Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 6 (9.2.1849)
- Date
- 1849-02-09
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2625941-2626254-2626261--1757-2629427- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
»W 47 Wo schöne Züge um so mehr hervor. Die bekannte grausame Ermordung einer Truppe gefangener Kroaten Ln Güns gab zu nachstehender tragischen Episode Anlaß. Unter der die Gefangenen bewachenden Honvöd-ELkorte befanden, sich zwsi Israeliten, die keim Herannahen der mörderischen Rotte sich vor die Gefangenen stellten, um das bedrohte Leben derselben mit ihrem eignen Blute zu vertheidigen. Der eine dieser heldenmüthigen jungen Leute siel sogleich als Opfer seiner Hingebung; der andere wurde mit neun Wunden bedeckt, für todt am Platze liegen gelassen, als er aber dennoch Lebenszeichen äußerte, von dem dortigen Kerkermeister in eine Kammer gesperrt. Hier blieb er aus Versehen anderthalb Tage ohne alle Pflege. Man erinnerte sich seiner endlich, und er befindet sich jetzt im Spital zu Güns in ärztlicher Behandlung. -OirüMdUAK WN G-rbferiptrorr. Mit Freuden ergreifen wir die Gelegenheit,- nnscrn geehrten Lesern auf die Herausgabe eines Werkes, dessen Inhalt, wie der Name des Verfassers selbst für den Werth desselben spricht, aufmerksam zu machen. Es ist dieses Werk vom seligen, Oberrabbiner zu Breslau, Herrn Äbraham Tiktin. Der Verfasser, dessen Ruhm verbreitet war zu einer Zeit, wo nur gründliche talmudifche Kenntnisse, verbunden mit einem genau durchgrnbelnden Scharfsinn, dem jüdischen Gelehrten Nus und Ansehn erwarb, hinterließ uns in diesem Werke einen Schatz von Dieselben in Zahl 130, erstrecken sich auf alle Die allgemeine' Anerkennung, welche dem Verfasser durch die Herausgabe des ODVOTl NV3 sich erwarb, würde schon allein uns zur Hoffnung berechtigen, der Herausgabe des ein gutes Prognostikum zu stellen. Ueberflnssig scheint es uns daher, daß die welche mit den zur Zeit des Verfassers gelebten gewechselt wurden, entschieden einen bedeutend großer» Werth vor allen haben. Indem so dieses Werk den Freunden der rabbinischen Literatur sich von selbst empfiehlt, ist mit der Herausgabe desselben den Freunden der Wohlthätigkeit eine Gelegenheit gegeben, ans eine edle Weise einem guten Zwecke helfend entgegen zu kommen. Das Manuskript nämlich ist in den Händen einer Wittwe, welche durch die Veröffentlichung desselben einigen Nutzen zur erforderlichen Erziehung ihrer armen Waisen zu erreichen hofft. Es ist uns bereits mehrere Mal gelungen, durch unsere Aufforderung manche Thräne einer sorgenvollen Wittwe z» trocknen, und durch das bereitwillige Entgegenkommen vieler edlen Männer der Verarmten eine Unterstützung zu gewähren. Wir zweifeln daher nicht, daß auch zu dieser Einladung recht viele Theilnehmer sich finden werden, zumal da die Herausgeberin für dieses voluminöse Werk den geringen Preis von 2 Th. pr. cour., welche erst bei der Uebergabe desselben zu zahlen sind, gestellt hat. Mit dem Drucke wird begonnen, sobald eine genügende Anzahl von Subskribenten sich gemeldet haben werden. Die geehrten Leser, die Beförderer dieses Werkes, wollen gefälligst ihre Subskription der ihnen zunächst liegenden Buchhandlung übergeben, welche dieselben an die Verlagsbuchhandlung von A. Lehmkuhl in Altona zuzuschicken belieben. abhold, wie es in der Freiheit der Juden nur ein Moment seiner eigenen allgemeinen Freiheit sah, wie es, um diese zu schützen, jene nie aufgeben darf. Zur allgemeinsten Anerkennung bringen muß. England. London. In einer gestrigen Versammlung von Citywählern wurden abermals Resolutionen wegen Erwählung des Baronets Lionel Rothschild gefaßt, und ein Schreiben von Lord John Ruffel verlesen, in welchem derselbe den Entwurf einer Bill, zur Abänüerung des parlamentarischen Eides Eides mittheilt. Ungarn. Presburg. Bei ven vielen Granelthaten, die den Krieg in Ungarn charakterisiren, treten