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Jüdische Presse · 1920-12-24 · 24/40 (24.12.1920) · page 7

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Journal
Jüdische Presse
Volume
6 (1920)
Issue
24/40 (24.12.1920)
Date
1920-12-24
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Mr. 24-/40 JÜDISCHE PRESSE Seite 7 «s ist dir beschieden, wenn deine Jahre sechzig erreichen werden, an dieser Stelle, eine erhabene Urkunde der höheren Weisheit zu finden.' Und nun ist die Zeit erreicht und ich habe noch nichts gefunden, wenn nicht die (vorher) gehörten Worte eben jene Weisheit bilden. Er sagte aber auch: ,Es wird eine Flamme zwischen deine Finger streichen, dann wird dir alles wieder entrissen sein.1 Und ich fragte: .Woran erkennst du dieses, Vater?4 Sagte er: ,An diesen beiden Vögeln, die dein Haupt überschweben.1' Während er aber so erzählte, fand Rabbi Josse sich plötzlich vor einer Höhle und erblickte ein Buch: das war am Ende der Höhle in eine Felsspalte gesteckt. Als er es hervorzog und öffnete, sah er jene zweiundsiebzig heiligen Buchstaben, welche dem ersten Menschen anvertraut worden waren denn durch sie ward ihm Erkenntnis aller Weisheit von den heiligen Wesen der Höhe und von denen, deren Aufenthalt hinter der „Mühle***, die sich wfilzen unter dem Vorhang der erhabenen Sphären — und erkannte er alle Dinge, die kommen sollten über die Menschen bis zur Zeit, da eine Wolke vom Westen sich erheben und die Welt verdunkeln wird. Er rief den Rabbi Jehuda und sie begannen beide in der Urkunde zu lesen. Es reichte aber nicht, daß sie zwei oder drei Seiten gelesen hätten von jenen /eichen und der erhabenen Weisheit inne wurden, und sie gerieten erst langsam an die Geheimnisse des Buches, und wie sie so miteinander davon rodeten — kam plötzlich eine Flamme und ein Windstoß, und das Buch war aus ihren Händen verschwunden!) Da weinte Rabbi Josse und sprach: „Wehe, vielleicht war eine Schuld in uns! Oder wir sind überhaupt nicht gewürdigt, davon zu wissen!" Als sie zu Rabbi Schim'on kamen und ihm erzählten, was ihnen begegnet, meinte er: »Vielleicht waren es Dinge der Messiaszeit, von denen euch die Zeichen Kunde gegeben?" Und sie sagten: „Wir wissen es nicht, denn wir haben alles vergessen!" Da fuhr Rabbi Schim'on fort: „Nicht ist es der Wille des Allheiligen, daß zu viel der Welt geoffenbart werde. Wenn es aber nahe sein wird den Tagen des Messias, werden .kleine Kinder Schätze der Weisheit heben und Ziele und Wege darin kennen und allen Menschen werden sie offenbar werden. Darauf bezieht sich der Schriftsatz (Zephania, cap. 3, v. 9): „Denn damals werde ich verwandeln den Völkern die Sprache in eine geläuterte..." Was heißt das „damals"? Zu jener Zeit, da die Gemeinschaft Israels aus dem Staube erstehen, da der Allheilige sie aufrichten wird. Wie es heißt: „Ich werde verwandeln den Völkern die Sprache in eine geläuterte, daß sie alle anrufen werden den Namen des Herrn und Schulter an Schulter Ihm dienen." Eingelaufene Bücfter.