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Jüdische Presse · 1921-12-02 · 42 (2.12.1921) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
7 (1921)
Issue
42 (2.12.1921)
Date
1921-12-02
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 42 JÜDISCHE PRESSE Seite 301 KALENDARIUM. Tag , Kislew Dezember Notizen Sonntag 3. 4. Altjüdischer Halbfeiertag wegen Sieg der Hasmonfter (Taanis. 9) — Große Erdbebenkatastrophe in Lemberg 5463 — Tod B. Josef Dovid (Bes Dowid) 6497, Saloniki — Tod R. Boruch Osersch, Altona 5583 — Purim in Amzuslaw Montag . 4. 5. Offenbarung zu Secharja im 4. Jahre des Darius — Tod R. Josef Mai, Breslau 5571 — Festtag wegen Rettung in Tewarja unter Rabbi Chaim Abulafia 5508 Dienstag 5. Tod des.M'harscho 5392. Ostra — Tod R. Simon Hirz Aschkenasy, Saloniki 5258 — Chanoni flüchtet zu Nehemia Mittwoch 6. 7. Tod Herodes (Altjüdischer Freudentag) — Jerusalem in Brand gesetzt durch Antiochus 3593 — Tod R. Juda Leb, Amsterdam 5470 (Gur Arje) Donnerstag 7. 8. Tod R. Menachem Siproni (Nessiwos ha-chochmo) 5600 — Tod R. Isroel Isserl, Lublin 5429 — Tod dessen Enkel R. Issroel Isserl, Pinsk 5529 , Freitag 8. 9. König Jojakim verkündet Fasttag — Tod des Darschon R. Jizchok 5476 — Tod R. Naphtalu Ettinger, Lemberg (Brody) 5514 — Märtyrertod R. Nosson, Krakau 5517 — Geburt 5534 und Tod R. Dow Lubawitsch 5588 — Tod R. Isak Grieshaber, Paks 5586 Samstag 9. 10. Wajeze — Haftoro: Wajiwrach Jakow — Tod R. Leb (Berlin) Mochiach, Preßburg 5503 — Tod des Dayan R. Mosche, Prag 5386 „Im Judenstaat der Chasaren." (EinKusariroman.) Roman in zwei Teilen (von Gordova nach Chasarien) aus dem 8. und 10. Jahrhundert von S. Schachnowitz. (Verlag des „Israelit", G. m. b. H., Franka. Main. Preis geb. Mk. 28*—, brosch. Mk. 24*—.) Es ist kein Roman in gewöhnlichem Sinne, den man liest und zu den anderen legt, sondern ein Buch, nach dem man immer und immer greifen und das man auch gern seinen Kindern in die Hand geben wird. Es ist schwer zu sagen, was in diesem Buche überwiegt, die poetische Formung der Charaktere und Menschenschicksale oder die künstlerische Auswertung der aus dem Schacht jüdischer Geschichte und jüdischer Wissenschaft gehobener Gedankenschätze. Der Leser hat eine mit allen schöngeistigen Mitteln ausgestattete Unterhaltungslektüre genossen, hat aber dabei, ohne daß ihm dies beim Lesen recht zu Bewußtsein gekommen ist, den ganzen Ideengehalt des berühmten philosophischen Meisterwerkes Rabbi Jehuda Halevis, des „Kusariu, in konzentrierter Form , auf sich einwirken lassen. Mit dramatischer Wucht spielt sich vor unseren Augen der Aufeinanderprall von alter heidnischer Welt und altneuer Wahrheit in Chasarien ab und wir verfolgen dieses Phänomen der Geschichte: den Uebertritt eines ganzen fremden Volkes zur jüdischen Lehre vom ersten dunklen Ahnen im Herzen des König Bulerus bis zum letzten Akte, der die fünf Disputationen mit Rabbi Sago vi (die fünf Kapitel des Kusari) krönt. Nebenbei ziehen in lebenben Bildern ganze Kapitel aus der Entstehungsgeschichte, den Lehren und Anstrengungen der Karäer an uns vorbei. Der zweite Teil führt uns über zwei Jahrhunderte hinweg