugendgruppe Wien. Unser letztes Melawe malko war durch die Anwesenheit des Herrn Jakob Rosenheim sowie zahlreicher Gäste ausgezeichnet. Unter dem Jubel der zahlreich anwesenden Jugend ergriff Herr Jakob Rosenheim das Wort zu kurzen, tiefempfundenen, durchdachten und erhebenden Ausführungen. Anknüpfend an die Stelle im Midrasch, der an die Worte des väterlichen Segens: „We jiten lecho mital haschomajim u mischmane hoorez* die Bemerkung macht: „Wa jiten lecho es habrochauth, we jiten lecho kibuscheheun", führte Redner aus, daß Jizchak erst als Jakow in der von Nimrod erbeuteten Umhülle des Esaw erschien, den Reach Gan Eden, den Geruch der durch G-tt bejahten Genüsse wahrnehmen konnte. Es ist eben die heilige Aufgabe des jüdischen Menschen, im Leben stehend, das Leben der g-ttlichen Lehre anzupassen, das Leben nichts verneine, sondern im Gegenteil, gewappnet durch die G-tteslehre mit offenen Augen und offenen Sinnen durch die Welt zu schreiten und sie zu begreifen und dem Leben mit allen Formen Inhalt zu geben,'„Kibuscheheun* sind die Waffen der Verteidigung nach autfen und der Schutzpanzer nach innen, das dem jüdischen Menschen, wenn er seine Jugend in Thauro und Awaudo verbracht hat, durchs Leben begleiten. Wenn Jizchak ursprünglich meinte, daß Esaw als der stärkere Bruder mit den Waffen in der Hand, die geistigen Schätze Jakows verteidigen kann, so empfand er jetzt, daß der Geruch des g-ttlichen Lebensgärtens nur Jakow dann anhaftet, wenn er selbst der Künste der Verteidigung mächtig ist. Tosender Beifall lohnte die erhabenen Worte des gefeierten Redners und als wir naph einigen Worten unseres ehrwürdigen Herrn Rabbiners Dr. Kohn hinaustraten in die kalte Winternacht, so verstanden und empfanden wir erst, was das, was wir sonst nur mit den Lippen sprechen, heißt und bedeutet: „Hamawdil ben keudesch locheul, ben eur lacheuschech, ben Jisroel loamim*, der da unterscheidet zwischen Heiligem und Unheiligem, zwischen Erleuchtung und Dunkelheit, zwischen Jisroel und den anderen Völkern.. . S. St. Agudas Jisroel-Jugendgruppe Wien, IL, Obere Donanstrafle 69. An die Mitglieder der Agudas Jisroel-Jugendgruppe! Mit dem vergangenen Rosch haschono ist der Beitrag für das Jahr 5682(1922) fällig geworden. Da unsere Ausgaben infolge der allgemeinen Teuerung ins Ungeheure gestiegen, sind, haben wir.uns genötigt gesehen, als Beitrag für dieses Jahr das Zehnfache des im Vorjahre entrichteten Betrages zu bestimmen, um die Mehrkosten wenigstens teilweise auszugleichen. Es soll dies jedoch kein Zwang sein, sondern steht es jedem Mitgliede frei, den Beitrag nach eigenem Ermessen zu bestimmen, doch rechnen wir zuversichtlich, daß unsere Mitglieder auf die ungeheure Teuerung Rücksicht nehmen werden und die Beiträge wenigstens in dem angegebenen Ausmaße erhöhen werden. Mit Rücksicht auf die hohen Portospesen werden heuer Aufforderungen, den Jahresbeitrag zu bezahlen, nicht versendet, sondern ersuchen wir die Mitglieder, den Beitrag selbst zu erlegen. Erlagscheine werden auf Wunsch zugesandt. In einigen Wochen werden wir uns erlauben, die noch rückständigen Beiträge einkassieren zu lassen und ersuchen wir die geschätzten Mitglieder nochmals, den Beitrag den heutigen Verhältnissen entsprechend festsetzen zu wollen. Die Leitung der Agudas Jisroel-Jugendgruppe Wien. Jtaudas Jisroel-Sugenddruppe. Heim: Obere Donaustraße 69 (Eingang Floßgasse). Schiurim-Einteilung. Samstag: 11 Uhr vorm., Mögen Awrohom; 3 Uhr nachm., Dinim; 4 Uhr nachm., Vortrag. Sonntag: 7 Uhr abends, Chumisch, Raschi, Ramban; 8 