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Der treue Zionswächter · 1849-03-02 · 9 (2.3.1849) · page 1

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
9 (2.3.1849)
Date
1849-03-02
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der z ur WrHrNKg dex Znterefsrn des oethsdexen Zudenthrrrns. Redaetenrvr. En och, Direktornud Oberlehrer zu Altona. 5. Jahrgang. 2. März 1849. I Altona. I ")7b n Von diesem Blatte erscheint wöchentlich einmal . Freitags, ein Bogen. Das Abonnement auf ein Jahr ist 5H Ct. (2 Thlr. pr.,3Fl. 30Xr.) Man abonnirt bei allen löbl. Postämtern, soliden Buchhandlungen und ZeitungS-Erpeditionen. Inhalt. Leitend e Artikel: Ansichten über Kommunalschulen. Bon dem israelitischen Hauptlehrcr.n. — Die Civilehe. — Religiöse Analekten. Bon rro. — AphoriSme. — Zeitungsnachrichten aus: Krcmsier, Frankfurt, Hamburg. — Skizze aus dem Leben des Naukcach. (N. Elieser Garlnciscr.) —^ Anzeiger. — Ansichten über Kommunalschulen von dem israelitischen Hauptlehrer Wenn wir den Zweck der Volksschule, die Kinder zu tüchtigen Welt und Himmelsbürgern heranzubilden, im Auge haben; so werden wir bei Errichtung von Kommunalschulen, auf manche Hindernisse stoßen, welche die Erreichung dieses so wichtigen Zweckes erschweren, wo nicht gar unmöglich machen. Man vergleiche ja nicht die Volksschule mit der höhcrn Bürgerschule und noch weniger mit den Lyceen, denn beide haben eine entgegengesetzte Richtung. Zn diesen ist der politische Unterricht Hauptsache, während dem es in der Volksschule der Religionsunterricht sein muß oder wenigstens sein soll. Die ganze Schule muß da ein religiöser Geist durchwehen und so zu sagen in alle und mit allen Lehrgegenständeu verflochten sein. In die Furchen der zarten Zugendherzen muß der Saame des Guten gesaet werden, wenn er zur Frucht heranreifen soll. Um die Zugend in Gottesfurcht zu unterrichten, sie für die Tugend zu beleben uud die Mängel und Gebrechen auszujäten, welche die äußere Umgebung und die fehlerhafte Sorglosigkeit der Eltern angepflanzr hat, dazu gibt es, dazu kann es keine bestimmte Zeit geben, da muß so zu sagen die ganze Schulzeit eine Religionsstunde sein. Uud wie soll nun durch Kommunalschulen dieser Zweck erreicht werden, da er im gegenwärtigen Zeitalter selbst in der besten Konfessionsschule kaum erreicht wird. Bereits haben sich gegen die Errichtung von Kommunalschulen viele tausend Stimmen erhoben' worunter sehr viele ehrenwerrhe Geistlichen; doch ist es noch keinem unserer Nabbinen eingefallen, ein Wort dagegen zn sagen, so wenig wie es unfern badischen Nabbinen bisher in den Sinn gekommen ist, bei unserer Hohen Negierung, statt der seit den 15. Mai 18U4 bestehenden Verodnung, daß in den Volksschulen auf den Religionsunterricht beiläufig eine halbe Stunde des Tags zu verwenden sei, für die israelitischen Schulen eine andere zu erwirken; da bekanntlich der jüdische Neligivnsunterrichr in einer so beschränkten Zeit unmöglich erlheilt werden kann. Nicht einmal unsere

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