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Jüdische Presse · 1921-06-24 · 21 (24.6.1921) · page 6

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Journal
Jüdische Presse
Volume
7 (1921)
Issue
21 (24.6.1921)
Date
1921-06-24
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite 164 JÜDISCHE PRESSE Nr. 21 of Emigration for Canada, 1. Regent Street, London, erlangt werden. Mit Rücksicht auf die vorgenannten Umstände sind die deutschen Schiffahrtsgesellschaften angewiesen, an Emigranten aus dem Osten Schiffskarten nach Kanada nicht mehr zu verkaufen. Aegypten. Die letzte Volkszählung ergab die Zahl der Juden in Aegypten auf 59.581 Seelen, was 5 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht. Der Hauptwohnsitz der Juden in diesem Lande ist Kairo mit 29.207, und Alexandrien mit 24.858 Seelen. Eingesendet. Der Vorstand der .Zahner Klaus", der seil zwei Jahren einen aufopfernden Kampf um die Existenz seines musterhaften chassidischen Bethauses führt, sieht sich veranlaßt, in seinem wie auch im Namen von 100 Jereim, der Leitung der Agudas Jisroel in Wien den wärmsten Dank für ihre schützende Hand auf diesem Wege auszusprechen. Durch die Ueberlnssung ihres Sitzungssaales und Nebenrfiumen für die Zabner Klaus, hat die Agudas Jisroel unseren heiligen Kultus erhalten. Der Sechus der Thora und Tefilin möge auch die große Sache der Aguda fördern. Verlobungen. Irenke Mauskopf (Beregszäsz) — Arnold Kalmar (Budapest). David Müller, Buchhändler (Budapest) — Sari Rosenfeld (l'jpest). Hochzeit. Jakob Gottesmann (Nowosielien) — N. Schapira (Tochter des Rabbiners aus Zaslawna), 19. Juni. Am 22. Juni fand in der Schiffschul die Hochzeit des Herrn I. Stein (Bielitz) mit Fräulein Ida Tochter des Kultusvorstehers und Vorsteher der Aguda Herrn Osias März statt. Silberne Hochzeit. Moritz Havas, Direktor des „Globus* (Budapest), 31. Mai. Goldene Hochzeit. Moritz Gäl (Kecskemet), 2G. Mai. Barmizwa-Feier. Am Sabbat-Nossoi fand in Bratislava die Barmizwafeier des Szimeha B. Schreiber, des Sohnes Sr. Ehrwürden des Preßhurger Oberrabiners, statt. Der junge Barmizwa wurde zuerst in der Schiurstube, später in der großen Synagoge zur Thora aufgerufen. Nachmittags fand im Hause des Oberrabbiners die Barmizwafeier statt, an welcher die ganze Gemeinde teilgenommen hat. Die große Routine des talmudischen Vortrages, den der Held des Tages in der Wiedergabe des Charifus seiner großen Ahnen bewies, und die darauf folgende schöne Maggidusrede haben das Publikum entzückt. ifry Citeratur. Einstein. Einblicke in seine Gedankenwelt. Gemeinverständliche Betrachtungen über die Relativitätstheorie und ein neues Weltsystem, entwickelt aus Gesprächen mit Einstein von Alexander Moszkowski. Oktav, 240 Seiten. 7. bis 15. Tausend. 1921. Holtmann & Campe, Hamburg. Moszkowski, in seiner schrankenlosen Bewunderung für den Gelehrten und den Menschen Einstein, will ein ähnliches Buch wie Eckermann über Goethe geschaffen haben. Das Buch ist trotz aller Wissenschaftlichkeit fesselnd genug auch für das große Publikum. Moszkowski erweist sich als glänzender Causeur, der oft und gerne vom eigentlichen Objekte der Ein- Kteinschcn Theorie abschweift, um alle Gebiete menschlichen Denkens im Lichte des Einsteinschen Geistes zu zeigen. Denn er ist überzeugt, daß man „über Kilometer- und Meilensteine hiuwogblicken wird bis zu den Merkmalen, welche die Reichsgrenzen der Wissenschaften bezeichnen, und als eines dieser Wahrzeichen wird man Albert Einstein anzuerkennen haben". Ja, „die Wissenschaft selbst könnte späterhin zu einer neuen Ghronologie schreiten und den Anfang