Uhr, abends, Gemoroh (Brochauth). Hontag: Siehe Sonntag. Dienstag: Siehe Sonntag. Mittwoch: 7 Uhr abends, Samuel II; 8 Uhr abends, Gemoroh (Brochauth). Donnerstag: Siehe Mittwoch. Freitag: 6 Uhr abends, gesellige Zusammenkunft. Mitteilungen der ütigendgruppc Wien. Vorstandssitznng: Mozze Schabboth wajeze, 10. Dezember, 7 Uhr abends, wichtige Besprechung. Eingesendet Gedenket der Talmud Thora. Angesichts der Wühlereien, welche von gewisser Seite versucht werden, erachten wir es für unsere Pflicht, unsere Gesinnungsgenossen, welche Kinder in der Talmud Thora-Schule haben, darauf aufmerksam zu machen, daß es ihre Pflicht ist, den Elternabenden beizuwohnen, wenn sie vor Ueberraschungen geschützt sein wollen. Wien, Dezember 1921. Ein Bris im Hause Bosenheims. Donnerstag (Roschchodesch Kislew) versammelte ein freudiges Familienfest im Hause Jakob Rosenheims, eine im besten Sinne des Wortes auserwählte Gesellschaft zu einer selten schöner Szudas bris mila. Herr D. Schlesinger (Wien), Mitglied des geschäftsführenden Ausschusses der Aguda, ist glücklicher Vater eines Knaben, der erste Enkel Jakob Rosenhelms geworden. Der Bris fand in der Schiffschul statt. Gevatter waren der Oberrabbiner S. Fürst und die beiden Großväter Jakob Rosenheim und Prof. D. Schlesinger (Hamburg). Bei der Suda im Restaurant „Wienea" sprachen Herr Jakob Rosenheim, Herr J. J. Thumim, Prof. L. Schlesinger und M. Porges. Namhafte Spenden für Agudazwecke wurden gemacht. Barmizwa. Am vorigen Sabbat Chaje Soro feierte der Amtsleiter der Kultusgemeinde Wien Herr Wilhelm Freistadt die Barmizwa seines Sohnes Emil. Die Vorfeier fand in der Schiffschul statt. Nachmittag hielt der Barmizwa einen halachis«-.hen Vortrag, woran sich eine schöne Ansprache schloß. Ein zahlreiches Publikum zeugte von der Beliebtheit des Hauses Freistadt. Herzlichste Glückwünsche! Bris Mila. Im Hause des Altstädter Großrabbiners fand ein doppeltes Freudenfest statt. Die beiden Schwiegersöhne Thumim und Halberstadt feierten die Bris Mila eines Sohnes. Ein großer Kreis von Verehrern blieb bei der Sudas Mizwa bis zum Mittag beisammen. Geburten. Unser Mitarbeiter Herr Leopold Grünwald in Budapest uncj Frau Gisella geb. Horowitz, zeigen die Geburt eines Knaben an. $pendenau$wei$< Agudas 3i$roel'3ugenddruppe. Spenden : Siegmund Bondi K 3500, Ivan Hahn durch Herrn Alfred Stroh 2000, Simon Felsenburg 1400, Tempel und Schulverein VI., Stumpergasse 1390, Emanuel Felsenburg 1200, Nathan Felsenburg 1000, Josef Braun 1200, Siegmund Orner 1000, Simon Schreiber 900, Benjamin Felsenburg 800, Gustav Pappenheim 700, Mori Schreiber 700, Siegmund Aszkenazy 30Q, Salamon Brunner 100, Hermann Feldheim 500, Schabse Seidmann 300, Siegmund Stein 100, David Schischa 200, Arpad Mayersohn 500, Gabor Schiff (Sopron) 100, Heinrich Funk 200, Bernhard Kornblum 500, Heinrich Sonnenfeld 100, Moses Biegeleisen 500, Leopold Lqwy 100, S. Schärf 600, Abraham Kahan 100, Fischel Bolchower 100, Ferdinand Fischmann 200, Philipp Glück 300, Max Fürst 40, Leopold Fürst 60, Jakob Schwed 100. Machsike Lohnde Thora: Lipe Türkl und Söhne K 6000, Daniel Bonyhadi (Salzburg) anläßlich des Hinscheidens der Frau Debora Rosenfeld 1500. Unterrichtssektion: Lipe Türkl und Söhne K 1000. Soziale Fürsorge: Armin Braun K 100. Keren Erez Jisroel: Simon Felsenburg K 100. Keren OjleErez Jisroel: Lipe TürkJ und Söhne K 7000, Leopold Grünhut 100. Zusammen: K 36.580. Jugendgruppe: Benschenerlös beim Melawe malko K 30.000. Jeschivosektion: Ungenannt K 10.000, Gesammelt durch Sr. Ehrw. Herrn Rabb. Dr. P. Kohn