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Der treue Zionswächter · 1849-12-28 · 52 (28.12.1849) · page 1

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
52 (28.12.1849)
Date
1849-12-28
Page
– (sequence 1)
Language
German
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der Interessen des orthodoxen JudenthumS. lrgan zur HMaßrnng Redacteur: II r. En och. 5 Jabrqang. s». D-cemb« «8^s. I Älktona. I .p'r!! > 7,1 .151? /« ^ss. Zuhalt. Leitende Artikel: Die Bedeutung de-JudenthumS jn der Gegenwart. Bon Dr. Salomon Cohn- — Über die religiöse Erziehung. — Jüdische Misceyen. — «' »?» — Zeitungsnachrichten auS: München« Dernburg — Anzeiger. — Briefwechsel. — , - Die Bedeutung des JudenthumS in der Gegenwart. Won Dr Salomo» Go-». IV. Jenecharakteristische Moment, da- Z-raelganzem Lebenslaufe angeprägt war und in seine Ge« schichrSentwicklung sich innig eingewebk hatte, das Moment der Isolirnng Israels inmitten der Menschheit, ist als der eigentliche Träger, als da- ^§er»8 de- Ceremonial-GeseheS anzusehen. Das Ceremontals Gesetz nimmt den äußern Menschen ein, weil eS eben in der Bestimmung der jüdischen Lehre liegt, ihren Bekenner auch äußerlich in seinem Berufe zu inoividualisiren, daß er sich seiner LoSgeschiedenheit und Sonderstellung stetbewußt bleibe, um dadurch den engern Bezug zu Gott lebendig und mit klarer lieber, zeugung in seiner Seele zu erhalten Israel soll ein Gort eigenthümlich zugehürendes Volk sein. (2 D. M. 1V, 5; 5. M 7, 6; 14 2; 26, 18); dadurch wird aber, sein Verhältnis zur Welr ein geschwächte«; e« soll nicht so sein wie Andere, da aber mir bieier negativen Forderung zugleich das vosi'ive Gebor der Setbsth iltfiung gesetzt ist, so soll d»S C^emonjajgesetz zum- Ausdruck der striktesten Gemessenheit für diese Heiligung bienen Von diesem Standpunkte aus wollen wir die Bedeurnng des Ceremonialgesehes rn der Ge> genwar^ chweisen. Wir sprechen zuerst von der Deschneidunq. WaS dseses Gebot will, wird unS nur einmal, aber bestimmt und erschöpfend gezeigt Die Deschneidnnq ist ein Zeichen deS ewigen Bündnisses zwischen Gott und Israel (1. D. M. 17). Israels Beziehung zur Welt mag sich, wie immer nur gestalten, seine Beziehung zu Gott bleibt unverrückbar, unwandelbar. . Hiermir aber haben wir den rechten Boden für die Deurkheilung der Defchneidung gefunden Da« Iudenkhum hat keinen andern Zweck, als seine Bekenner zur Freiheit zu bringen, d. h. sie vollkommen zu machen. Der Mensch soH st» über sich selbst hinausietzen, seine Natur überwinden, sie sich unter, werfen. So wie Gott nach der jüdischen V«hr». außer der Natur ist, und in freier persönlicher Selbstständigkeit deren stabile Gesetze nach seinem W«Üen wandelt und formt, so soll der Gorre-geist, der im M-nfchen webt und wirkt und ihn aus der rhierischen Befangen-

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