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Der treue Zionswächter · 1849-03-16 · 11 (16.3.1849) · page 8

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
11 (16.3.1849)
Date
1849-03-16
Page
– (sequence 8)
Language
German
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»Zs 88 Hß. Oesterreich. Wie«/ Die hiesigen Jude», welche schon durch die jetzt am Reichstage debuttirten §§ 13, 14, 15 und 16 in einer unnatürlichen Spannung waren, sind durch die Proklamationen des Fürsten Windischgrätz in Ofen, vom 11. Febr. ans das Aeußerste gereizt, weil sie darin beschuldigt werden, sich zu Spionen und Liffexanten der Rebellen gebrauchen zn lüste«, und über jede Judeugemeinde, von der Miseelle. (Die e r ste Ce der vom L i b a non, die nach Europa g e b r acht w u r d e), Halle folgendes Schicksal. Ein Franzose, der eine Wallfahrt nach dem gelobten Lande unternommen, fand unter den majestätischen Cedern des Libanon einen jungen Sämling, den er sorgfältig in einen Topf pflanzte und als Denkmal seiner Pilgerfahrt nach Frankreich brachte und mit.solcher Liebe und Aufopferung pflegte, daß er auf der Helmrelse, als auf ein Mitglied Anlaß zu einem standrechtlichen oder kriegsrechtlichcn Urthcil giebt, 20,000 fl. Conv. M. Strafe verhängt wird. Aber noch mehr sollen die Pesther Juden ungehalten sein über eine amtliche Mahnung, welche vor einigen Tagen an der dortigen israelitischen Gemeinde erfolgt sein soll, wegen Einzahlung der zwei letzten rückständigen Resten der Toleranzsteuer, im Betrage von 480,000 fl. Conv. M.- Sie hatten sich nämlich dem Glauben hmgegeben, daß die im Verlaufe von vier Jahren noch abzutragende Ablösungssumme von 486,000 fl. Conv. Münze ein für allemal suspendirt sei: " Ni S. Die Bitte der Inden um Milderung der auferlegten Kontribution und des StrafcdikM hat bei Windischgräl; kein Gehör gefunden. Mähren ' Austerlitz. Bei Gelegenheit der Veröfferitlh chung der Verfassung, die die Gleichberechtigung aller Konfessionen enthält, ist cs leider hier zu Auftritten gegen die Juden gekommen, w'.e man sie heutigen Tages weder in Mahren, noch sonst irgendwo in Deutschland erwarten sollte. Jndeß" dürfen -wir uns überzeugt halten, daß bei dieser Gelegenheit sich nicht sowol des Volkes Stimme, als vielmehr die einiger Fanatiker kund gab, die in ihrem selbstischen Interesse solche Auftritte zu fördern bemühet sind. dem Schiffe das Trinkwasser mangelte, lieber selbst schmachtete, als seine Ceder dursten ließ, und deshalb dem Tode nahe Frankreichs Küste erreichte, während seine Ceder üppig emporgrünte. Aber im Zollhanse drohte dem Schützlinge Tod und Verderbens die Erde, in der man Diamanten vermnthete, ward unbarmherzig durchwühlt und nur die inständigsten Bitten, das-im geheiligten Boden gewachsene Bäumchen zu fchönsn, fanden endlich Gehör. In seinem Hause gedeihUch weiter erzogen, kam diese Ceder später in dem.stie-lin «lks lärmte«; zu Paris und ward dort mit einer starken Mauer umschirmt, deren lateinische Inschrift den kostbaren Schatz aus dem heiligen Lande verkündete. Hier wuchs und gedieh der anfangs immer noch kleine Baum zusehends, ward zuletzt zum König aller Bäume des genannten Gartens und stand beim Volke im Rufe großer 5^ci!igkcit; es sammelten sich in seiner Nähe viele Unglückliche, die in dem Rauschen seiner Zweige himmlische Tröstungen zu vernehmen glaubten, und die Gefangenen des benachbarten schauerliche» Kerkers blickten stundenlang aus Zellen, für die sie gern das Doppelte bezahlten, um nur die Ceder des Libanon zu sehen auf diese hin. Dieser herrliche Baum, des Gartens schönste Zier, der Unglücklichen und Gefangenen Trost, wo ist er geblieben? Im hundertsten Jahre seines Alters ward er — gefällt, um einer Eisenbahn Raum zu geben, und dampfend eilt die Lokomotive über s ine modernden Wurzeln hinweg. Briefwechsel. L- H. in B- Der Antwort sehe ich baldigst entgegen- — H- Der Vorstand in S. ist jedenfalls durchaus entgegengesetzter Ansicht. — I- K- Ich danke für die Zusendung und bitte um Ferneres. — Druck: Gedr ü d e r Bonn in Altona. Verlag: Lehmkuhl sche Buchhandlung in Altona.

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