einer bedeutsamen Aera an den Punkt legen, wo die Einsteinsche Lehre zuerst hervortrat". Von der Wesenheit Einsteins meint Moszkowski, daß „sie in alle Höhen und Tiefen dringt und unter gewissem Anlasse wunderbare kosmische Züge entschleiert". Vieles ist im Grunde des Verfassers eigener Geist, in dem sich nur Einstein widerspiegelt, denn Moszkowski ist Polyhistor vom altem Schlage, dessen „Arbeiten sich vielfach auf Grenzgebieten tummeln, auf Feldern, die gleichzeitig viel Disziplinen angehören, und keiner — wo Leben und Kunst mit Naturkunde und Metaphysik in einem Nebel zusammenfließen". Immerhin führt diese Neigung zur Gelegenheit, Einstein über alle Fragen der Kunst, Wissenschaft und des sozialen Lebens zu hören. Ob ein einheitlicher Zug in seiner Weltanschauung nachzuweisen ist, wird vom Verfasser eigentlich nicht erwogen. Moszkowski erledigt sich seiner Aufgabe mit der Meisterschaft eines Journalisten, der das Nützliehe mit dem Angenehmen zu paaren hat. Der spröde, harte wissenschaftliche Stoff gewinnt unter der Hand des Meisters des Stiles leuchtende Farbe und Plastik. Das Judentum erfährt nur kurze Behandlung: „Das pazifistische Ziel scheint ihm erreichbar, ohne Auslöschnng der staatlichen Besonderheiten. Nationale Eigenart nach Tradition und Vererbung bedeuten ihm kein Widerspruch zur Internationalitnt, welche die geistigen Gemeinsamkeiten der Kulturvölker umspannt. So weist ihn «ler Wunsch nach Erhaltung und individuelle Pflege der Besonderheit auf das Nebenziel des Zionismus, die Stimme des Blutes wird vernehmbar, wenn er für Staatsgründung in Palästina eintritt, unter Wahrung individueller Freiheit der nationalen Eigenart des Stammes Daner zu gewähren." Von dem Menschen Einstein heißt es: .Ich blicke empor zu seinem Idealismus, dessen Niveau vielleicht einmal von einer erhöhten Gesittung, nicht aber vom paragraphierten Gesetz erreicht, werden kann . . ." Die Stellung des Einzelnen zum Sozialismus, so sagt Einstein, „wird unsicher dadurch, daß man nie zur vollen Klarheit darüber gelangen kann, wieviel vom ehernen Zwang und der blinden Wirksamkeit in der Geldwirtschaft sich durch Einrichtungen überwinden läßt" . . . Alles in allem von der verwirrenden politischen Betrachtung flüchtet der Sehnsuchtsblick immer wieder zur einfachen Moral. Für Einstein ist sie das Primäre, unmittelbar Ersichtliche, keiner Täuschung zugängliche Das Mitleid — und diesem noch vorgeordnet: die Mitfreude. „Das Schönste, was es im Leben gibt", rief er aus, „ist ein leuchtendes Gesicht"! Das ist der schöne Ausklang des dankenswerten, trotz seiner Wissenschaftlichkeil selbst den Laien in Spannung erhaltenden Buches, das eine bewundernswerte Fülle von Urteilen über die höchsten Probleme des Wissens enthält. Gerem hamaloth. Biographie des berühmten Gaon Rabbi Meschuilam Jgra s. z. I. aus Tysmienica, Rabbiner in Preßburg (1752—1802). Von Schewach Knöbil. Verlag des Verfassers, Wien, XX., Romanogasse 11/13. Zweite vermehrte Auflage. Ein sehr erfreulicher Beitrag zur Geschichte des Judentums um die Wende des 19. Jahrhunderts im Allgemeinen und im Besonderen zur leider so vernachlässigten Geschichte der Preßburger Gemeinde. Das Leben und die Eigenart Rabbi Meschuilam, dieses Phänomen der tahnudischen Wissenschaft, dessen fabelhafte Geisteskraft und allem Irdischen entrücktes heiliges Lehen jetzt wie ein iWitsel klingen, ist hier in glänzender und doch populärer hebräischer Sprache geschildert. Das genealogische Material ist eine dankenswerte Zugahe. Die Darstellung ist von der flammenden Begeisterung der Oestier für ihre geistigen Führer durchglüht, von