Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 7 (16.2.1849)
- Date
- 1849-02-16
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Der zur Wrrhrrmg der Zrrtcrcssrn drs Vrthsdoxrn ZAdeUthAMs. Re-aetenr: vr. Gnoch, 5. Jahrgang. 16. Februar 1849. I Altona. I v'in «c 72 s. Inhalt. liche Bildung. Von S. — lieber Rcligionsversall und seine Ursachen- Bon N. E. — Miscellcn- — Zeitungsnachrichten aus: Hamburg, Elmshorn, Oldenburg, Schwerin, Liurbesscn, Wien, Kremsier, Kempen. — Anzeiger. — Brief- Rel?«;köfe Reform und gesellschaftliche Bildung. (Beschluß.) Wer möchte es aber wagen, den ersten Stein gegen ein Gorresgebäude zu erheben? Wir müssen nichr 1818 erlebt haben, wenn unsere Vernunft hier nichr bald Rath schaffen sollte. Es ist kein Gorresgebaude, es gibr kein solches, göttlich ist nur unser Geist, himmlisch unser Gefühl, unsere Religion ist die des Geistes, das Gefühl, unser Himmel. Wer diesen erhabenen Gedankenfiug nicht erfassen kann der bleibe zurück, krieche ewig im Staube umher. Nun, da steht sie vollendet dg, die kahle nackre Seibsivergötterung! Und sie will man Judenthum brandmarken? Die Lehre, die uns Gott gegeben hat, sie ist daS Erbtheil der Gesammlheit Israels. Geistesbildung! Wir läugnen sie nicht, ver kennen nichr ihren weltumfassenden, veredelnden Werrb, wir nennen uns selbst ihre treuen Jünger, verehren sie, wie eine allernährende Mutter. Aber aus ihr die Fähigkeit die Berechtigung ableiten wollen, willkürlich ein neues Verhälmiß zwischen Inden und Gort letzen zu wollen, das längnen wir, läugnen es als entgegen der Vernunft, entgegen dem Glauben, läugnen es als sämmcliches Wissen ans, Geistes- und Gefühlsleben erreichen ihre höchste Vollendung im Jnventhnme selb". Da glebt es keinen Unterschied auf Mehr und Weniger von. Btldrmg begründet, ist das Gefühl nur gottgefällig, die Aenßerung desselben ist wahrlich nickt die Hauptsache. Und daS ist unser Trost, das unsere Stütze, das jüdische Volk. Errörhe nichr ob des A»edruckes, fühle dich nicht gekrankt. Wir zählen nickt nach Kasten, wir werfen dir nicht jenen Mangel an Bildung vor, treue, biedere Männer reihe» sich gerne zu dir, nennen sich mir Deinem Namen. Sie begründen darauf keinen Vorzug. Aber wo es nörhig, wissen sie zu Deinem Nutzen auch die Waffen des Geistes zu führen, gegen jeden, der dich kränkr. Ja, dieses jüdische Volk! Es ist treu seinem Gotte, seiner Religion, es opfert, es entbehrt, erträgt Hohn und Spott, und ist und bleibt dennoch Jude. Und so lange es ist. wie es ist, zttrre ich nicht für mein Judenttum, es ist und bleibt meine ewige Gottesreligion. ' , . S.