Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 6 (1920)
- Issue
- 25/41 (31.12.1920)
- Date
- 1920-12-31
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 JÜDISCHE PRESSE Nr. 25/41 werden, es wird wieder zum^G-ttesstab. Wenn sie auch nicht dem ersten Zeichen, das Moses ihm gab, geglaubt haben, ein 2weites Mal wird es gelingen. Was dem Volkshelden Moses allein mißlungen war, im Verein mit dem Priester Aaron, dem Repräsentanten des G-ttesgedanken, muß es gelingen. Nochmals verläßt Moses den Fürstensitz um in die Niederungen Goschens hinabzusteigen. „Und es war auf demselben Wege, in derselben Herberge ..." Da wird die große Seele nochmals ron dem Krämpfe widerstreitender Empfindung erschüttert, und als der Ewige ihn vorwärts drängt, da fleht ihn Moses zum ersten Male, wie später so oft an, ihn doch zu töten. Als Zipora da« Kind in den Bund Abrahams einführt, da erhebt sich der gebrochene Geist und Moses läßt ab von dem Ewigen und tritt den Weg nach Mizraim an. Moses sieht seinen Schüler Pharao wieder. Wenn er ihm Aug' in Aug' gegenübersteht, sjegt die Macht der einst so angebeteten Persönlichkeit des Meisters; wenn die suggestive Erscheinung Mosis' verschwunden ist, wird der Schwache ein Opfer der Einflüsterung seiner Diener, und er zürnt sich selbst ob seiner Schwäche gegenüber dem Iwri. Auch der zweite Gang Moses', der schon im Namen des Ewigen geschieht, scheint zu versagen. Das erfolganbetende Volk wendet sich mit wütenden Anfeindungen gegen Mosis, der die riesige Kluft erkennt, die sieh zwischen Führer und Volk auftut; »Warum hast Du dieses Volk so schlecht gestaltet — warum hast Du mich gesendet?* — und ein versölinender Schluß, eine himmlische Verheißung, schließt die Sidra. Aufruf. Es ist meine Absicht,, s. G. w. die Responsen . (r\'W) meines verewigten Schwiegervater Sin y-o b*xi «Ktt-ims 2"b nniö ddiiödh pari HST gemäß seinem letzten Wunsche dem Druck zu übergeben. Daher ersuche ich alle Schüler und Verehrer b'1 pK3n Tltt bw, mir in meinem Vorhaben behilflich zu sein und das Werk zu pränumerieren, damit ich eine annähernde Uebersicht über die Anzahl der herzustellenden Exemplare erlange. Gefällige Pränumerationserklärungen sind an meine nachstehende Adresse zu richten: Rabbiner S. Kaiisch, Bratislava (Tschechoslowakei), Schloßstraße 66. Die jüdischen Zeitungen im Auslande werden ersucht, diesen Aufruf nachzudrucken. fff Spendenausweis. t!§^ mm eingesendet. Eth ledaber. Die Orthodoxie, welche für die Erhaltung der Thora Und des religiösen Geistes sorgt, möchte ich auf ein aktuelles Uebel unter den jüdischen orthodoxen Mädchen aufmerksam machen. Vor Fasching schicken viele orthodoxe Eltern die Mädchen in die Tanzschulen, um für die bevorstehenden Faschings-Bälle und -Redouten die modernen Tänze zu erlernen. Schon die Tanzschulen als solche korrigieren die Devise des Psalmisten rvfclTD ÜHIPD in rv6irüB DJ?" D^TD, geschweige erst die Bälle . .. Sapienti sat. Die allgemeine Moral