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Jüdische Presse · 1921-07-01 · 22 (1.7.1921) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
7 (1921)
Issue
22 (1.7.1921)
Date
1921-07-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 22 JÜDISCHE PRESSE Seite 171 Die Redaktion übernimmt keine Verantwortuni bezüglich des Kaschrus im Annoncenteile und ist es Sache der Leser, sich zu informieren. Die berühmten, einen Weltruf genießenden Jeschiwoleiter der Slowakei, werden als Durchs<;hnittsmelnmdim verhöhnt, fegen Mikweli. Peos-Chaaidus wird in derartigen wildanttsemitischem Tone gezetert, daß man angewidert, diese Schmäh-?f hrrift aus deii Händen werfen muß. Am besten schneidet noch der Rabbiner von Piestany, der Präses der ortb. Landeskanzlei, ab. dem er nach fast zweijähriger Leitung des orth. Zentralhureaus nichts anderes vorzuwerfen weiß, als daß er angeblich (es ist nebenbei bemerkt auch da3 unwahr) am jüngsten Sabbat Hogadol kein Charirusz gesagt hätte!! Es ist ja offenkundig, daß irgendwelche Kränkung persönlicher Ambition, oder Verletzung eines materiellen Interesses dem die Feder in die leergebliebene Hand gedrückt hat, um Anwürfe gegen die Orthodoxie zu richten, wie sie gehässiger und leindseliger im offen für die Neologie kämpfenden ^Egyenlüs«'-g" nie zu finden waren. Denn, wenn im Artikel den orth. Rabbonim Handel mit Hechscherim vorgeworfen wird, liegt die Vermutung nahe, daß es wehtut, daß die mit einem dicken Hechscher belegte Pessach-Schokolade in allen orthodoxen Gemeinden, selbst für Nach-Pessach für rituell unzuverlässig erklärt wurde. Und wenn der Redakteur in maßloser Ueberhebung sich auf den Richterstuhl der Wissenschaft, stellt, die ungeheuerliche Absurdität niederzuschreiben wagt, daß die neologon Seelsorger die orthodoxen Hllfin yVlÜ vve^ überragen, ahnen wir es, daß eine vviederfahrene Zurücksetzung (so geht das Gerücht) die Urteilsfähigkeit derart getrübt hat, daß er objektiv nicht zu denken vermag. Wir würden die ganze Sache mit einem wohlverdienten verächtlichen Stillschweigen übergehen, um so mehr als Ton und Inhalt, Form und Wesen des Autsatzes derart roh und verwildert sind, daß wir den groben Keil auf solch groben Klotz nicht aufzubringen vermögen. Allein eine tendenziös eingestellte falsche Behauptung, einen sachlichen Irrtum richtigzustellen, schulden wir uns selbst, schulden wir der Orthodoxie der Slowakei. Der Artikelschreiber behauptet, daß die Scheidewände zwischen Orthodoxie und Neologie gefallen wären, alle Unterschiede zwischen den religiösen Meinungen in der Slowakei aufgehört hätten. Als Kronzeugen für die Unrichtigkeit dieser Behauptung wollen wir einen dem Redakteur nahestehenden status quo- Rabbiner vor dessen hohen Richterstuhl zitieren. Vor einigen Wochen richtete der status quo-Rabbi an einen orthodoxen Rabbiner folgendes Schreiben: „Ich teile Ihnen mit, daß in fhrem Orte eine Frau weilt, der ein Get übergeben werden soll. Da jedoch dieser Get von einem orthodoxen Rabbiner nicht anerkannt werden kann, weil selber vom Budapester neologen Besdin stammt, so werde ich nach dorthin kommen, um die Zeremonie vorzunehmen." Gesagt, getan. Er bemühte sich in Begleitung zweier neologen Kollegen nach dort, um den vom neologen Besdin ausgestellten Get zu übergeben. Es ist kein größerer dogmatischer Unterschied denkbar, als wenn von einer Seite ein Get als ungültig, die Frau als vI^K fivtfX> a's nocn dem Manne angehörig betrachtet wird, während von anderer Seite derselbe Get als "ItTÜD' die Ehe als gelöst betrachtet wird. Und dies nach eigenem Eingeständnis des Herrn status quo-Rabbi. Der Anstand verbietet es uns, uns weiter mit dem Blättchen auseinander zu setzen, wir möchten nur die Budapester orthodoxe Gemeindeleitung, die so vorsichtig in der Aufnahme und Wahl ihrer Mitglieder ist, aufmerksam machen, resp. fragen, ob Herren mit solchen Grundsätzen, denen der ("HlflM so wenig gilt, die von der Sucht, alles Ecrrfjüdische in den Kot zu zerren, erfüllt sind, sich weiter zu den ihrigen zählen können. W. H. HeKrolog. Frau Hadassoh Frommer TTJ?. Kapoh porssoh leoni wejodeho schilchoh loewjou. Wohl selten paßt dieser Possuk auf eine Frau so, wie auf die