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Jüdische Presse · 1921-03-04 · 8 (4.3.1921) · page 6

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Journal
Jüdische Presse
Volume
7 (1921)
Issue
8 (4.3.1921)
Date
1921-03-04
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 60 JÜDISCHE PRESSE Nr. 8 AGUDA- JUGEND GRUPPE. Palä$tinar*ferat, gehalten von Herrn A. S. Schreiber in der Bratislayaer Jugendgruppe. Schon im Monate März des vorigen Jahres, gleich nach <ier Konstituierung der Jugendgruppe Bratislava, entfaltete die Palastinasektion ihre Tätigkeit und ist dies die erste Aktion, «it welcher die Jugendgruppe ihre soziale Arbeit begann. Im April 1920 wandte sich die Palästinasektion mit einein. Rundschreiben behufs Zusarhmenschreibung der in der Slowakei weilenden Palästinenser Flüchtlinge an sämtliche Rabbiner und Gemeindevorstände. Es wurden seither zirka 100 Flüchtlinge in mehreren Transporten heimbefördert. Diese Tansporte erheischten viel Mühe, wie auch ansehnliche finanzielle Mittel. Es wurden in erster Reih« die nötigen Reisespesen, welche in ausländischer Valuta zu entrichten waren, und Beträge für verschiedene Unterstützungen, wie zum Beispiel die Maschinenaktion, Bequartierungen, aufgebracht. Nicht in letzter Reihe sind es die Schwierigkeiten, die wir bei der Beschaffung verschiedener Visa zu überwinden hatten, welche auch in Betracht zu ziehen sind. Die Sektionsleiter scheuten diesbezüglich keine Mühe und unternahmen mehrere Reisen nach Prag und Wien. Demgegenüber kann mit Genugtuung festgestellt weiden, daß diese unsere Arbeit vom Publikum gehörig gewürdigt und unterstützt wurde. Größere Subventionen erhielten wir vom r Kuratorium der vereinigten tschechoslowakischen, österreichischen und magyarischen Judengemeinde in Palästina*, ferner von der hiesigen Ortsgruppe der Agudas Jisrol, für welche wir auch auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank aussprechen. Unsere vollste Anerkennung und Dank den hiesigen englischen und österreichischen Konsulaten, bei welchen wir zu jeder Zeit das größte Entgegenkommen fanden. Daß wir auf diesem Gebiete so Ersprießliches leisten konnten, ist hauptsächlich das Verdienst unseres besonders agilen Mitgliedes, des Herrn Franz Fischhof, der derzeit in Wien weilt, nnd sprechen wir ihm auf diesem Wege für seine Mühe die vollste Anerkennung aus. Es wurde mir die Ehre zuteil, Ihnen über die bisherige Tätigkeit der hiesigen Agudas Jisroel-Jugendgruppe in Kürze zu referieren. Silbe konstituierte sich am 10. April 1920. Vom Anbeginn an stehen wir auf dem Standpunkte, positive Arbeit zu leisten und uns weniger mit Politik zu befassen, da das nicht unsere Aufgabe, sondern die unserer Führer ist. Die Ziele der Aguda : „Die Lösung der jeweiligen Gesamtheitsaufgaben im Geiste der pHTl" vor Augen haltend, waren wir stets bestrebt sowohl auf kulturellem, wie auch auf sozialem Gebiete nplfin ftP nft""l!"D zu wirken. Indem dieses Bestreben rein ^"^7 war, ist uns auch die Hilfe zur Seite gewesen, der, wir es verdanken, daß wir trotz unseren schwachen Kräften Schönes zu leisten imstande waren. Und das wir heute speziell als Jugendorganisation sozusagen der einzige Faktor sind, mit dem in der Oeffentlichkeit gerechnet wird. Ob wir den richtigen Weg gewandelt, überlassen wir dem Urteile der geehrten Mitglieder. Das verdienstvolle Vorstandsmitglied und