in das Milieu von Gordova hinein zur Zeit des Ghasdai eben Schaprut, und wir sind Zeugen des Lebens und Lehrens' des Suchens und des Sehnens na«h Gemeinschaft und Erlösung im Hofe des Nassi und in der Schule des Rabbi Mosche ben Chanoch. Der historische Streit zwischen Dunosch.benl(obrat, und Menachem,ben .Saruk steht in hellem Lichte der künstlerischen Gestaltung; und wird psychologisch vertieft und aus Idem zeitgeschichtlichen Zusammenhängen heraus erklärt. Phantastische Weltreisende bringen verworrene Kunde von versprengten Judenstämmen (den „zehn Stämmen"), und erwecken neue Hoffnungen und Sehnsüchte, die endlichy auf die Spur nach dem Judenstaat in Chasarien führen. Der Briefwechsel zwischen Chasdai und dem König Joseph aus Chasarien, ist umrahmt von spannendsten Situationen, fast wörtlich wiedergegeben. Meisterhaft gelungen ist auch die Figur des Rabbi Nathan, der in seiner heiligen Isoliertheit und insbesondere im ergreifenden Sterbekapitel auf die Uranfänge der Kabbalah in den Westländern deutlich zeigt. Dieser erste und bisher einzige Kusariroman ist kein Roman gewöhnlicher Art, sondern ein literarisches Ereignis! Eingelaufene Bücher.* Das Heiligkeitsbuch. Bibel-Lesebuch zum dritten Buch Mose von Rabb. Dr. B. May, Religionslehrer der israel. Gemeinde Frankfurt a. M. 1921. J. Kauffmann, Verlag, Frankfurt a. M. , * Ausführlichere Besprechung vorbehalten. Spendet für die Jugendgruppe! $pen<tenau$wei$. Raudas 3isro«i. Spenden: Durch Dr. P. Kohn: für Heimbeförderung der Palästinenser schw. Frcs. 25, für Soziale Fürsorge 55, für Agudas Jisroel 25, zusammen schw. Frcs. 105; Rabb. Lewithan {Christiania) zum Andenken des verewigten Benjamin Selig Simon: Ukrainische Pogromopfer Mk. 1000, Keren Erez Jisroel 500, Russ. u. Poln. Jeschiwos 500, Jeschiwos in Mir 500, Agudas Jisroel 500, zusammen Mk. 3000; Anonymus durch Dr. P. Kohn: Zentralrat K 3000, Keren Erez Jisroel 2000, Kriegswaisenfondsanstalten 2000, Preßfonds 2000, Soziale Fürsorge 2000, zusammen K 11.000. Ukrainer Pogromopfer : Lajos Kastner K 8000, Bethausverein Obel Abraham 20G2, Israelitische Kultusgemeinde Wr.-Neustadt 2610, zusammen K. 12.672. Repatrüerungsfonds: Lippe Türkei & Söhne K 30 000, Dawid Schreiber 10.000, zusammen K 40.000. Keren Erez Jisroel': Moses Schräger K 30, Jakob Bernfeld 200, Jakob Großmann 50, Leopold Mayer 100, Simon Felsenhurg 1000, Simon Frenkel 200, Bethausverein Ohel Jakob 1300, Josef Deutsch 200, Max Grünhut 300, Israelitische Kultusgemeinde Wr.-Neustadt 14.023, Tempel und Schul verein VI. Bezirk 16150, Bethausverein Ohel Abraham 2840-50, zusammen K 36.393 50. Augenklinik Erez Jisroel: Wr.-Neustadt K 2548. Israelitische Kultusgemeinde Organisation der Agudas Jisroel: Tempel- und Schulverein VI. Bezirk KU 500, Israelitische Kultusgemeinde Wiener- Neustadt 11.098, Jakob Baruch (Fiume) 10.000, zusammen K 31.598. Jessod Hathora: Tempel- und Schul verein VI. Bezirk K 2900. Soziale Fürsorge: Julius Frankel K 1000, Ingenieur Lajos Szekely 1000, Jakob Bernfeld 100, Generalrat Max Cav. de Anhauch 5000, Jakob Eckert 100, Julius Rosenthal 1000, Brüder Fischer 1000, Moritz Altstadt 