Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 33 (17.8.1849)
- Date
- 1849-08-17
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2625941-2626254-2626288--2001-2629698- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
264 der Glaube an den einzigen und einige» Gott nicht die Grundlehre und gewiß das Wesen des Zudeuthumü? und ist nicht die Vielgötterei diesem Grundclement ganz zuwider? und schlaget einmal auf das 3. B M., da heißt eS im 4. V. des 19. K. xiösii!>f> i3vn Li, '7':f> Opö W2?> 7,3VV. Was stchek aber gleich hart nebenan? — ein Opfergebor: O23ib7ö L'vöc P3r D3iO »pi Ferner gehört bas Verbot der Blutschande nicht zum Wesen der Sittlichkeit? und leseteinmal nach daS 20 K. desselben Buches, welches von der Blutschande handelt, in demselben findet ihr das Speisegesetz: 71.1v!> sipv.l -jw.l;«31 .isiprH 7,7X107, 7>p.13.1 -'3 ^o!>73.11. Und so könnet ihr noch viele andere Beispiele anrreffcn, die in die zarten und durchsichtigen Gewebe des Gedankens allem ist das Wehen des Iudenthums gehüllt; wie oft schon hat der Geist gefehlt und ist in Zrrgänge gerarhen, aus welchen der Glaube sich nicht mehr herausgefunden, r.i'-23 1.11m sin (Zes. 4k, 20.); auch nickt das Herz allein schafft den richtigen Ausdruck für die tsraelltische Religion; wie oft schon har das Gefühl mißleitet und die wirkliche Welt, wie ein traumhaftes Gebilde der Phantasie angeschaut und beurcheil^. 0O75 wr H i7'3Ü i!>!,iocf> „Beraubt sind selbst die starken Herzens, sie taumeln hin, wie im Schlafe " (Pf 76.6). Sondern in der Thal und durch die That erklärt sich und wird gedeutet und verstanden das Iudenchnm, durch die Thal wird es verwirklicht, tritt drc Zdee als körperliche Gestalt und Wahrheit auf, und wird sie lebendig angcschaur und begriffen. Seher, das ist an unfern Vätern, die am Sinai standen und bei Empfangniß der geoffenbarrcn Religion begeistert und einmür. ig ausriefen: vvcri 7>rvs '? 737 irli ö- „Alles was der Herr gesprochen, wollen wir thun und be< obachren." (2. D M. 21, 7.). Unsere Väter nämlich harren die Elgenrhümlichkelt der israelitischen Lehre richtig ersaßt und begriffen, indem sie sie sogleich als eine Religion der That erkannten. .icvd öpic'w'ip.iL Vvcrö. (Sabb. 89a). Wenn dem aber so ist, und wer möchte das Gegentheil behaupten? — nun wol, so lasser uns, m Dr und Schw., nicht irre machen, von dem verkehrten Streben der Gegenwart; lasser unS die Eigenthümlicbkeir unseres Glaubens wahren und festhalren für aste Zeiten; lasset uns religiöse Thaten üben, Thaten, durch welche das Zudenrhum strömt, und die als lebendige Aeußerung der Religion von ihrem innersten Wesen Zeugniß oblegen. Lasset auch uns, die späten Nack' kömmlinge jener Gorr begnadigten Männer am Sinai einmürhig und begeistert ausrufen: 7^23 '7 737 icsiH Alles was der Herr gesprochen, wollen wir rhun, unser Leben werde eine Thar deS Glaubens, nicht blvs Gedanke, nicht blos Gefühl, sondern Wahrhaftigkeit und Wirklichkeit, damit die Lehre Mosis wirklich ein Erbe bleibe der Gemeinde Jakobs, ein theuereS, unveräußerr licheS Gur den spätem Geschlechtern daß auch in ihnen die Religion eine lebensvolle Thar werde. Amen. Anzeiger. Derselbe nimmt jüdisch-religiöse Mitthcilungen gegen iz Ngr. Gebühren sür die gespaltene Zeile aus. Die Red. Bei den Unterzeichneten ist vorräthig: .TW'.I 720 I172N ->1O Webrrttsehes Gebetbuch Dieses Gebetbuch ist hinsichtlich seines starken und dauer- Gebr. Bonn, Buchdruckereibesitzer in Altona. Briefwechs e L Verlag: Lehmkuhl sche Buchhandlung in Altona. Druck: Gebrüder Brnn in Altona.