hat leider durch den Krieg sehr viel gelitten. Es ist traurig, die Erscheinung der D^1S3, wie das Menschliche im Menschen sinkt, mitanzusehen. — Die berufenen Faktoren mögen diesem Uebel schleunigst vorbeugen und trachten, orthodoxe Mädchen mit Unterhaltungen und Vorstellungen im jüdisch-traditionellen Geiste zu amüsieren. Wien, II., Große Sperlgasse 40, 9. Josef Weiß. Jlguda^ugendgruppe. Vortrag- Dr. Kohn. Samstag (Scheinos), V2 4 Uhr nachmittags, hält Rabbiner Dr. Kohn im Lokale der Jugendgruppe Wien einen Vortrag. Die Unterrichtssektion der Jugendgruppc beabsichtigt die Gemoroh Schiurim auszugestalten, und zwar in der Weise, daß gleichwert Vorgeschrittene beisarnen lernen können, um nicht durch die Anfänger zurückbleiben zu müssen. Bis nun wurde allabendlich TOPS mit "»BH und dazugehörigen möDin für Anfänger und fDttf für Vorgeschrittene gelernt. Nun gedenkt die Unterrichtssektion auch zweimal wöchentlich filMlD zu lernen und ladet alle Interessenten zu einem fQtP den 1. Jänner 1921, 7 Uhr abends, im Lokale der Jugendgruppe stattfindenden &obtt1 JTibö ein, wo jedes Mitglied, welches ernstes Interesse bekundet, an unseren Gemoroh Schiurim teilnehmen zu wollen, sich diesbezüglich aussprechen kann. Die Uiiterrichtssektion. Der Landesverband der Agudas Jisroel der Slowakei macht zwecks Vermeidung von bereits geschehenen Mißverständnissen auf diesem Wege aufmerksam, daß Agudas Am Jisroel (der hebräische Name des „Jüdischen Volksverbandes") nicht mit der Agudas Jisroel zu verwechseln ist. üguaas Disroel-ÜHöcndgruppe. Wien, II,, Obere Donauslraße 69. 1. Jngendgruppe. Gesammelt durch Fräulein Kohlmann bei Hochzeit Freund-Schlesinger: Klara Hofbauer K 100, Max Freund 200, Nathan Kohlmann 200, Josef Schlesinger 100, Moritz Schlesinger 100, Adolf Schlesinger 50, Rosa Schlesinger 100. Bach 50, Grünwald (Budapest) 100. Sam. Lemberger 40, David Lemberger 100, Dr. Alt 40, Pleß r>0, Meier Freund 100, Bruno Schlesinger 50, Diverse Spenden 130, Beno Schreiber 50, Dr. Siegfried Schlesinger 20, Moritz Rubinstein 20, Josef Freund 20, A. Schön (durch Ph. Feldheim): zusammen K 1640. 2. Jeschivo-Aktion: Karl Salzer K 1000, gesammelt bei Hochzeit Rost-Schiff 2100 und 100 (ung.), Siegmund Schreiber 50: zusammen K 3250. 3. Krankenfürsorge: Sandor Adler (Wochenbeitrag) K 50. 4. Soziale Fürsorge: Oskar Weinreb (Wochenbeitrag) K 100, Juwelier Rausnitz (durch Maier Schreiber) 200: zusammen K 300. 5. Unterrichtssektion: Nathan Hofbauer K 100, Dr. Josef Flesch 50; zusammen K 150. Weitere Geldsendungen sind zu richten auf Postsparkassenkonto Nr. 170.176 für „Jugendgruppe" und mit dem ., Sektionsvermerkoder an Herrn David Baumgarten, II., Herminengasse 13. Jlgudas Sisroel-ltläacbengruppe. Mädchengruppe. N. N. durch Fräulein Elsa Strauß K 300. „Keren Erez Israel". Palästinafonds der Agudas Jisroel, Wien: Josef Samet K 50*—, Samson Weiß 100, J. Jakob Rosen 200, Ludwig Fischer 20, Siegmund Fürchtegott 50, David Spitzer 100, Ignaz