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Der treue Zionswächter · 1849-09-28 · 39 (28.9.1849) · page 2

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
39 (28.9.1849)
Date
1849-09-28
Page
– (sequence 2)
Language
German
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-W Zotz geben, in do^ ebenfalls vösiigo CmaneiMtion ausgeffpxochxu, wlrd.,,Da Vieser, sogleich uwhrcxe größere. MaatenHLitr^lteff,- so war eine ziemliche Garantie für ihre Ausführung geboten. Aber die betrübenden Vorfälle in Baden — bei denen nur sehr wenige Israeliten, Mt Ausnahme einiger Literaten sich betheiligteu — hat der Sache einen traurigeren Ausgang gegeben. Die Grundrechte werden negirt werden und jeder Staat seine ihm angemessen s hernendL, Verfassung extheileu. Gewiß ist cs nun, daß in Oesterreich — wir wollen hoffen nur hier allein — eine Emancipation der Juden in weiter Ferne liegt, zumal die Revolution Ungarns, an der sehr viele Israeliten thätigeu. Antheil nahmen, Eeins.^ute Fürsprache oblegen dürfte. Man wird aber dvse Theilnahme an den dortigen Vorgängen unseren unglücklichen Brüdern nicht verargen, za man muß es bei dem schrecklichen Drucke, unter dem sie leider noch schmachten sehr natürlich finden. Die österreichische Regierung wird wol an das alte Lykurgische Gesetz, denken, das keinen Sklaven bestraft^ wenn er sich von seinen Ketten befreit. Aber ihre Staatsklugkeit und Humanität. Mr^v has andere Mittch verschmähen, ihn mit noch, schwereren Fesseln zu beladen. -77 . Merkwü^sg hierbei die, wiederholte Erscheinung, daß hys Iudeuthum sich wol immer groß und, erhaben, zeigen konnte in der. edlen Drehung, seiner. Bürde, — Mas setzten; Förtkrung wahrer Religion uni« Intelligent mit'aller Kraft' getvachscn sind. — Man ficht nämli-t aus drmsetdcn, wegeS aus seiner Hand geben will. — wie dies z. B. zum größten Nachlhütc schon längere Zeit im Großherzogthum Hessen der Fall, .ist. — sondern stets dahin streben wird, daß higung ihrer Geistlichen und Lehrer sich selbst überzeugen muffe. Es ist demnach ein grober Irrthum, so mau sich dem Glauben hiugiebt. als wäre von einem Staate, der die Cinancipation ausspricht, völlige Passivität in Religionsange« lcgenheiten zu hoffen. Bei den so schroff sich gegenüberstehen« auch jetzt seine..Aufgabe zu sein scheint — aber stets dewKürzeren zog,^ wenn eL sich selbst seiner Lasten entledigen, wollte. - So sind nun von den herrlichen Hoffnungen, von welchen wir bei dem Eintritt in das Jahr geträumtsehr viele vereitelt worden; um uns wieder recht zu zeigen, daß, wie der Psalmist sagt: wol viele Entschlüsse in des Menschen Brust rufen, der Gedanke Gottes aber allein nur bestehe:. ' Der Jahreswechsel. II. Haben wir im Vorigen die allgemeinen Verhältnisse zu unserer Betrachtung gewählt, »nd daraus die wichtige Lehre für uns entnommen, daß alle menschlichen Anstrengungen und Bemühungen fruchtlos seien, wenn sie nicht mit Gott und im Vertrauen auf ,hn unternommen sind; so wollen wir Mit dem Gegenwärtigen uns wieder aus unfern eigentlichen Kreis beschränken, unfern. Blick auf unser Gebier richten, und sehen, welche neuen Vortheile die Zudenheir in dem verflo^^en, Zahre erlangt har, und wie die Juden überhaupt zum Zudenrhume stehen. Ein trostreicher und hoffnungsvoller Zustanh bietet sich uns bei dieser Betrachtung dar. Es haben die Juden in ihrer äußerlichen, politischen Stellung zwar nickt den großen Vorcheik eiirgeUommen, welchen sie in Folge der Revolution und der Versprechungen zu erwarten berechtigt waren; allein das wenig Erlangte, wie das ihnen Entzogene, kann für uns Orthodoxen nur erfreulich sein. Wir haben in dem vergangenen Jahre in vielen Landern Europas eine Genugchuung für die lang erlittene Schmach erhalten; ste Hure wurden Wirtin Dänemark, Deutschland, Oesterreich, Italien als gleichberechtigte Staatsbürger erkannt, und daß ohne alle Gesuche und Sturm-Petitionen, selbst bas an feinen Institutionen festhaltenbe England suchte nur unter religiösem Vorwand die Emancipation zu hinter.' treiben; man wagte eS also nicht mehr, den Juden als solchen zurückzuweisen. Solche Zugeständnisse sind von bedeutender Wichtigkeit. Mag immerhin die

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