Leiter des Arbeitsausschusses der Agudas Jisrrjel-Jugendgruppe, Wien, Herr Samuel Stern, weilt seit kurzer Zeit in Frankfurt a. M. und nimmt während seines Dortsems im Auftrage der hiesigen Jugendgruppe Gelegenheit, die deutsche Jugendorganisation zu studieren und die Möglichkeiten eines innigen Zusammenwirkens wahrzunehmen. Vortrag des Herrn Thumim. Samstag, den 26. d., fand im Lokale der Aguda Jugendgruppe in Wien ein Vortrag des Vorstandsmitgliedes der Wiener Aguda-Zentrale, Herrn J. Thumim, statt. Ein zahlreiches Publikum hatte sich eingefunden, um den beredten Dolmetsch des Aguda-Gedankens zu hören, und zollte den glänzenden mit schöner Homiletik gewürzten Rede lebhaften Beifall. Herr Thumim entwickelte in diesem Vortrage seine Idee, die er als das Programm der Aguda erfüllt sehen will, daß die Thora der Leitstern für das ganze soziale, wirtschaftliche, politische Leben sein muß. Auch jede profane, private, politische oder soziale Handlung muß wie eine Erfüllung des Thoragebotes empfunden werden. Unsere Politik sei von der Thora diktiert. Garn joschwu Ssorim bi nidboru, auch dann wenn ich im Rate mit Fürsten sitze — awdom jossiach bechukecho gilt mir es auch nur als eine Erfüllung eines Thoragesetzes. Redner sprach noch in geistreicher Weise über den Schekel, der, wenn er noch im Thorageiste geübt würde, bewirken würde, daß „lo jihje hohem negef", daß es keine Pogrome und Judenhaß gebe. Die Jugendpruppe hat mit diesem echt jüdischem Vortrage einen erfolgreichen Abend mehr zu verzeichnen. Vortrag Oberrabbiner Reich. Irn Rahmen einer Veranstaltung der Agudas Jisroel-Jugendgruppe, Baden, sprach Sr. Ehrw. Herr Oberrabbiner VV. Reich über das Thema: „Das Schaltjahr". Ausgehend von dem Satze hachodesch hase jihje löchern, der für alle jüdischen Gesetze. Freuden- und Trauertage bestimmend ist, hob Sr. Ehrw. die Notwendigkeit der Kenntnis der Berechnung des jüdischen Mondjahres hervor. Sodann erklärte der Vortragende in gemeinverständlichen Worten das Verhältnis des jüdischen Mondjahres zum Sonnenjahr in einer schön aufgebauten Rede, die jedem Laien dieses schwere Problem verständlich machte. In sehr interessanter Weise verglich der Vortragende dann das Schicksal Israels mit den Mondphasen. Sr. Ehrw. wies dann darauf hin, daß sich viele Entdeckungen der heutigen Astronomen schon im Talmud angedeutet vorfinden, so zum Beispiel die Rechnung nach Lichtjahren, einer Berechnung der modernen Astronomie, die schon im Talmud in den Worten: Vtt DTtDB) Hifc p'H rpnb p»n p vorkommt. Zum Schluß ging.Sr. Ehrw. zum Kidusch hachamo über, der im Jahre 1927 stattfinden wird und welchen wir hoffentlich schon mit Bias hagoel im Erez Israel feiern werden. Der Vortragende erntete durch seinen Vortrag, der jedem eine Fülle des Interessanten brachte, stürmischen Beifall. Agndas Jisroel-Jugendgruppe, Wien. Die geschätzten Mitglieder werden gebeten, den Mitgliedsbeitrag für das Jahr IQERF\—1921 mittels, des ihnen zugesandten Erlagscheines ehestens einzahlen zu wollen. Wir ersuchen, mit Rücksicht auf die stets steigenden Kosten, den Mitgliedsbeitrag entsprechend bemessen zu wollen. Die L eitung der Agudas Jisroel-Jugendgruppe . Wien. Geehrte Redaktion! ich gestatte mir, mich nochmals an die Oeffentlichkeit zu wenden und um Unterstützung in meiner Not zu bitten. Ich bin in meiner 19jährigen Haft arbeitsunfähig geworden und habe noch einen