Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 50 (14.12.1849)
- Date
- 1849-12-14
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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«Z» ssr -HZ» skr«, Frau, ich werde; m?nr Augenmerk auf ihn richten, um ihn szueinkm-goiteSfurchtigeu. berühmten Manne heranznbildfn, sprach der zärtliche gewissenhafte Gaue. Aben Esra. verschwieg auch i» der Folge seinen Namen, nahm -zunuSchcine Unterricht Und macht/ ziemliche Fortschritte. Eines LagcS verweilte 2uda längerwie gewöhnlich tu seinem Studierzimmer, denn die ,Abfassung der mir, beginnenden Strophe deS PnrimliedeS wurde ihm schwer. Doch endlich den Bitten seiner Frau nachgedenv, begab er sich inS Wohnzimmer, doch hier drang Aden Esra in-ihn, ihm doch den Grund seines langen Ausbleibens zu entdecken. Nachdem Aben Esra no^h mehrmals vergeblich ihn gefragt, begab sich seine Frau inS Studierzimmer und holte das Manuskript ihres Mannes. Nun. griff Aben Esra zur Feder/ verbesserte einige Stellen und fugte die letzte, schwerste Strophe hinzu. Wie erstaunt war Juda, alS er die Arbeit erblickte,Du bist der berühmte Ben Esra. rief er, ihn umarmend und kussend aus, daran erkenne ichdichl.^. - Abeir Gsr ä. Wer nur einigermaßen mit der jüdischen Literatur bekannt ist, hat gewiß den Namen Aben EsraS hochachten gelernt. Spanien, die Wiege vieler großen und edlen Männer, war auch sein Geburtsland, im 2abre 4853 wurde er.in..Toledo geboren. Bon Jugend auf zeigte ereineHanptneigung zum Torahstudium, sowie zur WcltwciSbeir. Bald war er mit der Mathematik, Astronomie und Medizin - vertraut, und hätte sich mehrere fremde Sprachen angceignet. In seiner Bibelerläruug erkennen wir den großen Geist dieses Mannes; hier gränzen aber seine Worte zuweilen so sehr inS rätkselhafre, daß deren Lösung schon die Aufmerksamkeit großer Männer beanspruchte. Nicht.minder erwarb er sich als Dichter einen Na, men. In seinepHeimath nicht mehr volle geistige Befriedigung findend, ergriff er den Wanderstab, hoffend in andern Landern daS zu erlernen, apaS ihm der heimLthliche Boden nichts dietsu.konnte. Er reiste zuerst nach Eordova, woselbst rr beg gefeizrtenDichter JehudaHLllcvi/desseuMchhLrjger,Schwiegersohn, wie bereits erwähnt, geworden,sfM,,s§ü,. fand. Port verfaßte er sein erstes; Merk ^opkn über die Substanzen;.von da wendete er sich nach Frankreich. Auf seiner Reise kam er auch durch die Städte Raxbonne. Luuell, Montpellier, Lyyn,Metz, u. s. w., überall sammelten sich viele Schüler upr ihn, denen er die hefige Schrift erklärte., Selbst der. damals hochderuhmte ssiabenn Tam empsing ihu mit der größten Znvorkommehheft, und /beschenkte ihn mit dem Eommentare Raschi'S. Heche erste, von ihm im 17. Lebensjahre verfaßte Erlquteruttg war die zum Prediger Salomo, daun komme,, tirfe er auch das hohe Lied, Ruth, yi^ Klageliever Jeremias und Hiob, und schrieb auch über i^en HHreszikUtS- DaS seinem grammatikalischest Werkchen MoSnajim vorangestcllle Gedichtchen, läßt uuS diesen großen. Geist nun in Rom, von welcher Stadt er behauptet, dort wären ihm erst die Augen geöffnet worden, wieder finden Von da wendete er sich »ach Mai'tua, woselbst er un Monate Tischri d. I. 1906 seinen Zachnth schrieb. Später ging er nach Luccg, dort schrieb er zur Verlheisigung des uns bekannten Saadjah Gaon gegen die Angriffe dessen Gegner. Fllr astronomische Wissenschaft bearbeitete er esn UNS acht^Theilen bestehendes Werk »Resanr Ehochn,a" betitelt, Mlt dem Ende d. I. 4809 bercrch-'rte er die gelehrte Welt mit seinem Eommenrare zu JesaiaS,, sowie auch mit seinem ..Scfer Haschem- (cine Erklärung des vürbuchstabischcn Namen Gottes). und mit einer Logik. Von Lucca 'aus bestieg Aben Esra das Schiss, um dem Morgenlande znznsteurrn. Sein Ruf war ihm längst dorthin voraugecilt.^daher er auch in Palästina von deg angesehensten Rabbiuen, sowie von den Häuptern her Karairen jubelnd empfangen wurde. Bald finden wir ihn in TiberiaS, woselbst er, wie er in seinem Eommentare zum 2. Buch MoseS spricht, mit.weisen Männern zusammentraf, die ihm sehr korrekte Bibeln zeigten, welche sie selbst nach Art der Masorcten Buchstabe für Buchstabe dnrchgescken harten. — Er lebte in sehr durstige» Umständen, und es gebrack» ihm oft an dem Nöthigsten. Seine Klagen darüber finden sich wiederholt in seinen Gedichten, aber^ch sein Gottvertraueu wankte keineswegs dabei.: Huf der Jnsej NbodpS . Vollende» er seine K'ouW^a re , zum 2, H,,. da.n^ bearbeitete er den.Kvnyn^ar Uber dich ^s^lmeu sind, fing an den Dauies.^y^er klqrsN.. , .,Nach Ho,ll«,chnng dieser. Bchelerklärst^en. im Jahre 49 l7, »vhtdele er sich wiederum