Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 49 (7.12.1849)
- Date
- 1849-12-07
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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»KV SW vnd in des Waldes -Müte: ein Rand« ßa»b bereit, '' Er lauett auf den Reichen wohl schon-geruuM Zeit. Jetzt spannt er"felne'Mchf<fein 'Lchfer'Wt 'HÄn. Er zielt auf dessen Herzen, ist gleich üm 'W gethan. Da hört er die fremden?aute 'di? dri>rgen in-sein Herz, Zhm zittern feine Hände, er fühlt der'Reue SchÄerz. Eine Stelle äuS dem B i pr, von- M o seS Mendelso hn> zu Erod. -Cap. 23, V. LS. Von M: H. So oft ward schon von Reformfreunden der fromme Meudelsohn als dev Mann hingestellt, der die Bahn zur Reform gebrochen häkle.- 2» seinen Schriften haben wir gar oft Gelegenheit diesen Mann, als frommen Israeliten kennen zu lernen, der glaubte, ohne zu fragen,marstML. ^Ietzt ist es anders geworden, jeder möchte gern^ mbt er ein Gebot der Thora aus, einen Grund dafür wissen. So gab die Stelle wö' gÄz Ä icÄn bö. „Du sollst das Böckchen nicht kochen in seiner Muttermilch," zu gar vielem Gerede Aylaß. Sogar wird in einer Gemeinde, von einem Manüe von der Kanzel herab kühn behauptet, man Mrfe ->n essen, in der Torah stünde nur von dem Böckchen in der Muttermilch. Gradedieser?>Kanzelredner stellte so oft in seinen Predigten Mendelfohn als den Mann der Reform hin. Hören wir nun, was Mendelsohn in seinem Biür zu dieser Stelle sagt: Wir haben Mcht zu untersüchen^ so erklärt Moses Mendelsohn,derP h i l o s o p H,diese Stelle, warum uns der Genuß von Fleisch und Milch zusammenzuessen verboten ist, denn gar viele Gebote hat uns der Ewige gegeben, deren Grund er uns nicht offenbarte, uns ist es genug, wenn wir wissen, daß sie von Gott gegeben sind, nachdem wir ja uns verpflichtet haben, die göttlichen Gebote zu erfüllen, so siüd wir schuldig seinen Willen zu thun. Nicht in dem Wissen, warum dieses Gebot befohlen ist, besteht der Nutzen, sonder» im Ausüben, der Gebote. Und ich, fahrt er fort, sage dies nicht der berühmten Torahlehrer wegen, die sich bemüht haben einen Grund für dieses Gebot aüfzuflnden, ihre Absicht war eme fromme u. s. w.' So hat' also der Philosoph Mendelsohn gedacht, auch er war der Ansicht, daß wo eS sich um Glauben handelt-- man nicht erst die Vernunft um Rath> fragen soll. Alles was die Torah uns gebietet, müssen wir thu», denn einst sprachen unsere'Voreltern: „Alles,, was der Ewige gesprochen, wollen wir thun."— ' --» *- ZertürrMMMMtzerr. Grotcherzogthum Hessen. Mainz. Bielleichr Haben 8i^es jsöch n«ch! erfahren, daß m hie hiesige neue.KMMKt. eme Orgel gekommen ist. Unsere hiesigen Orthodoxen blieben aber dazu nicht still, sondern legten bei der Regierung Pro» rest ein, man fiehr nächstens einer EnNGeidung Seitens der Regierung deshalb entgegen. Zm. Fass« die Orgel in der Synagoge verbleibt, so wird Mainz die erste Gemeinde Hessens sein, d«e sich trenns, und «S wird dann sehr in Krage stehen, ob die Reformfreunde so v»el Anhang bekommen, um ihre Kustuskosten bestreiten. Wie der Rabdinatsvermeser De« Kahn hahei wegkommen wird, der doch mir der Reform liebäugelt, ist leicht vorauszusehenfür die Reformisten wird er nicht Redner genug seiNMd -»e. andere Pqste^.zyird sich um einen löchrigen RabWer stm.tzhen. „S.chlftDrnd können wir nicht umhin, Lerrn M o se.S Re j.S-unsere Ane kennung an den Tag zu legen, w»»l er «egen dieser Orgel einen gedruckten Protest erließ, wodyrch bewirkt wird, daß etwa Hundes Familien gegen den Vorstand prorestirren. Mögen »nullen jüdischen Gemeinden, »n welchen die Reform ihr Haüpt erhebt immep G-meindemirglieder sich der Sache annehiyen, dann ^werden auch die zu Schande werden, welche die heilte Religion Israels angre»fen.r^ WormS. Wie mir dem Ü März eine segenbringende Zeit für die deutschen Jsraeliien im all. gemeinen herandrach. so war sie für die hiesige jüdifche Gemeinde eine besonders segenbringende. War früher d»< Vorstandswahl eine beschränkte, so kann sich jetzt die ganze Gemeinde daran betheiligen. Schon jetzt genießen w«r hier die Früchte davon, denn der frühere Vorstand, der sich ganz, der Resorm in die Arme warf, ward gestürzt und an dessen Stelle Männer gewählt die fast alle, mit Ausnahme eines einzige», dem orrho. doren Hndenthume angehören.. Es «st wahr, sie werden manchen Kampf zu bestehen haben, aber ihre Aufgabe ist, eine schöne an diesen Männern ist eh striezen, de»