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Der treue Zionswächter · 1849-05-11 · 19 (11.5.1849) · page 4

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
19 (11.5.1849)
Date
1849-05-11
Page
– (sequence 4)
Language
German
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I W den unerbittlichen, strengen Zeitgenossen über Alles, was nicht ganz der Niedrigkeit ober Mittelmäßigkeit angchörte, gehandhabt; wer diese Prüfung glücklich überstanden, der hat in Wahrheit wohl vollbracht den Lanf. Das war keine momentane AufteguM; y.ie. , jujenenf harten - Tagenc des Verlustes yl^r erlebten, so wird ein Verurtheilter, ein Gleichgültiger, nicht beklagt, betrauert und berpeint. MM, sein-^ebeu gehört jetzt der Geschichte, der jüdischen; Zeitgeschichte au, und will sie wiedergeben, wofür der wahrhafte Ausdruck ihr iu mannigfachster Gestalt geboten wurde, sie muß es aussprecheu:, Er war ein großer Mann- Groß i« seinem Geiste, groß in seiner Wirksamkeit, er hatte Streben, chatte Idee, wirkte, lebte nur für sie.. Der siebenjährige Knabe, der zu Mainz aus dem Talmud hebräische Sprache und Gebete lernte, der Heidingsfelder der im äußersten Kampfe mit den.„täglichen Lebens,Verhältnissen,^ mit, eiserny» Fleiße, sich dem Talmud und dem unterbrochMeA cM. des Berühmten feek. Oberrabbiuers.Ming hchgah,, . der philosophische Geist des, - MürzbMger Studenten, der einen Wagner fand uW vyz,,Mln gefnndjnrwurde, der gereifte Verstandk des.angehyzq den Mannes, den zu München MMontegsaS seines Umganges nicht unwürdig hielt/ es MaM eben so viele Momerrte, die jy dieser; Perjobe der VoröereitunZ bereits den außerordentlichen Man», d en : tiefen, Denker, Len beharrliche» Charakter beurkundete«. So trat er vor 27. Jahrenin^nnsexe Mitten sich seiner Aufgabe klar.bcwnßt, fest,entschlossen, sie im Besitz der großen -Mittel, . die -er fein neunen könnte, zu einem gedeihlichen. Ziele zu führen. Strenge Erhaltung des göttlichen Judenthiuns Lu seiner wahren Gestalt, seiner lautern Heiligkeit, heißt diese Aufgabe, und er hat sie gelöst, meisterlich gelöst, gelost, wie nicht bald ein Zweiter mehr. . Seht Ihr diese fromme Gemeinde, ein Musterbild der Gemeinde Israels, seht diese Phalanr rnw-glühender Jünger, die er geschaart um sein Panier, sein Ideal, seht die begeisternde Liebe, mit der er sie entflammt für Sittlichkeit und Religion,-als Inbegriff des Judeuthums, und Ihr müßt xs wider Euren Willen eingestehen: Nur wer wahrhaft fühlte, wer ernstlich wollte, konnte dieses bewirken, wer aber solches bewirkt, der hat picht umsonst gelebt. Unter der Reihe der Volkshirten, die eS sich zur Aufgabe gestellt/ treu ihrem Berufe, ihre Pflegebefohlenen dem wahrhaften Heile entgegenzuführen, unter den Männern Israels, die mit eiserner Stirn-x mit'-eherner Brust Anfeindungen stets Trotz, -bietend-rn wahrhaft die Ehre Gottes eiferte,. nyd seiner, heiligem, Lehrewird der Name Bernays stets oben an -stehen,, ein Bild der Erhebung des Nacheifers. Das orthodore, conservative Judenthum, dem. er mit Leib und Seele augehörte, wird sein Andenken stets hochachten und treu bewahren; mag der Körper auch-im Grabe modern, für die Seele giebt es keine Gruft, ov'cvv v'p'?L .vAN2l;v. - M. Hambwg. Ernste traurige Tage waren es, die wir soeben durchlebtaber sie sind vollbracht, eine noch ernstere Zukunft steht uns jetzt bevorwas sie unS bringen mag, wer vermag es zu durchschauen? Die auswärtigen Leser dieses Blattes wünschen vielleicht eine -.ausführliche Schilderung der stattgehabten Trauer--und) Begräbniß-Feierlichkeiten, allein, so bezeichnend-auch diese Aeußerlichkeiten, es sind doch mir .Formalitäten, während mich vor Allem das Innere-..das Wesen beschäftigt. Die Liebe zum Verstorbenen, die sich vor wenigen Jahren erst, bei dessen Jubiläum so innig und wahrhaft zeigte, hat sich jetzt, wo es sich um ein v'op also ohne NOenahstchleu handelte, in einem noch bei Weitem volleren Maaße beurkundet. Diese dichtgedrängte Mcnschenmasse, die stumm vor Schmerz oder auch den Schrei der Verzweiflung ausstoßend, thränend und händeringend, der Leiche folgten, die unabsehbare, endlose Reihen von Wagen, die dem Geschiedenen den letzten Zoll der Ehrerbietung brachten, sie sind gewiß so viele sprechende Beweise der Liebe deren der pro sich in unsrer Mitte zu erfreuen hatte. Diesen Gefüklen verlieh in einem Dortrage, der in geistreicher und gefühlvoller Auffassung und Behandlung sich der ungethciltesien Anerkennung zu erfreuen hatte, der Oberrabbincr Ettlinger von Altona, der vom hiesigen Vorstände dazu eingeladen war, den am Grabe deS Verstorbenen zu halten, Wort »nd Ausdruck, während zwei Schüler des Seligen, im Sterbehaus der Eine, ebenfalls auf dem Begräbnißplatze der Andere, Worte des -Gefühles sprachen, wie sie mtter ähnlichen Verhältnissen so natürlich, nicht

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