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Jüdische Presse · 1921-09-09 · 32 (9.9.1921) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
7 (1921)
Issue
32 (9.9.1921)
Date
1921-09-09
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Seite 230 JÜDISCHE PRESSE Nr. 32 Ehrw. Herr Rabbiner David Wessely, Ehrw. Herr Rabbiner L. Rubinstein, die Klassenlehrer, die allwöchentlichen Verhörer und der Vorstand des Vereines. Die Schüler haben die Prüfung vorzüglich bestanden und die Anstalt machte mit den neu hergerichteten Lehrsälen einen wohltuenden Eindruck. Es ist zu hoffen, daß die Anstalt in den neuen Räumlichkeiten, insbesondere durch die vorzüglichen Lehrer, die an ihr Wirken, an Popularität noch gewinnen werde. Mitteilungen des Landesverbandes. Diejenigen Jugendgruppen, welche das Namensverzeichnis der Mitglieder bis nun nicht bekanntgegeben haben, sollen dies mit den erforderlichen Daten ehestens einsenden, damit die Legitimationen angefertigt werden könnUl. Der Preis hiefür ist per Stück Kö 1-—. Die Erledigung unserer Zirkulare erwarten wir noch rechtzeitig vor dem Delegiertentage, da dieselben zur Vorbereitung desselben unbedingt erforderlich sind. Wir hoffen, daß die (huppen in Anbetracht der Zeitkürze, dieselben schleunigst einsenden werden. Die noch rück ständigen Organisaüonsahgaben und Beitrüge müssen uns ebenfalls baldigst zufließen. Eine Generalversammlung wähle in jeder Gruppe die Delegierten und soll dieselbe ehestens stattfinden. Referate bitten wir uns schriftlich zukommen zu lassen. Die noch nicht vorgemerkten Gruppen für das erschienene Monatsblatt der «fugendgruppen „Jüdische Jugend", mögen uns die Zahl der erforderlichen Exemplare bekanntgeben und die entfallende Summe hiefür einsenden Die Zentralleitung. Jeschiwa-Aktion. Diejenigen Gemeinden, welche das Resultat noch nicht bekannt gegeben haben, werden ersucht, dies im Interesse der Sache postwendend der Landesorganisation der Agudas Jiaroel (Bratislava, Turnerg. 14/16) bekanntzugeben, beziehungsweise den eingelaufenen Retrag mittels Ausweis einzusenden, ebenso werden diejenigen Gemeinden, denen es nicht möglich war, den für die Jeschiwos bestimmten Schahbos aus irgendwelchen Gründen abzuhalten, ersucht, diesen im Interesse des hehren Ideals der Unterstützung des Limud haloia abzuhalten und für das beste Gelingen Sorge zu tragen. Bad Lnhatschowitz. Dr. Ludwig Lieben aus Prag ordiniert in Luhatschowitz, Villa Slansky, Hauptstraße, von 8 —12 n. 2 5. Landesverband der Jfpda'Jugendgruppcn der Slowakei, Scbomreb Scbabbos-Sektion. Offene Stellen: Junger Bureaupraktikant, der ungarischen und deutschen, eventuell slowakischen Sprache nifiehlig, wird gesucht. Pe 1 z wa i e n i n d u s I r i e suchI. Le 11rj u11gen. Buchbinderei sucht Praktikanten. Eisenwarenhändlnr sucht Lehrjungfn. Kappenmacher sucht Lchrjungen. Stellengesuche: 1. Tüchtiger Glas- und Porzellanarbeiter sucht Stelle in Prellburg. 2. Uhrmachergehilfe sucht Posten. 3. Tüchtiger Buchdrucker (Setzer) sucht Stelle. 4. Buchhändlerkornmis sucht Posten, eventuell mit Kost. 5. Lehrling der Lederbranche und Oberteilherrichter aus besserem Hause mit iy2jähriger Praxis, wünscht, dieselbe fortzusetzen, eventuell gegen freie Station. 