Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 48 (30.11.1849)
- Date
- 1849-11-30
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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der .? Interessen des orthodoxe« Judenthums. M« M HGaßnmg Re-aeteur. vr. En och, Dircctor und Oberlehikr zu Altona. 5. Jahrgang. 30. November 1849. j Altona. I .p ^7) r!rci7 i'l? dH;" ----ü Inhalt. . , Das Leben und feine Areud?n. x Rede, gehalten in der Synagoge zu Otting am 012O7 p"ow r>ZL. Von MofeS Jesaias Glogau aus Al'tonct. (Fortsetzung.) ' ' Und unsere Weisen erklären diese fast rätselhaft scheinenden Worte: Mit der Erneuerung dieses Monats, mit dem Kreise des siebenten Mondeslaufes, sollt ihr Eure Handlungen eine neue Richtung geben, eine neue Bahn beginnen, mit dem Schalle des Schofars sollt ihr eure Handlungen veredlen. Und wann? im siebenten Monat! Der siebente Monat, also nicht allein dessen Anfang ist es, der zu unserer Besserung bestimmt ist; die Stimme des Schofars, die am ersten Tage erschallt, soll den ganzen Monat durchhallen; und in den ersten Tagen der Buße und Vorsehung, versöhnt und gereinigt, sollen wir in den darauf folgenden Tage» ,dss .Festes,, diese Veredlung inö Leben verpflanzen, ritld uns. einer, mit dem himmlischen Glanze einer gottergebenen Freude, erhabenen Feier hingebcn. '' Uüd welcher selige Genuß, welch' himmlisches ^Oefchönk! Denn was sonst ist des Lebens Genuß, 'wäS(sonst seine Freude, wenn wir uns dem unersälMichewAachen der Genußsucht hingebenIst etwa das< Gen uß/> w e n n wir uns den Anforderungen unseres thierischen Theiles knechtisch unterwerfen, :r:y) db' E2, um den Schlund der Begierden immer'werter zu eröffnen, um mit der Befriedigung einer Begierde,^ dex anderen größeren den Platz zu machen? — Fragen wir uns selbst, ist das wakre Freyd>e, wenn wir unfern Körper pflegen und verweichlichen und das göttliche Licht in uns erlischt, es in unserm Innern ergraut, und die schwarze Wolke der Leidenschaften, die göttliche Sonne verdunkelt, fühlen wir uns da gelabt, erquickt, wenn unser Geist so schmählich darbt? — Und haben wir den Durst der Genüsse erstickt, freuen wir uns da innerlich, daß diese Regung in uns wach geworden, daß wir sie haben befriedigen können? Ist nicht vielmehr ein solches Vergnügen nur äußerer Glanz, der gleich wieder erlischt und dumpfe trübe Flecken in unsrer Seele übrig läßt? O, meine Lieben, das fühlen Sie Alle mit mir, daß die irdische Freude, keine' wahre Freude, der irdische- Geruch-- kern dem