Adler (Graz) 100, Abraham Frenkel 1000, Kwarzeigel 100, David Frenkel 18, Chaim Karmel 324, S. Kohn 1000, Morgenstern 72, Abraham Hornstein 5000, Chaim Hornstein 1800, A. Margulies 500. A. Eliasz 100, D. Schaye (Baden) 50, S. Lewin 200, U. Tauber 20, Gh. Karmel 100, Nathan Kollmann 100, Samuel Schreiber 50, M. Schwarz 50, Isidor Ratzersdorf 100, Frau Lunzer 50, Paul Katzov 100, Rabb. Frenkel 10, Benjamin Griffel 200, Bloch und Fr. 200, Rabb. Sternhell 36, Arnold Lemberger 10, Wolf Pappenheim 324, Abraham Schreiber 50, Benjamin Felsenburg' 1000, S. Horowitz - durch Rabb. Friedmann 2000, David Kurzmann (Krakau) 1000, Schabse Weisz (Schulfonds) 100, M. Kohn (Leipzig) 800, Nachmen Ettlinger (Paris) durch Rabb. Friedmann 150, Ch. Sch. Biegeleisen 2200: zusammen K 19.434. Telegrammablösungen Dr. Kohn: Rabb. Nachem M. Friedmann K 100, Rabb. Beer Friedmann 100, Rabb. Gh. A. Friedmann 100, Rabb. Twersky 100, Morgenstern 50; zusammen K 450. ■f Preßfonds. Karten:, S. Bürger Graz K 10, Ludw. Grünwald (Budapest) K 40, Sch. M. (> Dinar, 3 Lire (K 140); zusammen K 190. Anmerkung. Die in der letzten Nummer ausgewiesenen Kc" 50 sind nicht von dem Mewaksche Thora-Verein selbst, sondern von Herrn David Kastner gespendet worden. * Flüchtlingsaktion der Agudas Jisroel, Bratislava. Hochzeit Fischer-Duschinsky K 292, Berta Hirschmann 100, Orth. Zentralkanzlei 3000, Kann Max 500, Joint (Beitrag zur Agudaaktion) 1902, Kohn Vilmos 100, Orth. isr. Kultusgemeinde 1000, Kastner Lajos und Weisz Jozsef- 200, Pappenheim Isidor 100, Aguda Jugendgruppe 1000, Steinfeld (Wien) 150, Glaser Adolf 200, Kuü'ler 30, Popper Geza 50, Rosenbaum Dani 550, Szonyi 50, Adler Simon 20, Sidon Josef 50, Kann Rosa 10, Hofbauer Simon 100, Leitner (Pystyan) 100, Hauptmann M. (Wien) 120, Rosenbaum Zsiga 100: zusammen K 7822 (exklusive ,Joint"). Machsike Lonide Thora: Sammlung Joel Bar- Lasch K 40, Jakob Barbasch 10; für Bibliothek: Moses Biegeleisen K 1380, Jakob Teitelbaum 1000, Get/.el Beek 300, Schabse Seidmann 700. Simon Schreiber 300; zusammen K 3730. Gesamtsumme der Spenden: öst. K 29.134 und Kc 7822. Gesamtsumme der Spenden im Monate Dezember öst. K 555.875-60, Kc 10.142, poln. Mk. 500. Totalsumme der im ersten Quartale (I. Oktober bis 31. Dezember 1920) ausgewiesenen Spenden der Aguda öst. K 1,619.317-60. Kalendarittith Tag .Sonntag (Tewes j Janneri; Montag i!! Dienstag i i j Mittwoch : Donnerstag Freitag Snbbath 26. (! Tod Beth-Üillel (Salkowa; 545)0 — Tod Jad Joppef r>r»H7 Vertreibung1 der .Inder, aus Portugal r,297! Brandkatastrophe in Frankfurt, ' daroh Verhaftung des Rabb; ' Naphtali Kohen r>471 und dessenTod5479mKoni'anthi- ' opel Samaritaner verlangen von : Alexander dem Grollen die Zerstörung des Mikdasch - Verlreibung aus Wien 5-r.0.rt l Teknfa—Schowewim-Fasten2! — 3 Könige Tod des Gr Zwi (Brodv) :>62<> Tod Habbi Eliezer ben Elkono 1 (Cüortkow) 5554 Woere — Rosch-Chodeörti- Benschen — Freudentag \v<- gen Auszug der Saddukä««;- aus dem Synhedrion Personals*. Verlobungen. Gisela Weinberger (Piestany)—Franz Grünwald fDunajsU Streda). Henriette de Jong—Simon Fresco (Den Haag). Jakob Gottesmann (Wien)—B. Schapira (Sasztawna). Hochzeiten. . Klsa (Moritz) Wilhelm—Moritz (Gabriel) Duscuinskv. 