Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 47 (23.11.1849)
- Date
- 1849-11-23
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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»Zs 373 M» Verfalle in religiöser Hinsich t gewonnen; und in ihrer Verbrüderung stärker, ihrer Glaubenseinigung Herz« licher geworden/ ''Niemalsaber^hat es seine. Originalität, als Mittel zur.Aufrechthaltung des Ge-- setzes verloren. Jedenfalls aber gehört die Wiedererlangung seiner Souverainität unzweifelhaft dem Judenthume an, ja als eine Fundamentallehre. Doch entbindet diese weder die Juden — vor der eingetroffnenen Gotteszeit von ihren Staatspflichten, noch ihre christlichen Brüder von der Gewährung ebenbürtiger Menschenrechte. Die genannte Kenntniß des Judenthums ist für jeden Juden unerläßliche Pflicht, da die Unkenntniß Vernachlässigung und Verkehrtheit in ihrer Ansübung/ oder gar Entfernung vom Judenthume zur Folge haben kann. — Dieses ist wieder dem Judeutbume vor allen andern Religionsgesellschaften allein eigen. Wir rechnen es darum zum Wesen desselben. Dem Judentbume.ist cs epste Pflicht seine Pflichten im weitesten Umfange kennen zu l?r,reu. Das ist es, wgrum selbst die-heilige Schrift und namentlich der Talmud das Lernen und Lehren Gottes Wortes so anempfichlt, und warum letzterer die Kenner so überaus rühmt, die Jochten sp gering» schätzt. DaS Wissen, führt zur Thatübung und Lauterkeit des Wandels. Was Plato idealischmtz seinem Philosophenstande wollte,, das war im Jjldejy» thume mit einem Gelehrtenstaate schon praktisch durchgeführt. tz. 7. Das Judenthum bewahrheitet — wie keine andere Religion — die Göttlichkeit seines Wesens durch seine Geschichte. Sein Sein und Werden,nach drei Jahrtausenden, ist im Buch der Bücher, der heiligen Schrift, vorherbestimmt.*) Welches auch seine Weltaufgabe sein mag — die Stunde der Enthüllung rückte immer näher heran, und gewiß ist es: Das Judenthum wird dann in der größten Glorie dastehen, von seiner ewigen Wahrheit umleuchtet, in der Mitte aller Religionen. Ungarn. Die Menagerie zu Pesth. Aus der Menagerie zu Pesth floh daS schrecklichste Thier — das Nhinoce- ») Vergl. mein Gedicht S. 17 und 18. ros — oder Einhorn,^Dieses Kapuhenmännlem, diefes Männchen,, ein g-sährticher Jünger dev Verführung. Dieser gab sich feil einer pflschtvepgessmen Gesinnung. O der Verblendung! Porigen Jahres, ist-j dio Wirren am schrecklichsten waren, als selbst Kinder an der Verschanzung zu Festungen arbeiteten, damals, ylS alles um Rettung flehte; damals als der noch glimmend«, Glaubenssunke bei den minder Verdarbien zur heiligen Giuch entbrannte, wo alles die Tugend M, Schuhwand mie Feuer: ergrist, . damals ging dieses,-abgestumpfte Einhorn nach Berlin, um sich bei dem Bqalspriestrv ernnein? eg lweihen zu lassen, das Miasma auch in unserem Paterlande zu verbreiten, -»>ö dieses mwlang, fioh dieser Kavuzmer aber na b Komorn, ,n der Festung Schutz lachend, und alS ipacer der Kaiser alles in dev Festung, die aber als Asyl, nebst sehr vielen Braven - auch manchen Verbrechern diente, amnestttte, fand auch er Gnade, legre W-sftn an ging nach seinem Gebuvrs« orr, Neustadt an der Waag, dceikig Tage nur wurde chm qestacrer,. sich im Lande aufzuhalren. Es heißk. er gehl nach.Belgien D'ese Zeilen dienen als Warnung, Fromme Gememden mögen sich wot in Acht nehmen! Zweifelst du mein Freund? Ist Verführung nicht schrecklicher als lädr-ende Wunden durch Feindes Dolche? Der zärtliche' Dolch tödker sinnlich, Verführung aber geistig! Hürer Euch,/meine Lieden, vor besten Hauch, dieser ist verpestend! Der mit dem süßen Rabbinernamen prunkende, die Schmach seiner ehrsamen Gemeinde, L ö w, ist von Papa ^nach Pesth mir mUikairiscbrr Begleit»,ng, in Hafk^ abgeführr worden. Er wird vo^. ein. Kriegsgericht erscheinen m issen. E«n nicht qul UnteMchlerer Ungarn, wo die Großen jedes Standes nicht verschont blieoen ist kein den Schmochtvd gestorben! Die allwissende Vorsehnna wacht immer väterlich über seine Lieblinge! Piw wc?'> Pesth. Der erst vor Kurzem feiner Haft entlassene Oberrabbiner Schwab hat von der Militär- Behörde de» Auftrag erhalten, alle auf dem dortigen Platze befindlichen Israel Gebetbücher alten Datums, wo in dem Andachistücke für das Kaiserhaus der Name des Kaisers Franz Joseph noch nicht eingeschaltet werben konnte, zu konfisciren.