Bruder zu unterstützen, der eine kranke 84jährige Schwiegermutter zu erhalten hat. Man hat schon den Fall Ililsner vergessen und überläßt mich der Not. Ich bitte um Veröffentlichung dieser Zeilen hochachtungsvoll Leopold Hüsiier. :# flaudas 3i$rocl']uaen<ldrut)pe. Wien, II., Obere DonaustralJe 69. Jugendgruppe: Direktor David Schlesinger K 50, Direktor David Schlesinger Briefmarken, Daniel Bonyhndy (Salzburg) 25, Benzion Blech 20, Abraham Weinstein 50, Fritz Atlas 50, Alfred Stroh 300, Elenier Felsenburg 100, Julius Neuinann 50; zusammen K 645. Machsike Loimdo Thoire: Bela Spiegel (Salzburg) auf Veranlassung des Herrn Daniel Bonyhadi (Salzburg) K 50. ünterrichtsausschuß: Benschen-Erlös bei der geselligen Zusammenkunft am 12. und 14. Februar K 3200, Büchsengeld 500; zusammen K 3700. Krankenfärporge: Sandor Adler (Wochenbeitrag) K 50. Soaiale Fürsorge : Oskar Weinreb (Wochenbeitrag) K 100. Agudas Jisroel-lftädclungruppt. Hfidchengruppe: Sammlung durch Frl. Rosa und Lüh* Braun K 1000. Krankensektion: Sammlung durch Frl. Rosa and Lilli Braun K 1000. leren Eres Jisroel: Leiser Altmaim (Brünn) durch Rabb. Markus Friedmann K 7450. Verein „Tiferes Bachurim": Durch H. J. B. von Gustav Freund K 1000. Verein Tomehe Thora: Naphtali (Basel) K 3000, Abraham Sduittner (Wisnica) 1000; zusammen K 4000. Kriegswaisenfonds der Agnda* Jisroel: Isaak Frenkel durch Schreiber K n00. Palästinazentrale der Agndas Jisroel für Flüchtlingsrepatriiernng: Frederic Ratzersdorf Hfl. K 244. Für die Aguda: Ludwig Fischer anläßlich der Hochzeit seiner Tochter mit Herrn Schönblüh K 200. Preßfonds: Direktor David Schlesinger K 50, Simon Felsenblirg 10; zusammen K 60. S. Führer Briefmarken. Jüdische Leihbibliothek der Agudas Jisroel-Jugendgruppe Presov. B ü c h e r s p e 11 d e n: Frau Dr. S. Lieben (Prag) 8 Israelitbande, Jahrgang 1905, 1906, 1907, 1909, 1910, 1912, 1913, 19U und 12 kleinere Hefte. Gesammelt durch Herrn Adolf Freireich und Julius Holländer: Frau Rabbiner Fischer 1, J. Eisenstadter 5, Heinrich Fischer 1, Frl. Etelka Jordan 2, Frl. Eva Klein 2, Frl. Uka Roth 2, Frl. Frida Trattner 1, Herr Hermann Müller 1, N. N. 2, Heinrich Schwarz 2, Samuel Reiner 3. Brüder Ackermann 1, Armin Diamant 2, Frau Samuel Holländer 2, Ehrlich (Palocsa) 3, Dr. Fülöp Kraus (Nyeregyhäza) 1; zusammen 51 Bücher. Geldspenden: Frau Simon Müller Kc 30, Frau J. Bunczel 25, Herr S. Amsterdamer 5, gesammelt durch Frl. Lenke Niväsch und Margit Luchs 103, durch Herrn D. Ackermann 32-70; zusammen K6 195'70. Gesamtsumme der Spenden: K 19.999, K6.195-70. .Personalia. Verlobungen. Elvira Sonnenschein — Dezsö Klopfer (Budapest). Teri Weinberger (Zala Egerszeg) — Desider Hausner (Budapest). Geburten. Alexander und Risa Eppler (Budapest), ein Mädchen. Emil Nussbaum (Baschitz), einen Sohn. Geburtstagsfeier. Prof. Bernhard Dessau, Berliner Violinvirtuose, (>0 Jahre, 1. März. Emanuel Singer, Redakteur des „Neuen Wiener TagblaUes*, 75 Jahre, 24. Februar. Todesfälle. Jeanette Rosenfeld, 'geb. Konigsberger, 77 Jahre, Berlin. Elise Cohen, geb. Hattendorf, 85 Jahre. Osterholz-Scharmbeck. Sanitätsrat Dr. Max Gottberg, öß Jähre, Charlottenburg. Bernat Reiss, 73 Jahre, Budapest. Witwe Franz Blumenlal, 63 Jahre, Budapest. 1 O r t. ' Sahbateingang' Sabbatausgaiiff 4. Marz 5. März Bratislava....... 581 «•16 Budapest......... 524 609 6 14 Klausenburg........ 505 550 Großwardein ...... 