0. Atisgelernter Spezereiwarengehilfe sucht Posten. 7. Holzbeamter, in allen Zweigen der Holzbranche bewandert, sucht als solcher passende Stelle. 8. Gewesener selbständiger Bauholzhändler sucht Posten, eventuell wäre derselbe geneigt, im Magazin beim Kauf und Verkauf sich zu betätigen. Anfragen und Meldungen sind an den Landesverband der Aguda Jisroel-Jugendgruppen in der Slowakei, Bratislava, Turnergasse 14—Iß, zu richten. Vorbeterposten für die d-ntu vermittelt die Schomrch- Schahbos- Sektion der 4» Agudas Jisroel-Jugendgrnppe Bratislava. Bewerber und Gemeinden mögen sich Turnergassel. 4/lß melden. Es fehle in keinem Hause die Rabbi Meir baal Haness-Büchse. Auf Verlangen werden Büchsen franko zugestellt. Adressen: Oberrabbiner A. Grünwald, Uzhorod; Oberrabbiner Akiba Schreiber, Bratislava. Die Industriellen-Konferen2 der Aguda. Für die am 10. Elul (13. September) im Wiener Bureau der Aguda stattfindende Industriellen-Konferenz zeigt sich reges Interesse in den Kreisen der Gesinnungsgenossen des In- und Auslandes. Eine größere Anzahl von Anteilscheinen mit sehr ansehnlichen Beträgen sind bereits gezeichnet. Es werden der Konferenz mehrere Pläne für Unternehmungen von weittragender Bedeutung vorgelegt werden. Zum Teil werden diese Unternehmungen sofort verwirklicht werden können. Anmeldungen zur Teilnahme ander Konferenz sind umgehend zu richten an das Bureau der Agud as Jisroel in Wien (Malzgasse 12 a). Die Aguda in Wiener-Neustadt. Wir geben im Nachfolgenden einen Bericht wieder, den wir aus Wiener-Neustadt erhalten haben. Es wird im allgemeinen Interesse liegen, nachstehenden Bericht in Ihrem Blatte zu veröffentlichen, um zu zeigen, was Wiener-Neustadt, das bisher als unfromm gegolten, für die Aguda leistet: Am 25. August fand eine zahlreich besuchte Beratung unter Vorsitz des Obmannes unserer Aguda, Herrn Armin Reif, statt, welche bis halb 10 Uhr nachts "dauerte. Im Zeichen der besonderen Begeisterung standen die Anträge des Vorstandsmitgliedes Herrn Siegmund Deutsch, welche dahin lauteten, daß man auf seine Kosten zehn Stück ttJÖJn nfiÖtP, ins Jüdische übersetzt, vom Lakenbacher Raw kaufen soll, um so den hiesigen Balebatim die Grundlagen der Thora beizubringen. Ferner ein Antrag, daß Herr .David Friedmann jeden Samstag nach Mincha einen Schiur vortragen soll, wo anschließend gleich eine rvwttf .TttyD folgen soll. Herr Finanzrat Gawing ist bereit, sämtliche Kosten eines schönen rniJJD zu tragen. Wir sehen, daß mit der Aguda jüdischer Geist in diese Stadt getragen wurde und rufen den Herren, zu Mll fDJM Aguda-Versammlung in Jerusalem. Am 16. Ab fand in der Jeschiwah „Mea schearim" eine Mitgliederversammlung der Agudas Jisroel-Ortsgruppe in Jerusalem statt. Es waren 500 Mitglieder erschienen. Rabbiner Ghajim Sonnenfeld, der Ehrenpräsident der Ortsgruppe, eröffnete die Versammlung mit einer warmen Ansprache. Hierauf ergriff Rabbi Ber Abramowitz das Wort und wies in einem gediegenen Vortrag auf die Notwendigkeit einer leistungsfähigen und arbeitswilligen Ortsguppe der Aguda in