Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 22 (4.6.1849)
- Date
- 1849-06-04
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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»rs irs Zukunft später» Tagen das Ludenthum zertrümmern werden. —7 Aber, Herr Rabbiner, wisse« Sie denn nicht, daß die Juden praktische Menschen sind, und daß sie richtig kalkulirende Geschäftsleute sind? Weil sie aber das sind, so denken sie, wenn die Rabbinen nur als einstige Tagelöhner zum Abtragen des Gebäudes verwendet werden können, so wollen wir ihrer bis zu jener Zeit entbehren und ist jene Zeit einmal eingetreten snüi t'wws f>->2v so sei es unsere Sorge nach handfesten Arbeitern uns um zu sehen, die wir als Kärner und Erdarbeiter in Taglohn annehmen, die mit dem Abbruch bälder zu Ende kommen werden, als die schwachen Händchen der Miniatur-Rabbinen.— Sollen wir, so schließen die Inden, um unsere Religion geprellt werden, so wollen wir wenigstens unser Geld sparen, 2m Abschnitt „Predigt" rathet der Herr Verfasser den Rabbinen, bei ihren Vorträgen reformistische Ideen cinzuschmuggeln, aber wie sich das von selbst versteht und wie das bei andern Schmugglern auch der Fall ist, recht behutsam zu verfahren. Dagegen aber fordert er ihnen, außer der Zeit des öffentlichen Gottesdienstes, die Synagoge zu freien Vorträgen über religiöse Gegenstände zur Verfügung zu stellen, wodann der Mann Gottes ganz unZcnirt die Libcrtiiiage das Wort reden kann; und dabei habe die Gemeinde das Recht nicht, ein Veto einzutcgen. Wir andern begreifen cS zwar nicht, welche Ansprüche der Herr Rabbiner an die Synagoge zu machen habe, wenn er sie als Arena seiner destruktiven Bestrebungen im Widerspruch mit der Gemeinde, die doch die Synagoge bauen und unterhalten muß, gebrauchen will? - Allein solche kleine Männchen -machen in der Regel gar große Ansprüche, und da ihre reformistische. Ideen, sie plagen, wie die Seide den Seidenwium, sie müssen zu Tage befördert werden; und so soll die Verpuppung in der Synagoge geschehen. Nicht etwa der größeren Räumlichkeit wegen, denn das Auditorium der Demosthcncn ist so zahlreich nicht, aber darum, weil sie viel zu bescheiden sind an einem andern, als an dem für ihre Heerde bestimmten Ort, und von andern Ohren, als von denen, die an ihre rednerische Bilder sich bereits gewöhnt'haben, ihre Rhetorik bewundern zu lassen. Uebrigeus ist das, was über die Rechte der Gemeinde« über ihre Autonomie rc. re. gesagt wird zwar gut, aber so verworren geschrieben, daß man Mühe hat, sich durchzuarbeiten; indem der Abschnitt über Rabbiner, neben der Verworrenheit in Styl auch noch den baren Unsinn in der Sache auskramt. Schwaben. Jllereicheir. Vor einigen Wochen verloren wir leider durch ein plötzliches Dahinsterben unfern Rabbinen Maier Maier Er war ein frommer braver Mann, und verwaltete sein Amt seit etwa 10 Jahren treu und redlich. Wohl mag er das 55. Jahr zurückgclegt haben. — Unsere Gemeinde mit dem benachbarten Ossenberg besteht ans 100 Familien und wir müssen bald einen Stellvertreter wählen. Wahrscheinlich werden wir kein besonderes Nabbinat mehr bilden, da wir in unserer Nahe große Gemeinden haben, denen wir uns anschließen können. Ja, wir haben nur ,1z Stnndcn nach Fellhcim, wo ein Rabbiner angestellt ist, werden aber diesem unsere Seele nicht anvertrauen. Es wäre zu wünschen, daß der würdige, vielseitig gebildete und überaus fromme Rabbiner Schwär; in Hürben uns zu seiner Gemeinde einverlcibt bekäme. Wir dürfe« uns dazu gratnlircn. Denn Herr- Schwarz hat vorzügliche Tugenden, sein Wirken ist sehr bedeutend, und seine liebenswürdige Persönlichkeit verfehlt nie den segensreichen Eindruck. Zudem liegt uns Hürben nur 5 kleine Stunden entfernt. Posen. Der gänzlichen Auflösung der hiesigen jüdischen Gemeinde-Verhältnisse ist bereits in diesem Blatte Erwähnung geschehen, so wie daß sämmtlichc Angestellte, der Oberrabbiner Egcr nicht ausgenommen, ihrer Stellen entledigt, nur noch durch Stipendien von Privat - Leuten erhalten werden. Schmerzen wird es gewiß die vielen Verehrer des Mannes, daß auch unser Pleßner, wenn nicht bald eine sich andere entsprechende Beschäftigung ihm darbietet, gesonnen ist, nach Amerika anszu-