Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 9 (2.3.1849)
- Date
- 1849-03-02
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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»W 72 M. jährige Tochter, ein unschuldiges, frommes Mädchen, sowol am Körper als am Geiste ausgezeichnet, war emsig vertieft in belehrenden, moralischen Büchern, nachdem lle die häuslichen Arbeiten mit angestrengtem Flciße vollendet hatte. Meine jüngere, sechsjährige Tochter, ein prächtiges, mit vielen Anlagen begabtes Kind, war so eben meinem freundlichen Blick begegnet; mein Sohn Jakob ward von seinem Lehrer unterrichtet. Als plötzlich zwei wüthende Männer, rohen, barbarischen Anschns in mein Zimmer stürzten, und ihre blitzenden Schwerter zogen. Sie versetzten sogleich meiner Frau einen Streifhieb ans den Kopf, stürzten dann unbarmherzig auf meine beiden Töchter los, und ach! zerschmetterten das Haupt der unschuldigen Kinder. Auch mich und meinen Sohn verwundeten die Räuber fast tödtlich. Meine Frau war während dem unter gräßlichen Jammergeschrei, indem ihr das Blut aus dem Kopf herausströmte, aus der Winterwohnung heranSgckrochen. Und nachdem die Barbaren auch an meinen Schülern und dem Hauslehrer ihre Mordlust gestillt hatten, und sie wol nicht tödtlich, doch sehr stark verwundet, rannten sie aus der Thür hinaus, fielen nochmals über meine jammernde Frau her, durchstachen ihr den Kopf bis znm Hals, spalteten ihr die Schulter und den Rücken. Ich von Schrecken und Angst außer mir, besaß noch ss viele Besinnung, die Thür sogleich zu verschließen, und schrie, bis man mir zu Hülfe kam. Ich flehete zu Gott um Rache, und er gewehrte mir sie, die Mörder wurden eine Wochen darauf ertappt und ins Gefängniß gebracht. So stand ich denn in Elend und Schmerz. Nor mir die zerfleischte Leiche einer so tugendhaften Frau, sie, die edle Wohlrhäterin, die mich und die ganze Haushaltung ernährte, und mir als theure Gattin in allen Lebensverhältnissen zur Seite stand, sie mit allen schönen Eigenschaften einer biedern Frau ausgerüstet. Hin waren meine Freuden durch den meuchelmörderischen Tod meiner theuren Kinder. Doch gerecht ist der Richter, gerecht seine Strafe. O, wehe mir über das unschuldig vergossene Blut! Wehe mir, daß ich sehen mußte meines Lebens Theuersie röchelnd im Blute schwimmen. Möge Gott sich erbarmen über ihre Seele, und über den übrig gebliebenen Nest, über meine Kinder und seinem ganzen Volke JSraeU! Anzeiger. Geschichte der Men. 1. Avkhetlung bis Z.'ZM in gcnealog. Tafeln mir erläuterten Anmerkungen und einer chronologischen Gedachknißtafel 2. Abteilung bis zur Zerstörung des zweiten Tempels durch Titus 3828 (68 n. Chr.) Für den Schul- und Privatgebrauch. Von Dr. D. I. Heirrernann. Berlin 1819. Beim Derf. asser. 22l Sgr. Bei 15 Ercmplaren ü 15 Sgr. Ein israelitischer Geistlicher unweit Hamburgs, in einer aumuthig am Ufer der Elbe gelegenen Stadt, die ein tüchtiges Gymnasium und verschiedene Bildungsanstaltcn bietet, wünscht einige Knaben unter billigen Bedingungen in Pension zu nehmen. Zur genaueren Auskunft sind erbötig die HH. 110. Michael und Unna in Hamburg, so wieder Gettcralsuperintendent Or. Köster und Landrabbiner vr. Heilbut in Stade. Verlag: Lehmkuhl sche Buchhandlung iu Mona. Druck: Gebrüder Bon n in Mona.