1000, Humanitätsverein Bue- Brith 1000, Adolf Schick 1000, Heinrich Abeles 1000, Emanuel Lamm durch M. Pappenheim 1000, N. N. durch Ludwig Adler 1000, zusammen 15.200. Kriegswaisenfonds der Agndas Jisroel: Aguda Jugend- und Mädchengruppe Zürich K 115.000, Jüdische Wohltätigkeitszentrale Antwerpen 705.592, Marpe Lanefesch 7507, Machsike Tora 5300, Achdus Jisroel 4685, Gmiles Chesed 1168, Thora „Ez Chaim" der Agudas Jisroel 9200, Adas Jisroel 10.000, Ohel Abruhom 2910, Verlobung Koppel-Vortrefflich 5000, Sammlung Verlobung Gang-Abedach 2000, M. Wattenberg durch Agudas Jisroel 500, Liah Spielvogel durch Agudas Jisroel 500, N. N. durch Agudas Jisroel 1494, J. Komer durch Agudas Jisroel 375, Julius Feingold 10.000, Gustav Wesel durch Frau Rabb. Fleischmann 1100, Perlberg Gonzaga 3000, Schabse Seidman 500, S. M. Rothschild 50.000, Ag. Isidor durch L. Adler 1000, Rabb. Schweiger durch Zeisler 14.285, Frau Elsa Duschnitz durch J. Schick 10.000, L. Lederer durch J. Schick 5000, Eduard Bellak (Wien) durch Bankhaus Frankel 25.000, zusammen K 991.114. JIgudas 3i$roel Ittadcbengruppc. Agudas Jisroel Mädchengruppe: Durch Dr. P. Kohn. Ansbach schw. Frcs. 20. Krankensektion: Frau Helene Kohn durch Fräulein Tekla Brody K 300. _ fl^udas 3i$rotl-3ugett<ldruppe. Jeschivosektion: Benjamin Felsenburg K 10.000, Siegmünd Schreiber 5000, Anonym 1000, Nathan Adler 200, Max Lazar 100, Moisel Bernhard 150, Siegfried Kikis 100, Isidor Frommer 500, Salomon Sparer 100, Nathan Ehrentreu 100, Oswald Löwy 200, Eduard JRösenfeld 200, Simon. Jelenko 100, Max Schischa (St. Veit) 100, zusammen K 17.850. , Gesamtsumme der Spenden in dieser Nummer K 1,154.575-52 schw. Frcs. 105 und Mk. 8000. f^L_\ Personalia. Hochzeit. Baden bei "Wien. Sonntag, den 20. November, fand im hiesigen Tempel die Trauung des Herrn Dr. med. Rudolf Lackenbacher, Sohn unseres allseits beliebten, für das Wohl der hiesigen Gemeinde eifrig tätigen Herrn Ludwig Lackenbacher und dessen Frau Hermine Lackenbacher geb. Baumgarten, mit Fräulein Ida Markus, Tochter des G. S. Herrn Dr. Markus aus Tarnopol statt. Herr Oberrabbiner W. Reich hielt an das Brautpaar eine herzliche, tief ergreifende Ansprache, worin er besonders die Verdienste des Herrn Ludwig Lackenbacher um sein Wirken als Chewra-Kadischa-Vorsteher und als langjährigps Mitglied des Kultusausschusses in unserer Gemeinde hervorhob. Auch Herr Oberkantor S. Kreutstein bezauberte durch seinen herrlichen Gesang die zahlreich erschienenen Gäste. Im Hause Lackenbacher wurde am selben Tage der Armen in reichem Maße gedacht, besonders des hiesigen Waisenhauses. A. S. ROMEO HiJTZESOOHFER BLiMHE 6RÜN Anvers Presov Verlobte. Herr David Schlesinger und Frau Bella geb. Rosenheim zeigen hocherfreut die Geburt eines gesunden Knaben an. Wien, Kislew 5682. Bessere Bachurim finden an der hiesigen nrrw Aufnahme. Für Verpflegung wird gesorgt. Zuschriften an Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner H. Schatin, Brünn, Ceyl 25/11, zu richten. Für eine streng orthodoxe vornehme Familie in Bratislava wird Stütze der Hausfrau die sich auch mit einem Kinde beschäftigen soll, akzeptiert. Offerte unter „Saiarik" an die Adm. In keinem jüdischen Hause fehle die „Jüdische Presse". Bdas lisroßl (Schiffschul), II., Große Schiffgasse 8. Gebets tunden: gl. bis 8. Eislew. Freitag, 1. Kislew, Sabbateingang 4*05. Samstag nPDV! 