Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 10 (9.3.1849)
- Date
- 1849-03-09
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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belehren, wie Ihr mit jedem Schritte dem göttlichen Willen widerstrebt, der Hölle näher tretet. Wie könnt Zhr's wagen in das Gotteshaus zu treten, in Kleidern, die die Zeichen Eures Ungehorsams zur Schau tragen. Gewiß, daß lehren schon unsere Weisen, ein solches Geber noch so innbrünstig, es findet keine Erhörung, nur erriuncrn kann ein, solcher Tritt in den Tempel Gottes an seiner Sünden Zahl, und den himmlischen Zorn auf sich zielui. So mancher dem nichts in der Welt bewegen konnte, z. D. das Verbot i'.n zu übertreten, er Übertritt Tag täglich hunderr- Mal, rheils aus Eitelkeit, theils aus Leichtsinn, bas gleich wichtige Verbot lavVc Legt uns die heilige Thauro auf, auf öffentlicher Straße, wenn wir in einem Kleide nvVL gewahr werden, keine Schande, ktine Ehrenkränkung zu scheuen, und im heiligen Eifer sich davon sogleich zu befreien, so sehr wir jetzt bei so vielen, selbst Dessergesinnken ihre Pflicht nicht beachtend, den eitlen Luxus und der Selbstsucht ihren Eifer widmen. Aber was klagen wir allein über die Zugend, es ist ja nur zu gewiß, daß auch bei denen, wo die lugendliche Eitelkeit schon längst ihr Ende hat, dieses Verbot oft mißachtet wird. Hier ist natürlich nichts als der JndifferenriSmus und das alltägliche schläsrige Beobachten der göttlichen Gebote die Schuld. - Ich mache hier besonders auf gewisse Arten von Mützen.-aufmerksam, indem ich oft bemerkte, daß dieselben für gehalten, auf's Geraoewohl gekauft wurden, indessen nicht von s-ur-c befreit sind. Schließlich fühle ich mich gcnö higt zu erwähnen, daß man die von Nichlisrae- Uten und von irreligiösen Glaubensgenossen verfertigten Kleider nicht für -wo Hallen darf, da erstere nicht darauf achten können, letztere nicht darauf achten wollen. Mehreres hierüber findet man besonders im tBr. — Auffordern rrg. Durch die vielen Anforderungen, mir denen die treuen Führer Israels in Anspruch genommen werden, fehlt so mancher wichtigen Sache ihre gehörige Aufsicht. Ein solcher Mangel zeigt sich auch bei der Verfertigung der israelitischen Kalender, eine Sache, die langst nicht von solcher Wichtigkeit zu sein scheint, wie sie es wirklich ist. So enthalten nämlich auch mehrere norddeutsche die Bestimmung von Mc, welches durch die verschiedene Bezeichnung der Uhren, sogar für einen Ort noch weniger, aber für verschiedene Gegenden nicht anzugeben ist. — Es entsteht hierdurch nun nichts weniger, als daS, besonders in den kleinern Gemeinden, viele Hunderte von Zissroel zu ML b'ön kommen. Ein gleiches verhält eS sich mit den übrigen ceremoniellen Bestimmungen in den mmö. So ist dieses Jahr in dem Zürcher dir ^L um einen Tag früher angegeben, welches bekanntlich zu vielen mövH on-n Anlaß gegeben hat. Auf solcher und vielerlei Werse können durch den Mangel an gebührender Aufsicht hierüber die größten v'ö'pö? im vollkommensten Sinne des Wortes, entstehen. Meine Aufforderung, erregt durch eine der ersten Autoritären Deutschlands, ergeht nun an die treuen Wächter Israels, daß sie dieses Nebel abzuh-ssen sich bestreben mögen; daß sie nämlich die Bestimmung von Mc ochtn aus den o'iB verbannen mögen. Es könnten vielleicht auch hierin die Wirkungen des Zions-Wächters für da» Zudenchum sich erweitern. Die Civilehe. Von Dt. K. ' . i (Beschluß.) II. Zst die Ehe zwischen Jude», und Ni chrjudrn statthaft? Härten wir diese Frage nur nach unsrem in der vorigen Nummev bezerchneten Standpunkte zu beantworten, so wäre die Lösung derselben mir weuigen Worten geschehen. Nach '"o ''v pb ist jede Eh> zwischen Juden und Nichtjuden verboten. *) Allein wir haben hierbei jene Rücksicht, weshalb unsere Zerr so sehr die Mischehen begünstigt, noch in Betracht zu ziehen und ihre Unhalrbarkeir nachzuwetsen. Sehr viele wichtige Stimmen erhoben sich in der neuesten Zeit für die Aufhebung des Ehehindernisses, welches die Religionsverschiedenheit verursacht. Der nächste Zweck, den man dadurch zu erstreben suchte, ist eine engere und innigere Gemeinschaft unter den Bürgern eines und desselben Staates zu erzielen, daß nicht nur ein äußeres Band die StaarSglieder umfasse, sondern poleo» zusammenberufenc französische Konsistorium, nur wurve sie nicht mit solcher Deutlichkeit und Klarheit ausgesprochen.