Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 20 (18.5.1849)
- Date
- 1849-05-18
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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oW> IM Wo „Ist das Pfäffleiu noch so klein — „Es stecken tausend Teufel drein!" So eben erhalte ich eine Broschüre mit dem Titel: Welche Verfassung soll ich den würtembergischen Juden geben, oder geben lassen." Der Verfasser, welcher wahrscheinlich ein Rabbiner, giebt vor, die Wünsche des Volkes anszusprechen, wie solche bei den vielen Volksversamm» lungen, die seither von den Juden gehalten worden, ausgesprochen worden sind. Es ist nicht in Abrede zu stellen, daß der weit größere Theil des Schristchens wirklich die Wünsche der Gemeinden enthält. Aber eine Klippe konnte der Verfasser nicht geschickt genug umschiffen, und doch mochte er fürchten, daß fein Fahrzeug bei den unvorsichtigen Vorwärtssteuern an dem felsenfesten Willen des Volkes scheitern müsse; daher scheint es» als habe er ein zweifaches Räderwerk an sein Dampfboot gesetzt, und zwar Eins, daß nach dem Willen der Gemeinden und ein Anderes, das nach dem Willen des geistlichen Verfassers sich bewegt. (Schluß folgt.) Ankündigung einer neuen Auflage des Werkes: PI"2' von 'i Niemand wird in Abrede stellen, daß es ein nicht kleines Verdienst ist, geistvolle Werke, die ihrer Seltenheit wegen allmälig in Vergessenheit kommen, durch eine neue Auflage gleichsam wieder zu beleben. Das philosophische Werk prö' rn'pv, das philosophischste der hebräischen Literatur, hat durch drei Jahrhunderte zwar nicht wenig Auflagen erlebt, wurde aber immer so schnell vergriffen, daß es heut zu Tage dennoch selten geworden, und häufige Nachfrage darum geschehen. Gefertigter hat es daher unternommen, eine neue Auflage dieses Werkes zu veranstalten. Ich kann mich kühn und dreist rühmen, daß diese meine neue Auflage alle bisherigen übertrifft, denn erstens: erschien dieses bisher immer in Einem Bande gr. Folio, während ich es in fünf Bänden in Octav-Form erscheinen lasse, eine Form, die die jetzige Lesewelt sehr liebt. Zweitens: Da der Verfasser dieses erhabenen Werkes an vielen Stellen sehr dunkel ist, und nicht von jedem Leser ohne außerordentliche Anstrengung begriffen werden kann, so ging ich einen der größten jetzt lebenden Gelehrten, Herrn Chajim Josef Pollack, Oberrabbiner zu Trebitsch in Mähren an, dieses Werk mit einigen erläuternden Anmerkungen zu versehen. Dieser aber so edle als gelehrte Mann, hat meinem Wunsche nicht nur Genüge geleistet, sondern schrieb über das Werk einen ausführlichen Comentar, wodurch er wahrlich den ppt« M'pv eine neue Krone aufgesetzt. Ich will übrigens die Vorzüge dieser meiner neuen Ausgabe, sowohl in innerer als äußerer Hinsicht nicht dctailliren, der geneigte Leser vergleiche und urtheile selbst. Ich will nur schließlich dieses noch bemerken: Trotz des unsäglichen Kostenaufwandes, den ich bei der Ausstattung dieses Werkes hatte, habe ich dennoch (um nur das Werk allgemein zu machen) den Preis für alle fünf starken Bände nur auf 7^ fl- CM. festgesetzt. Doch genießen Abnehmer ganzer Parthien bedeutende Vortheilc. Die Beendigung des Werkes erfolgt Ende Mai. Preßburg, den 3. Mai 1819. Victor Kittzeer. Briefwechsel. Io- Ich bekenne mich zum Empfang. Doch hätte ich außer dem Materiellen noch Andres gewünscht. — B» Die Entscheidung drängte durchaus nicht. — L. Der Schaden ist bedeutend, doch nicht unersetzlich. — Verlag-' Lchmkuhl'sche Buchhandlung in Altona. Druck: Gebrüder Bonn in Altona.