* Jeschurun. Monatsschrift für Lehre und Leben im Judentum. VII. Jahrgang. November-Dezember- .Heft. 136 Seiten. Oktav, mit hebräischem Teil. Verlag des sJeschurun6, Berlin N. 24, Linienstraße 147. Abonnement Mk. 40*—. Inhalt: Thora und Wissenschaft, aus einer Rede zur Eröffnung des (48.) Wintersemesters am Hildesheimeriscbeh .Rabbinerseminare vom Rektor Prof. Dr. D. Hoffmami. — Nachwort des Herausgebers. — Der neueste Ansturm gegen die religionsgeschichtliche Stellung Israels, beurteilt von Geheimrat Ed. König (Bonn). (Gegen Delitzsch, „Die große Täuschung".) — Aus dem Leben der Schule. Von Dr. .1. Heinemann (Breslau). — Vom religiösen Gesinnungsunterricht. — Von den Aufgaben des jüdischen Schriftstellers . Von Dr. Oskar Wolfsberg (Berlin). — Zum Wochenabschnitt „Wajeschew". Von Rabbiner Dr. Josef Cohn (Leipzig). — Die Kreisberechnung in Bibel und Talmud. Von Dr. S. Halberstadt (Berlin, zurzeit Kowno). Der Schophar in den sibirischen Wäldern. Von Mordeehaj Katz. Aus dem Jüdischen übersetzt von Dr. Bleichrode (Berlin). — Ueber den Begriff der Elte im Judentum. Von Rabbiner Dr. Daniel Fink (Berlin). — Etwas über den Stil des Ramban. Von Rabbiner Dr. J. Maarsen (Amsterdam). — Beitrüge zur Bjbelexegese.*** — Die Schriftanslegung R. Akibas. Von Rabbiner Dr. S. Kaatz (Hindenbürg O.-S.). — R. Isrocl Salanter und die Mussarbewegung. Von Rabbiner J. Weinberg. — Mussar. — Hebräischer Teil; Hamerkas hametaltel. Von Dr. S. Grünberg. — Heoros )e-heoros. Von Dr. Jakob Horowttz. — Aciiad Haam betör hoge" deos umore dereeb. Von Rabbiner J. Weinberg. — Biurö Mikro al pi haschwoo im loschon arowis. Von Dr. Simon Eppenstein s. A. — Perusch Mischna. Von Dr. II. Lauer. — Seder get al jede schliach le-kabolo. Aus den Handschriften des Gaon R. Mendel (Karnau). Das bolschewistische Rußland. Von Hans Vorst. Der Neue Geist-Verlag. Leipzig. Preis Mk. 10-—. Probleme der Demokratie. Erfahrungen und Studien. Von Sigmund Kraft. Preis K 10-—. Wien. Verlagsgenossenschaft „Neue Erde". Die internationale Wirksamkeit des Judentums in der Vergangenheit und in der Zukunft. Von Prof. Wilhelm Foerster. Verlag „Friede durch Recht«, G.m.b.H. Stuttgart 1920. Preis Mk. 1—. Die Lage der Juden in der Ukraine. Eine Dokumentensammlung. 1920. Ukrainischer Pressedienst. Berlin W 62. Die Welt nach dem Friedensschluß. Von R. Reinland. Ein geographisch-wirtschaftlicher Ueberblick. Ferdinand Hirt in Breslau. 2. Auflage. Geh. Mk. 2— und 100 Prozent Verlagsteuerungszuschlag. * Ausführlichere Besprechung vorbehalten. ** Hiemit sind die den heiligen entgegengesetzten, domonischen Wesen bezeichnet, unter Beziehung auf Kxodus cap. 11, y. ß. *** Von Dr. Siegfried Schlesinger (Wien). ^Sl. Pcrsonalia. Lg^ Verlobungen. Nathilde Citron Medios (Rumänien)—Julius Leitner (Zürich). Milka Grünbaum—Moses Baumselzer (Warschau1). Pepi Neumann—-Salomen Vogelmann (Wien). Rosa Kratter—David Goldfeld (Wien). Anna Panet (Tasnäd)—Dezsö Bernäd (De<K Ungarn). Armin (Oberrabbiner Peterväsär) Heinitz —Rozsika Reinitz (Bälkäny). Irene Altmann (Kesrnärk1)—Leopold Zipser (Kaseli.ui). Hochzeiten. Edit (Karl) Salzcr (Wien) —Ernst (Moritz) Friedmann (N. Tnpolssany), Baden bei Wien, 19. Dezember. Lazar Kern—Ilona König, Budapest (Kazinczy-Synagoge). 14. Dezember. Barmizwa. Gh. Ibersfeld. Juwelier (Budapest). Geburten. .1. D. Rosenstingl (Wien), einen Sohn. Oberrabbiner Hirsohler (Preüburg-Modern), einen Sohu. N. Feiglstock (Wien), eine Tochter. Todesfälle. Lajos Rotter, Weinhändler (Duriaföldvar). Albert Frankl (Mat«sz.ilka), 8(i Jahre. Briefkasten. v&&&&r&& Pllttt Mehreren. Bezüglich der Mazzotheschaffung können wir Ihnen einfach mitteilen, daß Verhandlungen diesbezüglich schwel en und alle in Betracht kommenden Faktoren bemüht sind, diese heuer ganz besonders schwierige Aufgabe bestens zu lösen. J. W., .Ludwigshafen. Die Adresse des VerInges M. Hickl ist: Wien, VIII., Lerchengasse 6 (Brünn, Adlergasse 9). Die Festnummer der Wochenschrift geht Ihnen zu.. B. Das ungarisch-jüdische Wochenblatt yllagyomäny" schreibt: Drei Ereignisse einer Nacht: Am 21. November gab die Kullusgemeinde in Budapest ein glänzendes Bmkett zu Ehren der Joint-Delegierten. In derselben Nocht wurden Hunderte Galizianer ins Schubhaus gebracht,um interniert, zu werden. In derselben Nacht verbrannten 5 Thorarollen im Tempel der Gemeinde. Eigentum einer Socielät. — Verantwortlicher Redakteur für Deutschöstevreich: Jakob Deutsch. Für die Tschechoslowakei: Heinrich Schwarz. — Druck: Genossenschafts-Buchdruckerei, Wien, VIII., Hornalser Gürtel 20. — Telephon Nr. 19.772. Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung bezüglich des Kaschrns im Annoncenteile nnd ist es Sache der Leser, sich zu informieren. Kundmachung. Es wird hiemit bekanntgegeben, daß die amerikanischen Küchen bis auf Weiteres nicht unter Aufsicht des Rabbinates der Adas Jisroel stehen. Das in letzter Zeit ausgegebene Oel ist für koschere Küchen nicht verwendbar. Rabbiner $. Fürst. Leopold Schick Irene Feigenbaum (Trnäva) (Gütor) empfehlen sich als Verlobte. Maier Rubin und Frau (Lodz, derzeit in Wien) gratulieren dem hochverehrten Rabbiner Dr. Pinchas Kohn zur Vermahlung seiner Tochter Franziska mit Herrn JoseffSeeberger aufs herzlichste. Agudas Jisroel, Ortsgruppe Wien Dienstag, den 28. Dezember, um halb 7 Uhr abend», hält Sr. Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. A. Klein aus Nürnberg im jroßen Saale des Hotel „Bayrischer Hof, II., Taborstraße (Eingang Obere Augartenstraße) einen Vortrag über: Jüdische Gegenwartsaufgaben DAS RITUALBAO WIEN, II., FLOSSGASSE NR. 14 ist ab 24. Dezember 1920 täglich geöffnet. dl**ftl4fe israelitisches Mädchen zu avwl3ill$3 zwei Kindern, die auch im Häuslichen mithelfen soll. Türkl, II., Kleine Schiffg. 9, 7. Schildermaler- und Anstreieher- sowie sämtliche Glasarbeiten übernimmt zur promptesten und besten Ausführung 1AJOS VARGA. Aufträge nimmt entgegen die Agudas Jisroel- Jugendgruppe, II.. Obere Donaustraße 69 (Telephon- Nr. 45.747). Lehrbupsche wird für einen Schuhmacher betrieb gesucht. J. Eisig, Wien, IL, Schreigasse 1. Vereinigung Jüdischer Akademiker; Wien vermittelt kostenfrei für seine Mitglieder Privatstunden. Zuschriften sind zu richten an Herrn Dr. Joel Pojlak, Wien, II., Malzg. 12 a. Ein Bursche, 17 Jahre al«, mit fünf ungarischen Gymnasialklassen, sucht Posten mit ganzer Verpflegung; ferner ein 16 Jähriger Bursche, besucht derzeit die Abend-Handelsschule Allina, mit einjähriger Lehrpraxis in der Wäschekonfektion, sucht ebenfalls Posten mit ganzer Verpflegung, eventuell auch in der Provinz. Zuschriften unter „Branche Nebensache" an die Expedition dieses Blattes. Kien,!., Hildpratmaritt Hr. 9 Eisen-, Stahl-, Galanteriewaren.:: En gros.:: Export. Koloman Steiner Tüchtige Weißnäherin übernimmt einschlägige Arbeiten sowohl von Privaten als auch von Geschäften. Rebeka Schneebalg, XX., Treustraße 49, 37, 2. Stiege. Säcke und Flachen EMIL STROH, Säckegpoßhandlung, Wien IL, Obere Donau Straße 69. Telephon 43.130. Ein- und Verkauf aller Sorten Jute-, Mollino- und Papiersacke, Jute-Emballage, Spagate u. Stricke. Export-Import. ____ 48-6 Hochelegante Neuheiten in feinsten Herrengarderoben sehen Sie nur bei Gelbard & Fürst, II, Stefaniestraße Nr. 16. Kaufen Sie sofort, weil Sie sonst schlechte Ware teurer zahlen werden. 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