Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 36 (7.9.1849)
- Date
- 1849-09-07
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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WrHrsmg der Znteresserr des orthodoxe» ZrrdevthUMs. Redaeteur. vr. E n och, Direktor und^ Oberlehrer zu Altona. 5. Jahrgang. 7. September I84S. I Altona. v'in i>!>b '7 P »«. Von diesem Blatte erscheint wöchentlich einmal , Freitags, ein Bogen. Das Abonnement auf ein Jahr ist 5- Ct. s2 Tblr. P7.. 3Fl. 3NXr.) Man abonnirt bei allen löbl. Postämtern, soliden Bttchhandlnngen und ZeitungS-Erpedttionen. Inhalt. Leitende Artikel: Das Gebet der Preußen vor Gott. Von Isidor Lüpschütz. — Analekten vonDr.S.—Zeitungsnachrichten aus: Berlin, Snlzbach, Bernburg, Hamburg. — Anzeiger. — Briefwechsel. — Das Gebet der Preußen vor Gott Aus einer Rehe von IlivorLüPfehütr Gehalten in der Synagoge zu Landsberg. a. d. W. Gesegnet seiet vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht^ H i h h ' -at er den Menschenkindern gegeben. — Nicht die Tobten loben Gott, und nicht die, die in das stumme Grab sinken. Wir aber preisen Gott von nun an bis in Ewigkeit» Hallelujar.' (Pf. US, 15—18.) * * * Begonnen haben wir, meine Freunde, mit einem Liede der Errettung und des Frohsinns: „das ist mir lieb, daß der Herr meine Stimme, mein Flehen höret;" — aber wenn die Stunde ernster Betrachtung angehet, fei eS auch gestattet, dem Frohsinn eine ernste Einleitung zu geben, und diese Einleitung brauchen wir wiederum nicht zu suchen; dicht neben an stehet sie, neben dem gesungenen Rettungsliede. Es sind die Schlußworte des hundertfunfzehuten LiedeS, die der Psalter dem von unS gesungenen Psalme vorangeschickt, und die ich so eben zum D?rt genommen. „Gesegnet seiet vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht!" Ein tief hallendes Echo unserer Zeit sind diese Worte. Der Priester, der heute im Kreise einer Versammlung die Kanzel betritt, er möge seinen und der Zuhörer Betrachtungsblick hinlenken nach welcher Seite er wolle, daS ist der Hauptgedanke, in den Alles, wie in eine Halmspitze, zusammläuft; „gesegnet seiet vom Herrn, der Himmel und Erde macht." Mehr als sonst bedarf es dieses Segens. Angefangen hat dies Jahrhundert mit Aufklärung und Beleuchtung aller Fächer deS Lebens; jetzt, da es sich bald seiner zweiten Hälfte zuneigt, ist das Resultat aller Aufklärung gleichsam, der scharf sich ausprägende Charakter unserer Zeit, „das völlige Trennen der Kirche vom Staate." Verstehen Sie mich wol, was ich darunter meine, und was unter dieser großen Originalidee unserer Zeit eigentlich verstanden sein soll? Man will