Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 15 (12.4.1849)
- Date
- 1849-04-12
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2625941-2626254-2626270--1838-2629517- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
»W US ZertungsÄKchrrchterr. Aus dem Kies. Der geistreiche Verfasser der lertres krovineiales, kases!, sagte einst unmüthsvoll: „Lieber Gort, Du hast die Menschen 'nach deinem Ebenbilds geschaffen; sie haben dir es treulich ^v'edgoftenz" denn sie schaffen auch dich nach ihrer Ähnlichkeit! Äieser bittre Witz will zu Szegedin in Ungarn, jedoch nur zum Theil, zur Wahrheit werden? Denn also las man in No. 10 des Orients vom Zahr^ 1847: Herr Rabbiner Pillitz verfertigte einen?!>p h„ OPP?." Ist aber dieser von dem eiäevsnt Rabbiner, Herrn Pillitz verfertigte h wirklich v'vin ^p; so har er, der Verfasser, ihn nicht nach sh,er Ähnlichkeit geschaffen; denn eine von Herrn P, im Äahre 1844 hrrauegegebene Schrift, „der Talmuds gehr mit dem Talmud sehr unbarmherzig um. ' - Wir haben es hier aber nicht mir Herrn P.. sondern mir dem Linsender deS eswäc-nsen^Astttkels zu thun, der ein hebräisches Gedicht, nach,Hcr-itzrr päbstlichen Bullen, nach den AnfangSwörrecn denchnnr,' was im vorliegenden Fall gar zu ungcschicktkliiiW Aber selbst dies wäre ni ch ce e 6,E rwghueuß werrh, wenn wir nicht wüßten, daß Harre ein CorWpondenr des „Z - W." solch eines Schnitzers sich zu .Pchulden kommen lassen, selbst die Sterne gegen ihn gestritten Hallen; von der russischen Gränze harre y,an sich Posen wäre ein Weh über ihn bercingebrochen. Indeß wollen wir uns hüten, ungeachtet-wir unS vor den Sternen nicht niederwerfen, den Angriff von der russischen Gränze nicht fürchten, und von einem lassen, je einen Satz zu schreiben, der eine böswillige Deutung zutäßr. j"? v'pv chbe. Preusien. Die Verfassung vom 5. Dec. hat innerhalb der hiesigen Judengemeinde zu einer Umwälzung geführt, die in dieser an Mttgliederzahl, Capaciräten und Geldmitteln sehr bedeutenden Körperschaft voraussichtlich Kämpfe heraufbeschwären wird, welche auch über die Granzen der betheiiigren Gemeinde hinaus die Aufmerksamkeit ansprechen dürften. Da die Verfassung jeder ReligionSgesellfchaft da- Recht giebl, ihr» Verwaltungs-Angelegenheiten selbst zu regeln, so haben die Aeltesten der Gemeinde die Wahl eines Vorstandes für die Verwaltung veranlaßt. Eine Commission von 35 Mitgliedern» hak ein Wahl-Regulativ yach dem Princip der Urwahlen entworfen. Nach-diesem sollen 21 Personen gewissermaßen als eonstimtrender Körper die betreffenden Bestimmungen festsehen. DiS dies geschehen, verwalten 10 Mitglieder der Gemeinde daS sehr beträchtliche Gemeinde-Vermögen provisorisch. Aus dem Würtembergrschen. Auf den in voriger Nummer erwähnten Aufruf de- Dr. Weil verfehlen wir nicht über dessen neue Stellung m Berlin Folgendes mitzurheilen. Wie bekannt, beabsichtigen die Berliner Buchhändler Karl Herman Jonah und Veit und Comp., unter der Haupr-NMction des Herrn Dr. Karl Mil aus Srurrgard».,tin großes politisches Cenrralblatt. von der AusdthnunA^deS „llklrst«;" oder der „"kjme«' «m entschieden constiluriomll-.nonarchischen Sinne heranSzugeben, und zwar soll diese großartige Unternehmung auf Actien von einem Minimum der Lapital-Anlage von 80,000 bis zu einem Maximum von -200,000 Thalern basirr werden. Schon mit End» . Februar dürfte diese Zeitung iy-'s Leben treten,: deren PrograSnm wir Einiges, als nähere Bezeichnung dev Tendenz, eine« weit ausreichenden und von den besten Kräften gerragencn^Orgaüs für Deutschland und besonders für Deriul, ausreichend vorgelegr wild. sagt das Programm weiter: „Zugegeben, daß in Preußen, dass auch in Berlin ehrenhafte Tageblätter bestehen, welche den Facrion des Umsturzes und der Auflösttng enlferur nicht zustttnmen, welche der gesellschaftliche:, O-dnung und ihren Grundlagen vom Herzen ergeben sind, und auch bet schicklicher Gelegenheit Worte der Besonnenheit und der nüchternen Ueberlegung hören lassen, so ist doch damit weitaus das nicht gegeben, was allem dem Bedürfnisse eursorickr. Oesterreich In Elbogen in Böhmen haben sich 18 israelitische Jünglinge freiwillig zum Militär asseuriren lassen. Solche Erscheinungen werden, so wie die Ereignisse der neuesten Zeit überhaupt, den Vorwurf der Feigheit und mangelnden Patriotismus, den man so oft gegen Juden vorbrachte, hoffentlich für lange Zeit verstummen machen.