26. Dezember. Orthodox israelitischer Tempel. PreUburg. Meyer de Haan—Penina Oridenvijzer. Amsterdam. 30. Dezember. Lola Rost—Benjamin Schiff. Wien, 28. Dezember. Geburten. David Breuer (Wien-Oedenburg), einen Sohn. Todesfalle. Frau Rabbinerin Ida Ehrentreu (München). Josef Rosenblatt (Szatmär), 78 Jahre. Israel van Gelder, 97 Jahre, Borne (Holland). Israel Ch. Towiow (Riga), hebräischer Schriftsteller. GS Jahr.-. Rabbi Jakar Josef Chaim Schabak, Chacham von Bagdad. Simon Pataki, Lehrer der staatlichen Handelshochschule m Szeged, 62 Jahre. Das Auswärtige Amt und die Notwendigkeiten seiner Reorganisation. Von Kuno Tiemann. Berlin, E. Berger & Gie. 42 S. Preis Mk. 2-50. Lesenswert und beachtenswert vom Anfang bis zum Ende. Ob das Buch bei einer sicher zu erwartenden Neuauflage nicht gewinnen wird, wenn die Pikanterien der persönlichen Dinge wegblieben, mag dahingestellt sein. Die Frage der Imponderabilien in der Politik (vergl. S. 20 ff) verdienten eine eingehendere Behandlung. Es dürfen eben nicht nur reelle Werte bei der Politik in Rechnung gestellt werden. eingelaufene öücner/ Eeisen eines Naturforschers im tropischen Südamerika. Fahrten in Columbien und Venezuela. Von Prof. Dr. Otto Bürger. Zweite, wesentlich umgearbeitete und ergänzte Auflage, mit 33 Abbildungen und vier Tafeln. Leipzig, Dieterichs Verlagsbuchhandlung m. b.H. 1919. Geh.Mk. 20-—, geb.Mk.27- . Moskau 1920. Tagebuchblätter. Von Dr. Alfred Goldschmidt. Ernst Rowohlt-Verlag, Berlin W 35. Pazifistische Kinderwelt. Beiträge zur Gesinnung— bildung unserer Kleinen. Herausgegeben von 0. Volkart (Luzern) und Anni Röttcher-Mertens (Stuttgart). Mit Buchschmuck und Illustrationen von Else Stroh (Heilbronn) und Paul Christaller. Schattenrisse von Frida Ghristaller (Stuttgart). Verlag „Friede durch Recht" vormals Buchhandlung der Deutschen Friedensgesellschaft. Stuttgart, Werfmershalde 1<H p. Der Todesgang des armenischen Volkes. Bericht über das Schicksal des armenischen Volkes in der Türkei während des Weltkrieges. Von Dr. Johannes Lepsius, Vorsitzender der Deutsch-Armenischen Gesellschaft. Zweite, vermehrte Auflage. 22. bis 24. Tausend. 1919. Tempel-Verlag, Potsdam. Damaskus-Atlas und Neues aus Syrien. Von Hau* v. Kiesling. Dieterichs Verlagsbuchhandlung m. b. 11. Leipzig 1919. Geh. Mk. 9-—, geb. Mk. II*—. Erinnerungen. Von Ludwig Thoma. Albert Langen. München. Führer durch das Schrifttum des deutschen Sozialismus. Von Ernst Drahn. Zweite vermehrte und verbesserte Auflage. Preis Mk. 4*25. Verlag für Sozialwissenschaft. Berlin SW 08, LindenstraÖe 114. Nonni. Von Jon Svenssohn. Erlebnisse eines jungen Isländers, von ihm selbst erzählt. Mit zwölf * Ausführlichere Besprechung vorbehalten.