welcher sich der Leser gerne mittragen läßt. Dem Verfasser sei ein herzliches Jascher konch für die Neuauflage seines Werkes zugedacht. Jfgudas Jisroel-Jugcndgruppe. Wien, II., Obere Donaustraße 69 Jugrendgrnppe: Spenden im Bethause „Adas Jisroel" K 1630, Spenden im Bethause VI., Stumpergasse 42, 37G, Jakob Bogner 50, Arthur Bogner 50, Isidor Grünberg 100, David Steinhof 100, Eduard Duschnisky 50, Elku io Berger 50, Koloman Weiß (Satumare) 500, M. Herzog 50, Jakob Aschkenazy 20, Ludwig Tauber 10, Max Keßler 10, Julius Schreiber 10, Heinrich Lewitus 10, Moritz Neumann 10, Heinrich Bäsch 10, S. MargulieBlO, Heinrich Krochmal 10, Josef Spiegel 10, Leo Stern 10, Ernst Kohn 10, Moses Klar 10, Beer Weizmann (Lublin) 20, Moses Strumpfmann 20, A. Raab (Baden) 200, Bornfreud 50, Ady Schreiber 100, Klein (Budapest) 50, Karl Schwartz 100, Esra 20; zusammen K 6550. Keron Erez Jisroel: Osias Wagschal K 250, Leib Blum 50, S. Kohn 200, Duschinsky 40, Knießbacher durch Rabbiner Frenkel 200; Josef Horowitz 50; zusammen K 790. Jeschivo-Sektion : N. N. K 5000, Grosniger (Bratislava) Kc 7; zusammen K 5000 und Kc 7. Krankensektion: Sandor Adler (Wochenbeitrag) K 50, N. N. durch Herrn Reinisch 100; zusammen K 150. Unterrichtssektion: Ferdinand Fischmann K 100, Lasar Lipschitz 1000, Hochzeit. Schreiber-Schreiber 1760; zusammen K 2860 flguda$ 3i$roel-rcädclKngruppe. Krankensoktion: Frl. Fak (Frankfurt) K 50, Sammlung Ida Stern 315, Frau Zuckermann anläßlich der Hochzeil Wallach- Bingl 50, Josef Stern anläßlich'der Hochzeit Breuer-Paschkus 50, Josef Stern anläßlich der Hochzeit l'lhnann-Schwarz fOradeamare) 50, N. N. durch Herrn Stern 100, Sammlung Fräulein GzoßjijaJU) 350; zusammen K 915. Soziale Fürsorge: J. Thumirn K 200. Kriog-swaisenfbuds der Agudas Jisroel: Maver Derleidurch Dr. Pollak K 50, Max Obernbreit durch *Löwy 20, Löff'ler 50, Thoraspende Schomer Jisroel durch Dr. Max Eisler 1000, Lempert (Neder) 100, Albert und Lilv Engelroth 10.000, Albert Breuer 1000, Menachem Leb durch Babbiner Flesch 2000. S. Kommet (Baden) 2000, Josef Braun 1000, Adolf Pollak 125, Wolf Hirsch Denemark (Brünn) Kc 50; zusammen K 17.345 und Kc 50. Palästina-Sektion: Gesammelt durch Herrn Nathan Adler: Jakob Perlberg (Hochzeit) K 2000, Osias Altmann 500, Adolf Strich 100; zusammen K 2600. KALENDARIÜM. Tag Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sivan 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. Juni 2(1. 27. 28.' 29. 30. Juli 1. Notizen Altjüdischer Fasttag wegen Verfolgungen in Frankreich 4931 und Polen 5408 (PTTl) Tod R. Bezalel Katz-Ostroha 5177 Verfolgung unter Ghmelnicki Jerobeam verhindert Bikurim - Tod des R. Jakob Pollak-Lubliu und seines Gegners Ii. Ahr. Minz Padua 5285 j Tod R. Moses Kohn Aschkenasy-Mainz 5958 — Tod R. Abraham Kaschi Lublin 5303 Tod R. Simon beu Gamliel, R. Ismael ben Elischa und R. Ghanina Sgan hakohanim Schlach-lecho — Bosch Chodesch Benschen — Haftoro: Boni we-simchi -- 3 Perek Tod dfcs Parness R. Eisik Jekels Krakau 5413 — Märtyrertod R. Pessachja ben David Krakau 5559 Frauenhilfe: Anonymus zur Ablösung des 20. Tammus K 100. Jahne-Fonds: Tclegrammahlösuntr Hochzeit Fc!