Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 30 (27.7.1849)
- Date
- 1849-07-27
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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zur Wahrung der Interessen des orthodoxen Zudenthnnrs. Redakteur: vr. Gnoch, Direktor und Oberlehrer zu Altona. s. Jahrgang. S7. Juli 1349. I Altona. I v'-m -b r> 80. Von diesem Blatte erscheint wöchentlich einmal, Freitags, ein Bogen. Das Abonnement auf ein Jahr ist 5 K Ct. (2 Thlr. pr.,3Fl. 30Xr.) Man abonnirt bei allen löbl. Postämtern, soliden Buchhandlungen und Zeitunas-Erpeditionen Inhalt. Leitende Artikel: Der Staat in seinem Verhältnis zur Kirche von I. Die Hoffnung des Orthodoxen in der Jetztzeit. Von Religionslehrer M. H—m. — Der Kummer um die Zukunft. Betrachtung von R- — Metrische Dibel- Uebersetzungeu. — Zeitungsnachrichten aus: Schwerin, Worms, Wiesbaden, der Rhein-Provinz, Hamburg, Landan, Italien. — Aufforderung. — Briefwechsel. Der Staat in feinem Verhältnisse zur Kirche, von I. (Fortsetzung.) Nach der Darstellung des tatsächlichen Verhältnisses zwischen dem Staate und der Kirche bleibt unS die Aufgabe, die Grundzüge einer den oben angeführten, allgemeinen Principien angemessenen Gestaltung, vorzulegen. An der Nothwendigkeit einer solchen wird nur der Uebelwollende zweifeln mögen, da die unheilbringenden Folgen des gegenwärtigen Zustandein dem Untergang aller Lebenskraft, der Achtung, gemeinsamer Liebe und Begeisterung für die öffentlichen Formen des religiösen Leben-, erkennbar genug vorliegen. So gemeinsam aber jene Ueberzeugung geworden, so höchst verschieden sind die empfohlenen Heilmittel, bald mit Besonnenheit aus der Erfahrung geschöpft, bald, und diese.sind leider die am häufigsten dargereichten aus theoretischen Abstraktionen gewonnenen, deren Erfolg nun aber erst an dem kranken Körper versucht werden soll. So komme es denn, daß Manche die Einführung einer freien Gemeinde- Verfassung mit völliger Beseitigung der bisher bestandenen kirchlichen NegierungS-Behörden der Consistorien fordern, während Andere die Vereinigung von Synoden und Consistorien, Andere nur eine zeitgemäße Umgestaltung Ersterer wünschen. Za, auch dieses ist bereits vorgeschlagen, daß für den Gesamm- Umfang de- Bundesstaats ein deutsches Dundes- Consistorium errichtet werden möge, damit aus den einzelnen Landeskirchen, auch eine selbstständige, formell allgemeine Kirche werde. Auch uns erscheint als da- Erste und Wahre, was uns hier Noch thuk. Freiheit für das innere religiöse Wirken, daß es nach Außen aufs Neue erstarken könne. Aber nicht eine solche Freiheit meinen wir, wie sie von Bielen gedacht wird, ein Ungebundensein, als dessen Höhen- und Ausgangspunkt die Befugniß der Gemeinden ihre Geistlichen willkührlich zu entlassen, sich darstellr; eine Fessellosigkeit, welche nirgends im bürgerlichen Leben ihres Gleichen finden würde. Lassen wir vielmehr von solchen Forderungen, deren Heilsamkeit sich noch nirgends bewährt hat, und nirgends sich bewähren kann, und versuchen wir nicht, ein unerprobteS Neuean die Stelle deS Bestehenden zu setzen, und das,