Jerusalem hin. Die Agudas Jisroel-Ortsgruppe in Jerusalem habe neben ihren allgemeinen Bestrebungen noch eine besondere Aufgabe, nämlich die, der ganzen Welt die Einigkeit und Selbständigkeit der Orthodoxie darzutun. Rabbi M. Blau erstattete hierauf Bericht über die Tätigkeit, der Ortgruppe. Er teilte mit, daß die Ortsgruppe im Begriffe ist, den Boden zur Gründung einer orthodoxen Kolonie zu kaufen und daß in kurzem eine weitere Delegation von Fachmännern im Auftrage der Aguda in "Palästina erscheinen werde, um die Vorbereitungen für .eine praktische Betätigung der Aguda in Palästina zu treffen. Mit besonderer Befriedigung könne er über die Entwicklung der Agudas Jisroel-Jugendgruppe in Jerusalem berichten, die jetzt daran geht, ein Preßorgan für die gesetzestreuen Juden Jerusalems zu gründen. Nachdem weitere Redner gesprochen hatten, traten etwa 200 neue Mitglieder der Ortsgruppe bei. Für den Keren Erez Jisroel. Die polnische Landesorganisation des Agudas Jisroel hat in den letzten Tagen verschiedentlich Sitzungen abgehallen, um für die Sammlung zugunsten des Keren Erez Jisroel, die laut. Beschluß des Zentralstes in den Monaten Elul unb Tischri stallfinden soll, Vorkehrungen zu treffen. Die Vorbereitungen sind bereits im Gange und die Sammlung verspricht einen schönen Erfolg. Gesinnungsgenossen ÄÄÄ gebeten, skfy im Bureau der flguda, malzga$$M2 a, zu melden. Heinrich Bettelheim s. 1. In Ergänzung unseres Berichtes über das all zu frühe Hinscheiden des im 53. Jahre seines gottgefälligen Lebens verstorbenen "Herrn Heinrich Bettelheim wird uns noch aus Bratislava geschrieben: Die zahlreiche Beteiligung an der Lewaja zeugte von der Achtung und der Liebe, die der Verstorbene in allen Kreisen der jüdischen Gesellschaft genossen hat. Im Hause des Verstorbenen sprachen die Brüder Samuel und Max Bettelheim vor der Bahre "\jfortc der Liebe und des Schmerzes. Am Bes-chajim hielt zuerst Rabbiner Samuel Donath einen ergreifenden Hesped, in welchem er die Bedeutung der Familie des Verstorbenen für das glaubenstreue Judentum hervorhob, deren würdige Forlsetzung das Leben des Dahingeschiedenen gewesen sei. Hierauf sprach der Dayan R. Leb Rubinstein. Er warf einen Rückblick auf die Vorfahren des Verstorbenen, die an der Seite des Ghassam Sofer, Kessaw Sofer und Schewet Sofer s. j. o. für die Integrität der Tradition gekämpft haben und würdigte den edlen Charakter des Toten, seine strenge Rechtlichkeit und G-ttergebenheit. Der Hesped schloß mit dem Appell, in dieser Stunde des Schmerzes der unglücklichen Waisen der Ukraine zu gedenken. In dem Verstorbenen verliert Herr Jakob Flcischmann in Düna Szerdahely der Schwiegersohn, die Großgrundbesitzer Isidor und David Fleisch mann in Bra tislava den Schwager und die Frauen Klara Mauthner, Budapest, Renee Kecskemethy den Bruder. Sein Angedenken wird ein gesegnetes bleiben. fi'SSttn Rabbi Meir Hamburger s. A. In Jerusalem wurde dieser Tage Rabbi Meir Hamburger, einer der bekanntesten Persönlichkeiten der Stadl, im Alter von 84 Jahren zu Grabe getragen. Der Verstorbene stammt aus Preßburg unb kam nach Palästina im Jahre 1857. Er gehörte zu den