Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 18 (4.5.1849)
- Date
- 1849-05-04
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Der zur Wahrung der Interessen des orthodoxen Judenthunrs. AU Re-acterrr. vr. Euoch, Direktor und Oberlehrer zu. Altona. s Jahrgang. ». Mai ISIS. I Altona. I v ir, 18. Don diesem Blatte erscheint wöchentlich einmal, Freitags, ein Bogen. DaS Abonnement auf ein Za-r ist 5H Ct. (2 Thlr. pr.. »Fl. 3l»Lr.) Man abonnirt bei allnr löbl. Postämtern, soliden Buchhandlungen und ZeitungS.Erpeditiönen. Inhalt. ^7^ Leitende Artikel: Die Dolksschule und die materiellen Interessen. Von T. — Exegetische Blumenlese. Do» DaN- Leop. Straffer- Rabbinatskandidat. — Zeitungsnachrichten aus: B^den. dem Würtembergischen» Frankfurt, Altona. Hamburg. — Anzeiger. — Brieswechsel. -7 .1 Die Volksschule und die utates-ellen Jutereffeu. Von T. Von der Wirksamkeit der Volksschule und der amtlichen Thatigkeir der an derselben angestellten Lehrer ließe sich>auS einem gewissen Gesichtspunkte vielleicht behaupten, daß bei aller Verschiedenheit der Zeiten und Zeirrichrungen diese immer eine und dieselbe sei, unberührt durch das, was man den Zeitgeist -u nennen pflegt, d. h. durch die besondere Eigenthümlichkeit. welche zu jeder besonder» Zeitperiode die Ansichten und Urcheile der ausgezeichnetsten und einflußreichsten Menschen über die Gesammtheit der wichtigsten und umfassendsten Gegenstände deäußeren und inneren Lebens zu haben pflegen. Wollte nämlich Jemand diese- Unwandelbar-, Feststehend- und Unveränderliche in der Wirksamkeit der Volksschule Nachweisen, so müßte er sich auf zweierlei berufen: eiuesthrils darauf, daß der Geist de- Kindes, aus de« die Schule wirken soll, zu allen Jahrhunderten seiner Natur nach einer und derselbe ist, und daß die Gesetze de-Denken- und Wollenkeine andere werben, wenn auch Gegenstände des Denkens «n^ Wollensich andern; alsa könnte man sage», muß norhwendig zu allen Zeiten und unter avin Umständen Sin und derselbe Weg. die Geistesbildung zu erstreben^ der richtige fein. Ein zweite-, «aS für die gedachte Behauptung angesührr rverden ttnnre, wäre der unmittelbare Zusammenhang zwischen Schule und Kirche: der Satz: »chi« Kirche kann ihrem Wejen nach nicht z» verschiedenen Jahren und Jahrhunderten eine andere sein, als zn andern Zeiten; soll also die Schule zur Kirche führe«, so ist ihre Thärigkeit immer dieselbe." Aber wir glauben doch, daß dem, welcher diesen Satz durchführen wollte, auch gar mancherlei enrgegengestelle werden könnte, sobald wir uns von dem theoretischen Prinzip auf das Gebiet der äußeren Erschei» nung hinwendeu: die Menge dev neuen Methoden, welche einer der andern gefolgt sind, und eine die andere verdrängt haben; die Verschiedenheit der religiösen Ansichten, welche sich innerhalb des Namen- und- Zei, chens einer äußeren Kirche sammeln und bekämpfen: dieses Alles kann uns wvl mir Recht zweifelhaft machen. ob jene Behauptung, daß die Volksschule nicht vom Zeitgeist« berührt werde, auch wirklich halrbgx. sei. Jedenfalls aber — und das haben wir für den Zweck