in Basel 10.000, Max Hofbauer 10.000, B. F. 2000, Lippe Türkei & Söhne 8000, O. S. (Papa, Vaz) 500, Alois Adler (Wien-Bratislava) 1000, Moses Rosenberger (Wiener-Neustadt) 1000, Max Herzka 1000, Anonym durch Herrn Herzog 810, Nathan Steiner 1000, Zoltan Rosenfeld durch Herrn Adolf Schreiber 2000, Anonym 800, Isidor Frommer 500, Salomon Sparer 100, Nathan Ehrentreu 100, Siegmund Jelenko 100, Max Schischa (St. Veit) 100, Moritz Felsenburg 3000, Bernhard Kornblnm 500, Armin Braun 200; zusammen K 46.710. Tschechische Kronen: Julius Schreiber (fünf Monate) Ä K 1500, Ludwig Adler 200; zusammen c" K 1700. Talmud Thora: Die Herren Generaldirektor Lazar Margulies und Direktor Samuel Margulies aus Buhuzi (Rumänien) spendeten der Talmud Thora-Volksschule, Wien, IL, Malzgasse 16, den Betrag von K 6000. Preßfonds: Chazardag K 1000. Gesamtsumme der Spenden in dieser Nummer K 255.890 8 K 1700. Tempel- und Schulverein, VI., Stumpergasse 42. Während des Winters hält Herr Rabbiner F1 e s c h im Lokale seiner Talmud Thora-Schule die nachstehenden Schiurim: Montag und Mittwoch, abends 1/i9 bis yt10 Uhr: Mischnajos und Gemoro. Dienstag und Donnerstag, abends 7-t9 bis 7*10 Uhr: Schulchan oruch, Ghjumesch newiim Q'WDJ- Adas Jisroel (Schiffschul), II., Große Schiffgasse l Gebets tun den: 8. bis 15. Eislew. Freitag, 8. Kislew, Sabbateingang 4 Uhr. Samstag N2£V) Morgengebet 7 u. 9*80, Mincha 12-15 u. 8'80 Uhr, Sabbatausgang 4*45. An Wochentagen Morgengebet 6*40, Mincha 4-16. Ort Untergang nach Ortszeit Es ist nach mitteleuropäisch. Zeit 9./X1I lio./xn. 407 406 ,4-02 401 4-56 4*56 3-35 335 4-32 482 1028 10-28 4-201 4-20 3-36 336 417 417* 4-40 4-40 416 416 3-51 8-51 4-16 415 4-12 411 409 4-08 4-35 4-34 409 409 3-53 353 406 406 3-58 3-58 Koäice.................... 404 4-04 8-39 8-89 403 403 4-54 4-54 3-51 3-51 4-51 4-51 348 8 48 3-24 3-24 347 847 354 3-54 3-28 3-27 1-58 1-57 Riga..................... 3-20 319 2-44 2-43 Herausgeber: „Jüdischer Verlag G. m. b. H." — Verantwortlicher Redakteur: Jakob Deutsch. Für die Tschechoslowakei: Heinrich Schwarz. — Druck: Genossenschafts-Buchdruckerei, Wien, VIH., Hernalser Gürtel 20. — Telephon Nr. 19.772. ,T3 JOSEF STERN I DAVID BISCHÜTZ und FRAU | und FRAU laden alle Verwandten, Freunde und Bekannten auf diesem Wege zur Traung ihrer Kinder Eva und Emil welche, s. G. w., Dienstag, den 13. Dezember l^DD y\ um halb 2 Uhr nachmittags, in der Schiffschul-Synagoge, II., Große Schiffgasse 8, stattfindet. Wien, im Kislew 5682 (Dezember 1921). Wien, I Dunajska-Streda IL, Herminengasse 6 | (Duna-Szerdahely) Telegrammablösung zugunsten der Agudas Jisroel- Mädchengruppe, „Krankenfürsorge14. Ch. Weiszmann gratuliert herzlichst der Familie B. S. Lanner zur Bar Mizwa ihres Sohnes David. NEVELONOT Izraelita szigorü valläsost keresek falura Szlovenszköban egy tizes egy tizenhäromeves leanyhoz elsö es harmadik polgärit tanitani. Vizsgäzni magyar iskoläban. Nemet nyelv szükseges. Francia es zongorazni tudök elönyben reszesülnek.« Fizetes megegyezes szerint. Ajdnlatok bizonyitvänymasolatokkal „komöly" jelige alatt a „Jüdische Presse" bratislavai. kiadöjäba. Konkurse. Die orth. isr. Kultusgemeinde in Ghtelnica (Vittenz), Zupa Nitra, sucht für sofort einen tüchtigen tamw der von drei anerkannten orth. Rjabbonim r^lbüp besitzt. Gehalt Kö 8000 fixum, oder K£ 4000 Fixum und die ganze HtSTIttf, Wohnung und die üblichen Nebeneinkünfte. Offecte sind zu richten an den Vorstand der orth. isr. Gemeinde in Ghtelnica, Zupa Nitra.

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