Mannheim
Compact Memory

Der treue Zionswächter · 1849-10-05 · 40 (5.10.1849) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
40 (5.10.1849)
Date
1849-10-05
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2625941-2626254-2626295--2060-2629764
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Aber mit Recht begründet bi'.-'2 den Ausspruch der t>2v2: '2c 2^22 2vb 2'2cvv 2^r>^> 22122 ü'2c 2212 P7H1 ^ft2v 22'2-!>t2 2l>^ '2 7L> 2V11 .Ä ''22 22121 01227!:22 2Ü '2 2L1' 12'/1, auf die Tkatsache, daß sobald hie Wände über 20 .Ellen hoch sind, der bergende Schatten nur durch die Wände entsteht, die als Symbol der Wände des Lebens keinen Schutz gewähren. Unser Schirm kommt von Oben, von dem, der über Leu Sternen thront und das Zeitliche überdauert. Fern von uns jeder Gedanke von Zuversicht stno Vertrauen auf irdische Macht und Größe vzci 727.PV 1^2 in seinem Schatten, unter seinem Schutze lustwandle ich froh und sicher. ';ch '27'toi '22v 'eH ivif> ,;:i!>O' >?c ^2;i'!w 2222 2c'. v Vv2h. Nur wer in den Schatten des Höchsten sich stellt, im Schatten der Allmacht weilet, nur wer vom Allmächtigen spricht: Er, meine Zuversicht und Best, Gott, auf den ich vettraue, den rettet er von aller Gefahr, hebt ihn hoch. Also die zweite Lehre, die wir aus 22'2 r^v herleiten, ist unbedingtes Vertrauen zu 2km, wie auch die Stürme toben, die Zeiten dräuen. Ein Gott ist. Er unser Vertrauen, unsere Hoffnung und unsere Zuversicht. Fort mit der Sorge, der Angst, der Furcht, im Hinblick auf ihn leben wir istöh und heiter und freudenreich sind die Güter des Lebens und wir erfüllen '? 722!» 22VV51. Noch ein Drittes zeigt uns das Laubhüttenfest: zumal wenn wir die Zeit wahrnehmen, wann wir dieses Fest feiern« Den 2ahrcssegen haben wir auch diesmal wieder vom Allgütigcn erhalten, die Erde gab reichlich wieder den Ertrag, der Baum des Feldes seine Frucht, reich an Seinen Segnungen sind die Scheuern, gefüllt sind die Speicher von der Liebe Gottes. Und wie unendlich seine Liebe, so unerschöpflich unser Dank, in der Hütte und im Gotteshause. Aber w:r genießen die Segnungen GottcS nicht ganz, und unser Dank ist auch nicht ganz. Es ist jener frostige Dank, der ans nicht befriedigten Herzen strömt, das nicht von der süßlinden Wärme der Freude durchweht ist, die ja die Würze, das Wesen, der Dank selbst ist. Die Aengstlichkeir um das, was die nächste Zukunft bringt lagert auf dem Gesichte, jener beruhigende Geist, der da unbekümmert um die Zukunft die Gegenwart -es Augenblicks freud- und lebensvoll lebt, ist von uns gewichen, wir Haschen und jagen nach Zuständen/ die uns nur Lichtseiten vorspiegeln. Ob sie aber das verheißene rosige Glück gewähren werden, welches im Gefolge der Ruhe, Mäßigung und Besonnenheit ist? Wir antworten: Nimmermehr, wenn wir mit dem Doppelgesichte rückwärts sehend, stets die Zustände der Vergangenheit richten und die Gegenwart uns verkümmern, indem wir in die Zukunft blicken, das Glück und Heil nur jählings von dem nächstfolgenden Augenblick erwarten. Aber wir werden gewiß Unter den jetzigen Zuständen und unter den bei der Fortbildung und Vervollkommnung der Menschheit immer mehr sich entwickelnden neuen Lagen glücklich und zufrieden sein, wenn wir den Begriff des in Hüttenwöhnens recht in uns anffassen; denn das Getteswort ist das Licht und die Wahrheit und nimmer, können die Nebel und Irrlichter menschlicher Verblendung sie verdunkeln, die Wahrheit ringt sich mächtig hervor; denn 2212 lehrt uns auch die Güterdes Lebens nicht zu überschätzen und nur nach Gebühr zu würdigen. Wir entlehnen wieder das Md des Herbsteö: Heiter ist der Frühling, lachend .der Sommer, aber ernst ist der Herbst, und ernst ist auch das Leben mit seinen Wogen und Kämpfen. Wie thöricht daher wenn der Mensch sich und den Seinigen das Leben verkümmert, indem er seine weit hinausgreifenden Pläne, die Genüsse überhaupt als Ziel und Zweck des Lebens betrachtet "c 1220 22122 ruft uns daher die 2210 zu. Kein fester Wohnsitz ist für den Menschen hier auf Erden. Ein Huttenleben der Aufenthalt hier, ein Verweilen nur in den 7 mal lO Jahren, eine 2->-? 'biv nur nach dem Bilde der 2212 (ist das Leben hier) die Vorhalle zu jenem ewigen Wohnsitze — dort. Mit Recht begründet daher auch vi'i 2 den Ausspruch der t>iw: 2vö '20 22vv^> 22122 2212 7G22 weil über 20 Ellen Höhe nur der dauernde feste Wohnsitz gebaut wird, der aber hier auf Erden nicht erlangt wird. Mit der L'2v gebietet daher die 22m: '22^ 2221)51 '°c ft"? das Leben in Freuden und Frohsinn zu genießen, den ReichthuM des Feldes im Kreise deiner Familie der Wittwen und Waisen, auf die gleich auf dich/wenn auch in anderer Weise das Vaterauge schaut, zu verzehren.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.