Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 32 (10.8.1848)
- Date
- 1848-08-10
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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- Der zur WshrrrNg der? Interessen des orthodoxen Iudenthnnrs. Re-aete»r. vr. En och, Director und Oberlehrer zu Altona.' 5. Jahrgang, io. August 18«. I Altona^ l v 1k, 21,,» ^r»s. Von diesem Blatte erscheint wöchentlich einmal, Freitags, ein Bogen. Das Abonnement auf ein Jahr ist S K Ct. (2Thlr.pr.,3Fl. 3«Xr.) Man abonnirt bei allen löbl. Postämtern, soliden Buchhandlungen und Zeitungs-Erpeditionen. Inhalt' Leitende Artikel: Ueber Gottesfurcht von — Der Kummer nm die Zukunft. Betrachtung von.. R, '7-> Zeitungsnachrichten aus: Berlin, Wien,, Hamburg. — Miöcclle. — Aufforderung. — Anzeiger. — Briefwechsel» Ueber Gottesfurcht- Von L Zn einer so bewegten, oder vielmehr so bestürmten Zeii, wie eS die unserige in religiöser Beziehung ist; in einer Zeit, in welcher für daS Zerstören der Heiligthümer leider so viel, für die Erhaltung derselben aber leider so wenig geschieht; in einer Zeit endlich, die alles Bestehende in Frage stellen, iw Zweifel ziehen möchte: in einer solchen Zeit, sage ich, muß derjenige Israelit, der nicht im Strudel des Unglaubens untergehen will, fich noch mehr qls je dem Gesetze Moscheh'S anklammern, und mit sicherer Hand den Anker auSwerfen können, der allen Stürmen zu trotzen vermag. Zn Schrift, in Wort, in Handliüigen wird daS Gift unserer Seele auf den Markt deS Lebens gebracht; in anmuthigen Gefäßen, in überzuckerter Gestalt zum Kaufe dargeboten; «nd der Unverständigen, der Leicht» fiNnigen hat eS noch zu jeder Zeit genug gegeben, ..welcke daS Bittere süß, daß Süße bitter nennen: die au- Finsterniß Licht, ans Licht .Finsterniß machen; die daS Gute bös, das Böse gut heißen." Was kan« nun. dei solchen Erscheinungen nothwendiger sein, .als mindestens hier und da auch daS Wort zn vernehmen, welches der Erhaltung de- Bestehenden gesprochen wird? und namentlich Euch, meine Lieben, bei denen der gefräßige Zahn der Neuerungssucht sein zerstörendes Geschäft noch nicht begonnen har. Euch muß eS gewiß willkommen sein, wenn Zhr Worte der Ermunterung, der Kräftigung deS religiösen Standpunktes vernehmet, auf welchem Zhr Euch befindet. Zwar steht es mit der Sacke unserer religiösen Richtung nicht so schlimm, als daß ein Nokhruf nöchig. wäre. Noch zahlen wir viele Gemeinden, in deren Mauern der böse Feind noch nichr gedrungen ist. Noch erhebt die weit überwiegende Mehrheit Zisraels die Fahne, die unsere Begleiterin war auf allen Stufen des Glücks und des Unglücks, in welchen beiden Epochen Zisraels so merkwürdig dasteht. Noch will die weit größere Zahl der-Zehnbiln diese alterchümliche, vielbenutzte Fahne mir keiner neuern, noch so schön aus geschmückten verrauschen. Gerade dieses Alkerchum verleiht ihr ja ihre Würdeder unveränderliche Geber verleiht ihr jo Heiligkeit; die Kämpfe um sie machten sie uns ja theuer; l>»-