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Der treue Zionswächter · 1849-05-11 · 19 (11.5.1849) · page 2

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
19 (11.5.1849)
Date
1849-05-11
Page
– (sequence 2)
Language
German
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führen könnte, ihn mit der Kraft ausrüsten, sich aus demselben hcrauSzuarbetten; die gedachten Anforderungen aber sorgfältig prüfen, und dünn nach Gestalt der begründet in näheren Betracht ziehen. Die Kraft, in dem Strome der materiellen Interessen den Kopf oben zu behalten, r m nicht mit in ihrem Strudel uiucrzngchcn, kann nur die Religion geben: es har also die Schule, wenn zu allen, so besonders zu unfern Zeiten eine strenge. Verpflichtung, den Segen der Religion in seiner ganzen Fülle ihren Schülern mitzukheilen, und nicht allein in aller Kopf aller Herzen ihn lebendig zu machen: „Trachtet am ersten nach dem Reiche Gottes und nach seiner Gercchtigkeir, so wird euch Solches alle» zufallrn " Es giebt keine bessere und kräftigere Abwehr jener niedrigen Genuß- und Erwerbsncht unserer Tage, jener Richtung bloß auf daS Gemeine und Niedrige, die sich in so mancherlei Erscheinungen geltend macht, lener Verachtung dessen, was nicht Geld einbringr oder zu äußere Ehre führt, als die Abwehr durch die Kraft der Religion Die höheren Schulen freilich, die haben außerdem (Gort gebe, in der Praxis in allen Fällen außerdem, und nicht manchmal statt dessen) die Wissenschaft, die streben, daß das §7erz ihres Schülers für alles Große und Wahre und Schöne des Altcrthums und der Gegenwart erglühe, daß Wissenschaft und Kunst seinen Sinn läutern und ihn hoch erheben über den niederen Pöbel des Naunieine theuren Freunde und Kollegen, besonders nach dieser Seite den so wahren Ausspruch eines berühmten Heiden (des Cicero) anwendcn: „Welchen größeren besonders bei dem Geiste und unter den Verhältnissen der Gegenwart " W<e sehr dieser Zweck unseres Religionsunterrichtes zugleich die Form und Methode läufigen Auseinandersetzung Jede Mittheilung die nicht weiter dringt, als zum Verstände des Schülers kann für diesen Zweck nur mittelbar wirken, indem durch den Verstand das Herz desselben bearbeitet werden soll; denn dieses ist es, in welchem der Samenkorn des Wortes Gottes feste Wurzel fassen muß, falls wir eine Nachhaltigkeit unseres Unterrichts hdsftii. Daher wird uns alles das im Unterrichte, was dahin nicht führen kann, nur als Nebensache, als Hinleftung erscheinen können: Begriff-zergliederung, spekulative Betrachtungen, und alles nach seiner eignen Natur und nach der Natur des Schülers, kahle und kalte Verstandeskatechisiren, ans dem nichts weiter werden kann. (Fortsetzung folgt) Exegetische Blumerrlese. Von Dav. Leop. Straffer. Nabbliiatskandldar. (Schluß.) Bei den Animalien, denen Gott den Forkpflam zungerrieb in wahrer Bcwusilosiakcir, als bloßen Instinkt eingab, würde jene vernunftwidrige Mißdeutung, als sei hier von einem, von Seiten Gottes liimiittclbar gegen die Thiere gerichteten Befehle die Rede, äußerst unstatthaft fein. Der Geist der göttlichen Einsegnung, welche der Sprachgebrauch zwar in einer körperlichen Hülle, als werde diese in Lauten und vcr, nehmbaren Tönen ausgesprochen, daisft-llr. worunter aber nichts desto weniger ein bloß geistiger still schassender Wille verstanden werden kann, darf von keinem religiösen Sinne verkannt und mißverstanden werden. — Ganz anders aber ging der Schöpfungsgeist wir dem sinnlich vcrnünftiacn Wesen, dem Menschen zu Werke. Nicht für mechanische Wirkungen, für freie Handlungen soll er bestimmt sein; seine Kraftäußei ung soll auS keiner Nörhigungsquelle streßen, nur eine zwanglose moralische Gesinnung soll ihre Triebfeder Naturbeherrscher soll auch Beherrscher feines eigenen Willens und Triebes sein, der ihn nur dan» zu statten kommt, wenn er die große rein moralische Aufgabe der Erhaltung und Fortpflanzung der Menschheit hiermit zu lösen glaubt. — Hier im Texte heißt es also nicht, wie bei den Thieren, daß der Mensch durch den göttlichen Ausspruch, über ihn znr Fortbildung genörhigr sei; sondern Gvtr sprach zu ihm:

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