-enbuiy- Wagschal K 1702, Kc 87 25 und Mk. 10, Ernst Stern K 30, Telegrammablösungen Hochzeit Schiff-Lembertrei 1082 und Kc 61-25; zusammen K 2814, Krj 148-50 und Mk. 10. Ftlr die Ukrainer Pogromopfer: Thoraspende Verein Obel Abraham K 7265, N. N. durch Grünberg 100O, Nathan Eidinger durch A. Hornstein 50.000, Bankier Meiner durch V Hornstein 10.000, Großrabb. Israel Friedmann (Gzortkowi ln.ooo, Rabb. Heschl 2000. Cb. Seidmann 200. Samuel Adlor durch Vortrefflich 50: K 80.515. . Gesamtsumme der Spenden K 119.634,10. Kc 198'50 und Mk. 10. C0{Sf5#syiß;jf,{'0;tfi; ',h'/Xs/X//S'/Ä"'/S-'/S'', | fc/Jyt.fy.tyziy/j>,ir-'. £ö^O;CO;'i">;CC;'f^'C^ Briefhasten. An unsere Leser. Infolge des Schowuos-Festei-t die Nummer der vorigen Woche entfallen. Ml. R. Mitarbeiter für den Brietkasten dankend abgelehnt; eher für den Spendenausweis. „M. Zs." Nicht jonglieren! Die Bemerkung, daß Aguda-Führer nur im Bcth-hnmidraseh gesessen sind, bezieht sich auf einen schlimmeren Fall. Apropos, wenn wir nicht irren, sind Sie durch einen Ausgleich verpflichtet, gegen die Person, die Sie da angreifen, nie mehr einen Angiiff zu richten, öder heißt denunzieren nicht angreifen? ' Eigentum einer Societät. — Verantwortlicher Redakteur für Deutschösterreich: Jakob Deutsch. Für die Tschechoslowakei: Heinrich Schwarz. — Druck: Genossenschafta-Bnchdruckerei, Wien, VIII., Hernalser Gürtel 20. — Telephon Nr. 19.772. Konkurse. Die orthodoxe israelitische Filialgemeinde.Väsärut, Bratislava Z., sucht für sofort einen HTan b';Z nu X*Tlp der von drei orthodoxen Rabbinern nbwE besitzt, welcher drei naheliegende Ortschaften besuchen muß. Gehalt nach Uebereinkommen, Wohnung und Naturalien. Spesen werden nur dem Akzeptierten vergütet. Offerte sind an Ruder Jonas, Väsärut, oder an Herrn Oberrabbiner Silberstein zu Alistal in Dunaszerdahely zu senden. In der hiesigen orthodoxen israelitischen Kultusgemeinde ist die Stelle eines tüchtigen, kommerziell gebildeten Kanzleibeamten, der der drei Landessprachen in Wort und Schrift mächtig ist, per sofort, zu besetzen. Bewerber haben ihre eigenhändig geschriebenen Offerte unter Beischluß von Zeugnisabschriften über Vorbildung, bisherige Tätigkeit, Nachweis ihres streng religiösen Lebenswandels, Alter und Familienstand, wie auch ihres Gehaltsanspruches bis spätestens 30. Juni 1921 an den gefertigten Vorstand einzusenden. Der zu Akzeptierende hat sich einem sechsmonatigen Probedienste zu unterziehen. Bratislava, den 29. Mai 1921. Der Vorstand der orthodoxen isrselitischen Kultusgemeinde. Die Presover (Eperjeser) aut. orth. isr. Kultusgemeinde sucht per sofort einen tsmtt* ni£1>, .der zugleich ein PlWÖ und vorzüglicher anip nSl£D b$2 sein soll. Betreffende müssen von drei anerkannten orthodoxen Rabbinern fYD2p über ntOTO und mpM besitzen. Gehalt laut Uebereinkommen. Gesuche nebst Angabe des Alters und Familienstandes sind an den gefertigten Vorstand einzusenden. Spesen werden nur dem Akzeptierten rückerstattet. Presov (Eperjes) in Slovensko, am 22. Mai 1921. Ludwig Ganz Notar. Emil Hartmann Präses. Die orthod. israelitische Gemeinde zu Szerednye sucht per sofort einen 2'"K2? und vorzüglichen nbsn Honorar laut Uebereinkommen. Wohnung und Naturalien. Reflektanten, die von drei anerkannten orthodoxen Rabbinern Zeugnisse besitzen, wollen ihre Offerte unter Angabo ihres Alters, bisherigen Wirkens und Familienstandes an Gefertigten einsenden. Zum Probevortrag werden nur die Berufenen zugelassen und die Reisespesen nur den Akzeptierten vergütet. Szerednye, 13. Juni 1921. Elias Sternhell Präses. mir der Zeugnisse von anerkannten, streng orthodoxen Rabbinern und entsprechende Uebung und Erfahrung besitzt, wird aufgenommen. Bewerbungsgesuche mit genauer Angabe des Alters, Erziehungsganges, Familienstandes, der bisherigen Verwendung sowie der Gehaltsansprüche sind an den gefertigten Vorstand zu richten. (Zeugnisabschriften sind beizulegen.) Wien, am 4. Siwan 5G81. Der Vorstand der Adas Jisroel (Schiflfschul) Wien, IL, Große Schiffgasse 1.

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