in der rorigen Woche wohl hochbetagt, aber doch allzufrüh verschiedene Frau Hadassoh Frommer o. h. Eine wahre Esches chajil hat sie ihr ganzes Können ki den Dienst ihres ihr im Tode vorausgegangenen Mannes, in den Dienst ihrer Kinder und ihrer bedürftigen Glaubensbrüder gestellt. In tiefer Frömmigkeit widmete sie Tag und Nacht gemilus chassodim, wobei sie eifrig bestrebt war, womöglich im Verborgenen zu wirken. Die große Verehrung, deren sich die Verewigte rühmen konnte, aber nie rühmte, äußerte sich auch in der großen Teilnahme an der Lewajo. Herr Oberrabbiner Fürst hielt einen tiefempfundenen Hesped, worauf namens der Kinder Herr Isidor Frommer einen erschütternden Nachruf hielt. Bei der Machsike hadas, an der Stätte wo die Dahingeschiedene für die Ausspeisung armer Jehudim unermüdlich tätig gewesen war, sprach ein Vertreter des Vereines innige Dankesworte. .""DSHD Eigentum einer Societät. — Verantwortlicher Redakteur für Deutschösterreich: Jakob Deutsch. Für die Tschechoslowakei: Heinrich Schwarz. — Druck: Genossenschafts-Buchdruckerei, Wien, VUL, Hernalser Gürtel 20. — Telephon Nr. 19.772. Honkurse. Die Presover (Eperjeser) aut. orth. isr. Kultusgemeinde sucht per sofort einen niÖlp, der zugleich ein ITWÖ und vorzüglicher Klip rrSlSD bjD sein soll. Betreffende müssen von drei anerkannten orthodoxen. Rabbinern JlTOp über ntSTItt? und ThTJ besitzen. Gehalt laut Uebereinkommen. Gesuche nebst Angabe des Alters und Familienstandes sind an den gefertigten Vorstand einzusenden. Spesen werden nur dem Akzeptierten rückerstattet. Presov (Eperjes) in Slovensko, am 22. Mai 1921. Ludwig Ganz Emil Hartmann Notar. Präses. Die nnmiÖ^n "ian zu Zlatr Moravce sucht per 1. September 1921 einen ledigen, tüchtigen -iftStt mit dem Jahresgehalte von Kc l2.0OfV—, der befähigt ist, Klttai nTOÖ ""'an TOH zu unterrichten. Offerte mit Zeugniskopien sind zu richten an Moritz Danzig. Vereinsprä se-. Josef Guttmann Torna, Com. Abauj Regina Klein Satoraljaujhely Verlobte. Statt Jeder besonderen Einladung. Alle Verwandten, Freunde und Bekannten laden wir höflichst zur Trauung von Fräulein MalVine Schiff mit Herrn Max Schick Jlön nni "K, welche s. G. w. am t>. Juli 1921, halb 2 Uhr nachmittags, im Hotel Schey in Baden bei Wien. Annagasse, stattfindet. Wien-Vacz. Geschwister Sehiff. Bernhard Schick. Suche eine religiöse Frau oder ein Mädchen als Aufseherin respektive Wirtschafterin für eine IttJD-Pension am Semmering. Bewerber der Stelle wollen sich vorstellen bei Ehrw. Herrn Oberrabbiner S. Fürst bw&w mjn Sehr tüchtige Kontoristin mit 3jähr.Prax., in allen Bureauarbeiten bestens versiert, der Stenographie, des Maschinschreibens und der Buchführung vollkommen mächtig, gegenwärtig in ungekündigter Vertrauensstellung tätig, sucht sich gegen entsprechende Bezahlung zu verändern. — Gefl. Anträge an die Adm. d. Bl. unter „Samstag geschlossen 167". Verhiebes israelitische; jtfädchen welches kochen kann und im Häuslichen hilft, für ein gutes, religiöses Haus in Wien gesucht. Eintritt Anfang September. Wartezeit wird eventuell vergütet. Unter „J. S. 169" an die Adm. d. Blattes, Wien. Durch die Administration der „Jüdischen Presse" sind zu beziehen: Der Jud. Warschauer orthodoxe Tage szeitung. Organder Schlome Emune Jisroel (Jiddisch). Einzelnummer K ()• ficrrn OST HS mAtiZ samt f RHU m Uermäbiang ihrer einzigen Cocbter u)ön$cht fterzi. B"K€ETJI$ 6RÜnB6R& Referent des Recbtscbutz- Bureaus der JIgudas 3i$r0el. ::;; : Vor dem Wanderstarm. Dr.NathanBirnbaum. K 16-— In Golus bei Jnden. (Jiddisch.)Dr.Nathan Birnbaum. K 10-— Bei* Zusammenschluß der Thoratreuen. Zwei Referate von Jacob Rosenheim. lv I5-— Voraussetzung-, Zwecke nnd Ziele der orthodoxen Weltkonferenz in Zürich. Referat v. Isaac Rhein. K 6-— Was sind Ostjuden? Dr.NathanBirnbaum. K 20 — G'ttes Volk. Doktor Nathan Birnbaum K 30-— Haderech. Hebräische Monatsschrift.Einzelnummer K 6 — Weltkonferenz der jüdiscb-orthodoxen Verbände in Zürich. (Deutschu.Jiddisch.) K 6 — Telephon 14—18 Gegründet 1872 Tuch-«. Icinctt-Kcstc Ständig zu herabgesetzten Preisen erhältlich bei Firma Samuel Grfinwalds Sota Bratislava, König Didwigptatz Jfr. 9. 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