511 566 Nitra............. 614 Szatmav.......... ----; 508 5-53 Szigef............ .... 504 549 6*59 1 Wien ............ ....: 5 35 620 Zagreb (Agram) . . . .... ö'4f) 631 In Jerusalem ist um 1, 6 Stunden früher Sabbatteiu^amr als in Wien; in Bukarest um 38 Minuten; in Warschau um 25 Minuten; in Moskau um 1-35 Stunden; in Riga um 44 Minuten früher. — In New York um 6 05 Stunden später als in Wien; in Paris um 54 Minuten; in London um 1 Stunde, in Mailand um 18 Minuten; in Zürich um 20 Minuten; i.i Berlin um 6 Minuten später. fr^tefcfrfifsSfs '^s4H^oß^, I 2$^K<&&P-1 U>^i0>^s^f)f'^ I t%i%^%yfö 1 S. Aschkenasy. Als Jahrzeit des Chawot-Daas ist im „Dew*i jom bejomo" (der sich dabei auf Dor we dorschow beruft der 25. Adar angegeben. Nach Ihrem Schreiben wäre diese Jahrzeit am 25. Ijar. F. in Ta. Kurz, in einigen Gemeinden haben die Anhängt der V. J. P. durch die Bank jüdischnational gestimmt. Eigentum einer Societät. — Verantwortlicher Redakteur für Deutschösterreich: Jakob Deutsch. Für die Tschechoslowakei: Heinrich Schwarz. — Druck: Genossenschafts-Buch druck erei. Wieu, VIII, Hernalser Gürtel 20. — Telephon Nr. 19.772. Die Redaktion Ubernimmt keine Verantwortung bezüglich des Kaschrus im Annoncenteile und ist es Sache der Leser, sich zu informieren. Adas Jisroel (Schiffschul), I!., Große Sriiiffgasse 8. Gebetstunden: 25. Adar I. bis 1. Adar II. Samstag 'B Morgengebet 6'45 und 0-30, Mincha 12-15 und 3-S0. 1 An Wochentagen: Morgeqgebet 6*80, Mincha 5-30. Herr Moritz Rublnstelm Sohn des Rabbiner Buh. Preßburg. Frl. Irene Goldstein Neutra Anläßlich derVerlobung unseresVorstandsmitgliedes Herr M. Rubinstein mit Frl. Irene Goldstein wünscht die Agudas Jisroel Jugendgruppe Preßbürg ein herzlichen Maseltov. Die Agudas Jisroel Jugendgruppe, Ba^Bii, spricht Sr. Ehrw. Herrn Oberrabbiner W. Reich ihren wärmsten Dank für seinen interessanten Vortrag au*. Für die Leitung: Salaman Perlstein. KONKURS. Der n"V)fi TDöbn Verein Sabinow (Slowakei) sucht einen tüchtigen "Hö^jfi, der einen gründlichen Unterricht in tyfifl D"im 3 geben kann. — Gehalt Kc 1000-— monatlich Bewerber wollen Zeugnisse über ihr bisheriges Wirken unrt Familienstand an Gefertigten ehestens einsenden. 3-2 Adolf Händler« Vereinspräses. Küchen - Wirtschafterin für Restaurant Kassierin für Selchwarenverkauf Buchhalter für Bureau, bewährte Kralle mit Praxis, werden akzeptiert von Restaurant ,Wienea' Wien, II., Obere Donaustr. 91 Konditionen: ganze Verpflegung. — Gehalt nach * Uebereinkommen. » Hönyünyomda mvtitit elvällalna 15 ev rita öiuilto könyvnyomdüsz es papirken.w kedö. —Perfekt magyar, aeiuet es lieber. Az összes könyvnyomdai munkäk elvällaläsäban es elkeszites6ben, valantiut a papirszakmäban tökele.'es szakember. — Cim a Uraf.islavai kiadöhivatalban. Suche einen Lehr burschen für Druckerei wo Sabbath und Feiertage gehalten werden, selber midi wenigstens zwei Mittelschulen absolviert haben und der slowakischen, deutschen und ungarischen Sprache mächtig sein. — Offerte bitte an Adresse: Buchdruckerei Blayer StardLubovna, Spisskaiupa Die Mädchengruppe der Agudas Jisroel dankt auf diesem Wege Herrn Samuel Braun, II., Leopoldsgasse 31, für den ihr gütigst zur Verfügung ♦ gestellten Kasten. « DULDNER UND DEUTSCH SeideniM-Band u. Modistenaptikel Wien, VII., Neubaugasse 10. Täglicher Einlauf von Neuheiten.

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