'B Morgengebet 7 ü. 9-30, Mincha 12-15 u. 30 Uhr. Sabbatausgang 4-50. An Wochentagen Moryengebet 6-40, Mincha 4-15. O r t Sonnen- Untergang nach Ortszeit Es ist nach mitteleuropäisch. Zeit 2./X1T. 3./XII. Wien..................... 408 408 403 403 Jerusalem................. 4-56 4-56 3-35 1029 335 433 433 1029 422 422 3-88 338 418 4-18 4-41 4-41 417 417 3-52 3-52 4-17 4-17 413 413 Zürich ................... 411 4*11 437 4*37 411 411 355 355 408 408 4-00 400 406 4 06 3-41 8-41 406 4 05 457 4-56 London................... 354 3-54 4-54 4-54 326 851 3 50 3-27 350 349 357 3-56 2-01 332 3-31 202 Riga..................... 325 324 2-49 2-48 Herausgeber: „Jüdischer Verlag G. m. b. H.u — Verantwortlicher Redakteur: Jakob Deutsch. Für die Tschechoslowakei: Heinrich Schwarz. — Druck: Genossenschafts-Buchdruckerei, Wien, VIII., Hern aiser Gürtel 20. — Telephon Nr. 19.772. Konkurse. Die orth. isr. Kultusgemeinde in Ghtelnica (Vittenz), Zupa Nitra, sucht für sofort einen tüchtigen •' 10PIW der von drei anerkannten orth. Rabbonim fltep besitzt. Gehalt Kß 8000 Fixum, oder K6 4000 Fixum und die ganze fHOTTt^, Wohnung und die üblichen Nebeneinkünfte. Offerte sind zu richten an den Vorstand der orth. isr. Gemeinde in Ghtelnica, Zupa Nitra. Für die Bösinger Talmud-Thora wird ein vorzüg-; licher Religionslehrer — "löteper sofort gesucht. Bewerber (ledigen Standes) wollen sich ehestens beim Gefertigten persönlich oder brieflich melden. v Rabbiner Schill Pezinok (Slowakei). Bei der isr. Kultusgemeinde zu Ung.-Ostra (Mähren) gelangt die Stelle eines Kantors und Religionslehrers der gleichzeitig Schauchet, Baudek und Kore sein muß, zur Besetzung. Jahreseinkommen c K 12.000 nebst den. üblichen Nebeneinkommen. Bewirber, tschechoslovakische Staatsbürger, die "der tschechischen Sprache mächtig sind, wollen ihre Gesuche samt Zeugnisabschriften an dem gefertigten Vorstande einsenden. Ledige Bewerber werden bevorzugt. Zur Probe werden nur Berufene zugelassen. Römer Kornfein S. Sonnenfeld Gemeinde-Sekretär. Kultusvorsteher. In der aut. orth. Kultusgemeinde zu Dunajska- Streda ist per sofort ein fieligionslchrcr-postcn zu besetzen. Reflektanten wollen ihre gutinstruierten Gesuche mit Nachweis ihres Alters, Familienstandes und bisheriger Verwendung an die gefertigte Adresse ehestens einsenden. Verlangt wird perfekter Unterricht in '•ttn mt\ eventuell auch Xlfcl ferner *pn und in allen einschlagenden Lehrgegenständen. Gehalt laut mündliches Uebereinkommen. Für die Schulkommission: Mihäly Wetzler. NEVELONOT izraelita szigorü valläsost keresek falura Szlovenszköban egy tizes egy tizenhäromeves leänyhoz elsö es harmadik polgärit tanitani. Vizsgäzni magyar iskolaban. Nemet nyelv szüksöges. Francia es zongoräzni tudök elönyben reszesülnek. Fizetes megegyezes szerint. Ajänlatok bizonyilvänymäsolatokkal „komoly" ielige alatt a bratislavai lapkiadöba.

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