Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 12 (23.3.1849)
- Date
- 1849-03-23
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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E SS Ahnen gemäß Over, vwvr) chie Religion als den Impuls -qllsr »Lebe ns Momente betrachtet, -und > dahex zuerst auf die Lh-kruujd dann aufdasMovt achtet, der avird Molieingestehen, tdaß derMdische Religionsunterricht nicht mit zwei wöchyMichea Stunden sthgechan ist. TWs Kinh,solb ^ns;dM Born der göttlichen Quelle schöpfen, es soll Lehre zznd Tr^« dition nicht den KaMN )tgch kenpeu, sondern mit dem Anhalte, wo möglich vertraut sein. Dazu sind mehrere Stunden täglich erforderlich. Es versteht sich nun, daß auch die Schulstunden nicht von so geringem Umfangewie das gewöhnlich der Fall ist, fein dürfen. Es ist hier nicht der Ort über die Einrichtung der Mischen Schulen überhaupt zu sprechen, wir wollten nur zeigen, wie uothwendig eine j nd i s ch e Schule sei: Hiermit aber stellt sich, die Nothweiidigkeit der jüdischen Seminarien dar. Es ist der Lehrer, welcher die Erziehung, nicht nur die Bildung allein zu leiten hat. Er muß, wenn seine Lehren das ganze Leben hindurch nachwirken sollen, .nicht blos auf den Geist, sondern anf Lers,Ge.müth seiner Zöglinge zu wirken streben. Dieses aber hat seine ganze sittliche Eriftenz in der Religion. Mit Recht fordern wir deshalb von dem Lehrer eine strenge Religiösität. Wo sollte nun der jüdische Lehrer diese erlangen? In treu gemischten Seminarien wird hoffentlich durch dieMischung eine neue Sekte entstehen, die ohne alle positive Grundlage nichts zu leisten vermag. Es kann daher nur in den getrennten Anstalten das erzielt werden, was zu allen Zeiten Noth thut, das ist: gediegene Männer zu bilden, die mit Liebe und Eifer für das junge Geschlecht.einst thatkräftig arbeiten sollen. Wir wünschen daher höchst sehnlich, daß diese Regt erunstsbe stimm ung sich realisire, und daß großen Männern die Leitung der Anstalten vertraut werde. Großherzogthum Hessen. Mainz, 18. Febr. Endlich wird cs Licht in unserer jüdischen Gemeinde! Auf Einladung des immer noch am alten Neuerling klebenden Vorstandes fand gestern Abend eine Versammlung einer großen Anzahl von Gemcindemitglicdern statt. Der Vorsitzende, Herr Leopold Goldschmidt hielt eine Längere Rede, worin er mit Hinblick auf das hochwichtige Jahr 1818, durch die Anstrengungen des gesamptten Volkes errungene Freiheiten hervorhob. Fxechsftm, -hie nuv Mhtich Mch^aogxm DrM Mch den.Jutzen zu Lheft gxwoxhen, hexMMxx dauu Harqyf »hin, wie mit dem Sturze itzeS Polizeistaates a«ch die heillose Bevormundung der Gemeinden, also auch der hiesigen jüdischem Gemeinde aufgrchort, und wie dieselbe jetzt berechtigt sei/ sich eine selbstständige, dem Geiste per Zeit entsprechende Verfassung zu geben. Rach-dieser Rede erwartete man allgemein die freisinnigsten Vorschläge, »nd war nicht Wenig erstaunt, als d§r BorsitzeM, im Namen deS Vorstandes einen Antrag steift, dis eisten so entschieden polizeistaatlichen Ghara-ter an sich trug, als ob das gestürzte System noch in schönster Blüthe stünde. Er beantragte nqptlich: Es sollte die Gemeinde.im Wege der Petition sich von der Negierung dit Erlgubniß erbitten, aus ihrer-Mitte eine Kommission von 25 Mitgliedern wählen zn dürfen, welche eine neue Gemeindeverfassung zu entwerfen, und diesen Entwurf der Regierung zur Bestätigung vorzulegen habe. Man traute' feinen Ohren kaum, und es erhob sich sogleich ein heftiger Widcrfpr-uch gegen Diesen Vorschlag. Mehrere Redner traten auf, Nstter denen sich besonders Herr Rudolf Bamberger arrszeichnete. -Dieser modisicirke LannAntrag deS Vorsitzenden, resp. des Vorstandes dahin, daß die Gemeinde, ohne vorherige Erlaubnißeinbolung der Negierung eine Kommission zn diesem Zwecke ernennen solle und begründete seinen Antrag einfach dadurch, daß die errungene selbstständige Bewegung der Gemeinden jenen vorgeschlageneu Schritt an die Negierung ganz uunötlng mache. Man schritt zur Abstimmung, bei welcher der Vorsitzende gegen allen parlamentarischen Takt seinen Vorschlag zuerst abgestimmr haben wollte, welches Ansinnen aber mit überwiegender Majorität abewiesen «rrd der Antrag des Herrn N. Bamberger angenommen ward. Es wurde dann ferner beschlossen: Daß die zu wählende Kommission der Gemeinde- Verfassung zwar selbstständig zu entwerfen, aber jedem Mitgliede der Gemeinde diesen Entwurf zur Begutachtung mitzutheilen, nach den gemachten Bemerkungen den Entwurf zn revidiren und Ai« Verfassung damit endgiltig festznstellen habe. Schließlich wurde die Wahl der Kommission der Leitung des Vorstandes überlassen. Wir freuen uns aufrichtig, daß unsere jüdische Gemeinde endlich ans ihrer Lethargie sich aufrüitelt und hoffen, sie werde