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Der treue Zionswächter · 1849-08-31 · 35 (31.8.1849) · page 7

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
35 (31.8.1849)
Date
1849-08-31
Page
– (sequence 7)
Language
German
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»ZH 279 W«.!! v) Die Rubrik verschämte Arme, weiche 1818 Crt.mK 3724. 8 SrtK. 587. 8^ weniger al- 1817 — gekostet hat, begreift Gäben von 4 bi- 30 mK, die von den beiden Präsides der Armenanstalt, und noch höhere, die vom gesammten Vorfteher-CollegiuM bei Fallen augenblicklicher Noch und wo es erforderlich ist, unter Beobachtung der allerstrengsten Verschwiegenheit ercheilt werden. Nur die sehr specielle Bekanntschaft des Gemeindevorstandes mit den Verhältnissen der meisten Familien macht dies Verfahren möglich und ersprießlich. Daß die Benennung von verschämten Armen im Gänzen keine ungeeignete ist, beweist sich dadurch, daß beiden vorkommenden Legatenverloosungen, wosowel eingezeichnete als verschämte — und selbst hier noch nicht alle diese — concuriren jedesmal 500—7 550 Namen sich im Loose fipden. ä) Ueber unsere HauSkrankenpflege ist wellig Eigenthümliches zu bemerken. Bei erkrankten Armen ist nicht viel Zeit sich zu besinnen/ Versankmlungen zu halten und zu deliberiren; sondern rasch muß eingegriffen werden, und die Gefahr einer überflüssigen Ansgabe verschwindet gegen die einer zur Unzeit verweigerten, oder einer verspäteten Hülfe. Unsere Armenordnung läßt daher auch den Pflegern und Aerzten (.wir haben zwei Districsärzte, einen Wundarzt und einen HulfSwundarzt) hinlänglich freie Hand. Das regulaire Krankengelo steigt bis zu 3 A wöchentlich neben freiem Arzt. Medikamente undHülfsmitteln (Igeln, Bandagen rc.), dem Schwerkranken wird ein Wärter gegeben, (siche Wärter-Regulativ, bei Armenordnung- und daneben dauert, wo die Lage der Familie es erheischt, das gewöhnliche Wochengeld fort. Selbstverständlich wird diese kostspielige Verpflegung nur eine gewisse Zeit fortgesetzt, und der Kranke dann ins Krankenhaus geschickt. Obgleich nun die Hauskrankenpflege einen größeren Kreis von Familien zn versorgen hat als die gewöhnliche Armenpflege, so hat dieselbe doch 1818, ungeachtet der Chorela, nicht mehr als Crt.^ 1185. 5 ß. gekostet; also Crt.A 326. 10 ß weniger als im Jahr 1817. Einen lästigen^Anhang zu dieser Rubrik bilden die Kostgelder, welche wir dem »allgemeinen" Krankenhause für unsere Irren zu-, entrichten haben. 1847 ist dort das Kostgeld von 7 auf 10 ß für den Tag erhöht, und wir sind genöthi'gt/ nachdem selbst eine Supplik an den Senkt ohne Erfolg blieb, diese Erhöhung die 1818 die Summe von Crt.mA 621. 6 ß .ausmaMe, zn tragen, so daßLwir im Ganzen Crt."tz 1523. 2 st zu zahlen hatten. e) Die Waifenpflege unserer Armrnanstalt hat nur wenige Kinder abgesondert zu versorgen, da wir sie so viel als möglich bei den Müttern zn lassen streben. Die 1838 erweiterte »Hamburgisch Deutsch-Israelitische Waisenanstalt" ein Institut, welches mit der Gemeindeverwaltung bloß in dex Verbindung steht, daß sein Capital sowol als seine Statuten unter Obhut derselben stehen. Nimmt nur Knaben, und diese erst mit sechs Jahren auf; der Armenanstalt bleibt mithin die Verpflegung von Mädcheü und ganz kleinen Knaben. Gegenwärtig haben wir fünf Mädchen und drei Knaben, die unter Aufsicht von zwei Armenpflegevn in Pension gegeben sind. Der Bericht über ihre körperliche, moralische und intellektuelle Entwickelung lautet sehr befriedigend. D ie Kosten waren — Brot und Suppe. Unterricht rc. rmgerechuet — Ät.aG 776. 6 st. Früherhin, bevor die genannte Waisenanstalt ihre jetzige Ausdehnung erlangte, kostete uns diese Rubrik weit höhere Summen. 1- Unsere Brot und Snppen-Anstalk bildet das Ressort des Vereins junger israelitischer, Armenfrcnnde. Sie besieht seit 1817 nutz die, Kosten wurden ursprünglich, mit durchschnittlich geringer Zubuße, durch eine Subscription gedeckt. Allmalig verminderte sich jedoch letztere und der Bedarf stieg so, daß die Armenanstalt schon feit gegen 1830 einen namhaften Ausfall zu decken hat, der z. B. 1816 Crt.mH 1216, 1817 Ert.mz 7711 und 1818 Erl.'nK 5621 beträgt; obgleich es den jungen Armenfreunden gelungen ist, die Subscriplion in den letzten Jahren — 1818 freilich ausgenommen — wieder Etwas zu heben. Diese Anstalt besitzt einen durch Geschenke und Legate entstandenen Fonds von Crt mK 9561. Sie hat 1318 täglich 160 — 170 Kinder in unseren Frerschulen mit Mittagessen versorgt und außerdem Roggenbrot vertheilt an 71 einzekne Personen und kleine Familien, 56 mittlere und und 29 große Familien, Weißbrot an 32 schwache Personen, und

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