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Der treue Zionswächter · 1849-12-21 · 51 (21.12.1849) · page 2

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
51 (21.12.1849)
Date
1849-12-21
Page
– (sequence 2)
Language
German
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402 W» Gottes durfte also durch eine solche Vereinigungsart, nicht allen Andersdenkenden, die Denkungsart und Meinung der Ruhmdürstigcn aufgedrungen werden. Ja, im Voraus schon nannte die Gottheit ein solches Beginnen eine frevelhafte Anmaßung, p'cvö wo ich. Diese erste Weltsynode, von Gcniemännern zu bewerkstelligen beabsichtiget, wurde im Voraus vereitelt, wurde im Voraus frevelhaft genannt. Diese erste Synode wäre wie gesagt, nicht nur dem von der Allmacht geordnetem Naturgesetze zuwider gewesen, sie sollte auch noch, den schon vor der Offenbarung bestehenden Gottesdienst, hip!> -nn sh -7 rcz, von dem der große königliche Sänger mit Begeisterung singt.- '? zerstören. Ja gewiß, die Betrachtung des Weltalls, und die Bewunderung seines Schöpfers war sicherlich der erste von allen Gottcndiensten, und wird immer derjenige sein, welcher die Einbildungskraft ergreift und mächtig erhebt. Und diesen so mächtig erhebenden und begeisternden ehrwürdig alten Gottesdienst, wollten gerne- und ruhmdürstende Männer in jedem Busen ersticken. So war es in der Urzeit, noch bevor das Licht der Offenbarung das Weltall erleuchtete, in jener grauen Vorzeit glaubten viele Menschen, daß die Begeisterung erweckende Anschauung der Schöpfungspracht in ihrem gehcimnißvollen Wirken, und diese Geheimnisse, so wie Gott sie ihnen gab, weil sie über dem Lichte ihres Verstandes waren, sie. auch im Widerspruche mit ihm seien. Wunderbar aber ist es, daß auch nach der Offeubarung, und das in sehr kurzer Zeit darnach, wo noch ein so überaus mächtiges, höheres Ideenleben im Volke Israels schaltete, wo die Mythologie der niederen Einbildungskraft hätte schwinden sollen, bei dem Anblick der Wahrheit, bei dem Anblick dieses Oceans von Licht, ob v-h,-, ki und doch wagten es genie- und ruhmvolle Männer vc »c-h 'b'c-, 250 an der Zahl mit dem Schismatiker Korach an der Spitze, gegen Moscheh, den Mann Gottes aufzutreten. Und was wollte wieder diese zweite von der heiligen Thora uns so lebhaft Värgestellte Synode? Wahrlich, nichts anderes, als das religiöse Gefühl, welches bisher die Gemeinde Gottes unter sich vereinte, gestachelt von Eigenliebe und Fanatismus zu einem Gegenstand der Eifersucht und deS Hasses zu machen. Eifersucht und Neid war die döse Quelle, aus welcher diese Wühler schöpften. Darum sprachen sie: Warum erhebt ihr euch über Gottes Volk? Durch diesen Köder wollte man das Volk sich geneigt zu machen suchen, und die Herrschsucht darunter verbergen, imh'c,!>v hipp) »-L-) rb'.-w sI;cb^h ^c, Bei alledem jedoch wäre Korach noch als ein Leidender unter äußeren Umständen zu betrachten gewesen und noch wäre er zu vielen Guten fähig, und zu retten gewesen; allein sein Ucbel lag tiefer, es lag in der Seele und liegt ein Uebel so tief, daun ist nichts mehr möglich, dann sind alle Duellen versiegt. Ja sehr! wie tief, wie sehr tief das Uebel lag, wie schwindelig der Abgrund war, in dem Korach das Volk Gottes geistig stürzen wollte, an die geheiligten Lehren, die Moscheh vom Sinai brachte, wollte er mit frecher Hand rütteln, und um seinen gottlosen Treiben Gewicht und Kraft zu geben, raffte er auch Männer aus dem Volke zusammen,!>h->c' '2-p v'crb Und mit einer der Menge süßlönenden heuchlerischen, glatten Redensart, o'cnp -o erklärte er alle ohne Unterschied für berechtigt, Revision über die Gebote des Höchsten zu halten- O thörichte Verblendung! Die Großartigkeit, die Milde und Sanftmut!) eines Moscheh konnte deinen Starrsinn nicht heilen. Aber auch großartig und ohne Gleichen war die Strafe. So großartig, furchtbar und traurig endete jene zweite, aus der Thora uns bekannte Synode. Und doch sehen wir so manche Bewegungen, so viele und große Aüstrengungen und Versuche, die alte Zeit in der neuen wieder aufleben zu lassen. Und wozu? frage ich, warum will man die alte Zeit in der neuen wieder aufleben lassen? War jene Zeit etwa besser? Waren jene Urmenschen besserund vernünftiger, als die jetzt lebenden? oder war jene Zeit überhaupt eine weiter vorgeschrittene, in Gottesfurcht, in Aufklärung, in Kunst, in Wissenschaft? O nein! besser war jene Zeit wahrlich nicht, da sie viel Unheil mit sich führte. Besser waren jene Menschen auch nicht, als die jetzt lebenden, da ihr Treiben tköricht genannt und bestraft wurde. Auch konnte eine Zeit nicht einen größer» Reichthum an Aufklärung, Kunst und Wissenschaften besessen haben, da man uns doch jetzt in der Zeit des Fortschrittes, in der Zeit, worin alles Alte nicht mehr ehrwürdig, ja, ohne Rücksicht, als unwürdig und als nicht zeitgemäß verpönt und uer-

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