ersten aschkenasischen Juden, die sich in Jaffa festsetzten. Er unterhielt in seinem Hause ein Beth-Hamidrasch und hat sich um die Entwicklung der Stadt Jaffa große Verdienste erworben. Er genoß auch bei der arabischen Bevölkerung ungewöliliches Ansehen und Vertrauen. Obwohl er ein mittelloser Mann war, gaben ihm die Araber Geldbeträge zum Aufbewahren. Bei seiner Beerdigung hielten die Rabbiner I. N. Horowicz, B. Z. Jodler und S. A. Wortheimer ergreifende Trauerreden und schilderten den Verlust, den die Judenheit Palästinas mit dem Hinscheiden dieses beispielgebenden Mannes erlitten hat. eingesendet Es wird zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß die Fleischverschleißstelle des Bernhard Lüfschitz, 11., Rueppgasse 27, nicht unter der Aufsicht der Adas Jisroel (Schiffschul) steht. Die diesbezügliche Mitteilung ist völlig frei erfunden. Vom Rabbinate der Adas Jisroel wird das Kaschruth des dort verkauften Fleisches nicht bestätigt. Bei diesem Anlasse sei nochmals nachdrücklichst aufmerksam gemacht, daß Fleisch von Schiffschulschechita ausschließlich in der unter der. Aufsicht der Adas Jisroel stehenden Fleischverschleißstellen ausgeschrotet wird. Mitteilungen, daß auch andere Fleischhauer und Fleischverschleißer regelmäßig Fleisch, daß von Schechita der Schiffschule stammt, zum Verkauf bringen, sind falsch und nur auf die Täuschung der gläubigen Bevölkerung berechnet. Wer also verläßlich "IttD Fleisch von Schiffschul- Schechita haben will, kann es bei einem unter der unmittelbaren Aufsicht des Rabbinates der Schiffschul (Adas Jisroel) beziehen. Preßfontls: Zur Verlobung des Herrn Samuel W. Schreiber mit Fraulein Piroska Roth spenden als Gratulalionsablösung die Herren Wolf Pappenseim K 100, Rabbiner Dr. Pinchas Kuhn 100, Samuel Bettelheim 100, Jakob Joel Braun 100, Oberrabhiuer Dr. Joel Pollak 100, Samuel W. Schreiber anläßlich seiner Verlobung 5000. Hochzeit. Dienstag, den 13. September, findet in Kesmark die Trauung des Friiulein Debora Grolimann mit Herrn Abraham, Sohn des Rabbi Josef Brody s. 1., Kosice, statt. KALENDARIÜM. Tag Klul Sept. Sonntag s. 11. Montag 9. 12. Dienstag 10. 13. Mittwoch 11. 14. Donnerstag 12. 15. Freitag 13. 1(5. Samstag 14. 17. Notizen Titus ergreift, Johaiman Gusoh-chalaw und Simon bar Gijora — Schweden erobern VVilna; legen den Juden Kontribution auf 5461 — Befreiung der wegen Rilualmord angeklagten Juden in Damaskus Geburtstag Dan — Rarnban gründet Jisehub in Jeruscholajim 5102 Noah entsendet den Raben — König Sigmund von Polen gibt, den Rabbinern das Recht, nach Talmud'schen Gesetz Urleile zu fällen 5346 — Josef Karo beendigt sein Werk Bes Josse!' in Saffed 5302, begonnen in Adrianopel 5282 Schilo und 15 Rabbiner werden vom Pascha in Jerusalem eingekerkert und erst Ruschhaschono gegen Lösegeld befreit 5385 Geburt Ramban 4955 — Tod R. Simon, Sohn des Rosch 5102 an Pest Marlyrertod R. lzchok de Todres Lissabon 5407 -- Tod R. Tewele Fulda 5491 — Tod R. Jakob Jokel Horowitz Glogau 5515 Ki teze — Haftoro: Roni akoro — 2 Perek In keinem jüdischen Hause fehle die „Jüdische Presse ü

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