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Der treue Zionswächter · 1849-12-07 · 49 (7.12.1849) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
49 (7.12.1849)
Date
1849-12-07
Page
– (sequence 3)
Language
German
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flaS auSdrücken sollwie wir ja auch zugleich auf einen geistigen Messias^ auf eine geistige Erlösung hoffen. Durch den Messias soll? uns das höchste Maaß höherer, geistiger Freuden geboten werden, so wie uns das jüdische Reich einst, hinsichtlich unserer religiösen Ansichten, die .herrlichsten Erdenfreuden reichte. Doch — hegen wir auch Hoffnungen, fernere Wünsche für die Ankunft — darf deshalb die Gegenwart spurlos an uns vorübergehen? Kann uns jene Bitte mehr als ein frommer Wunsch sein, da die Mittel zu dessen Erfüllung noch im Schooße der Vorsehung schlummern, die der heilige Schleier der Ankunft deckt?? Kannalso dieser Wunsch für die Zukunft, den wir blindlings, im heiligen Vertrauen, vor dem Throne des Allvaters niederlegen, auf die heiligsten Interessen der Gegenwart, auf die Liebe zum Vaterlande nachtheilig einwirken? Sagt denn dieser Wunsch für die weite, weite Zukunft, daß wir die Gegenwart so hasse», Daß die Gegenwart uns so unglücklich mache, daß wir dieselbe nicht mehe ertragen wollen? Mit Nichten. Das ewige jenseitige himmlische Leben wird uns mit allen Freuden des Paradieses geschildert, wenn auch unser ganzes Streben, unser ganzes Wirken nach diesem Leben gerichtet ist, gerichtet sein muß^ geben wir denn deshalb den Beweisdaß uns das Leben hier überdrüssig sei? Ertödtet denn die Hoffnung auf ein ewiges, himmlisches Leben die. Lust und Liebe zum Erdendasein? Und jene Bitte, zu deren Erfüllung wir nicht einmal durch unser Streben beitragen können, beitragen dürfen, sollte die Liebe zum Vaterlande abstumpfen? Nimmermehr — diese Beschuldigung kann nur ein moderner RahbiniSmuS ersinnen! ' Allein noch ein Punkt, ein dem modernen RabbinismuS zwar fremder, aber mit dem Wesen deS orthodoxen Iudenthums eng verknüpfter, darf hier nicht unberücksichtigt Neiben, und dieser ist — daS Gefühl. Wir, wir. könnten das Land, daS unS geboren, daß uns gepflegt und erzogen, je vergessen? Könnten es nicht lieben, das Land unserer Heimath, das Land unserer Zugend, unserer Kinderspiele? Könnten es nicht lieben, das Land unserer Eltern, denen wir leben, Existenz und Nahrung Schutz, Hülfe und Beistand zu^verdanken haben? Könnten es nicht lieben, .das Land, wo die.Tkräne manche» Kummers geflossen, dAß uyö esngeWeg.t,in die^ßen Träume der Jugend, daß die theuren,. nie zu ersetzenden Jugenderinnerungen in. »ns gepflanzt? Könnten eS nicht lieben, das. Land, wo die theuren geliebten Ahnen den ewigen Schlummer schlafen, das die heilige» Ueberreste unserer.Ahnen^ die geliebten Gebeine unserer Poryltern jn sich ausgenommen?? — Nein — zu solchen; Mörder jedes natürlichen Gefühles sinkt keia ^orthodoxer Jude herab, dessen ist kein orthodoxer Jude fähig. Kein anderer, als der moderne Rabbinismus,,kann selbst einen solchen Gedanken nur je hegen, kgnn es glauben, daß der Jnde.znm Verxäther an dem köstlichsten Banden des Lebens werden könne. Nur der moderne RabbiniSmus kann seinen Mitbrüdern eine Beschuldigung aufbürden, die nicht Mein so grundlos und falsch, sondern auch mit de» Grundfesten ihres Glaubens in allen Punkten widerstrebend ist. Dessen kann nur der moderne Rabbinismus fähig sein! Doch wir wollen nicht Ankläger, wollen nicht, wie er- Denunciant werde», den» unsere Lehren, die Lehren des orthodoxen IudeuthumS stich längst au* erkannt — wir brauchen uns nicht erst durch, falsche Anklagen und Verdächtigungen eine Autoritär zu begründen!!!— : - ->>«6>AÄv k««< - i , .... 7 R a ch w o » i d « s. Ged ich.» , . voiz I. Schwarz. , sticht der Sonne Helle Strahlen, Nicht des Frühlings.Milde Lust, Mildern meine Seelenqualeq, , Scheuchen mir , den Moderduft. Nicht der Döglein süße Nicht der Nachtigallen Sang, Hemmen meine süße Thräne, Wehren mir de» HodMnklaqg. Nicht des Himmels blaue Farbe, Nicht der Fluren -oldes Grün Heilen meine blut'ge Narbe, Heilen meinen trüben Sinn. Ach, lle mahnen immer, immer An die hingeschwumwe .Lust,.— And ihr gpjdmr Freud enschimmer Wird ein StiH in meiner Prüft.

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