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Der treue Zionswächter · 1848-12-29 · 52 (29.12.1848) · page 1

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
52 (29.12.1848)
Date
1848-12-29
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Wahrung der zur Interessen des orthodoxen Zndenthurns. Redaeterrr: vr. Enoch, Direktor und Oberlehrer zu Altona. 4. Jahrgang. 29. Decrmber 1848. > Altona. I wv 7 52» Von diesem Blatte erscheint wöchentlich einmal. Freitags, ein Bogen. Das Abonnement auf ein Jahr ist szc Ct. (2Thlr.pr.,3Fl.30Xr.) Man abonnirt bei allen löbl. Postämtern, soliden Buchhandlungen und Zeitungs-Expeditionen. Inhalt. Leitende Artikel: Die Trennung der Heterodoxen von den Orthodoxen. — Reisen in den Orient.— Die Besteigung eines Sinaigipfels — Zeitungsnachrichten auS: Baven. Hessen-Cassel, Ungarn. — Aphoriöme. — Anzeige. — Briefwechsel. — Die Trennung der Heterodoxen von den Orthodoxen. Schon öfr erscholl in diesen Blättern der Jubelruf über die nun in naher Aussicht stehende Trennung der Orthodoxen von den Heterodoxen, in welchen Iubelruf wir nun mit voller Seele einstimmen. Früherhin. als die Herbeiführung eines offenen Druckes durch Orthodoxen von mancher Seite gewünsckt wurde, da waren wir nicht damit einverstanden: weil eben vom orthodoxen Standpunkte keinem Sünder die Besserung adgesprochen und der Weg zur Rückkehr abgescknitten werden soll. Auch hier dürfte daS 5>2->?v;'v'i rwn ölwe anwendbar sein, wenn wir nicht wollen, daß Schwankende gänzlich mnnb 54v sein sollen und wenn wir erwägen;»n ,?2p 'prv. Jetzt aber, da die Trennung ohne unser Hinzuthun vor sich gehen wird, jetzt dürfen wir uns Glück wünschen, wenn die nutzlosen, halbverwesien Früchte abfallen; damit sie die gesunden nicht anstecken; damit der Stamm seine edeln Säfte nickt mehr zwecklos vergeude und desto mehr in seinem Innern erstarke. Legen wir daher dem Streben Jener, welche die Bildung „einer freien deutschen Synagoge" anstreben, doch ja kein Hinderniß entgegen. Sie sind nicht nur in ihrem Rechte, fle reihen ja dadurch an ihre längst ansposaunre Theorie —!. e. Negiren alles Positiven — die Praxis; sie arbeiten vielmehr dadurch uns in die Hände. Auf dem Gipfel ihrer Irrlehre angelang', haben sie aufgehörr, uns schädlich zu sein; der Schafspelz ist abgelegt; vor dem Wolf kann Jeder sich hüten, der sich hüten will: und Jeder, in dem auch nur noch ein Funke religiösen Sinneglimmt, wird sich sicherlich hüten; weil er stehet, in welchen Abgrund alle die Lockspeisen führen, welche bisher auSgestreuer wurden. Den Unbekannten fragen wir dann nur v'2-4? Jede Halbheit muß verschwinden; man muß entweder ganz zu uns gehören, oder ganz zu unfern Gegnern; man muß entweder Jude sein im vollen Sinne des Wortes, in Lehre und im Leben, oder man ist es gar nicht. Die Wahl liegt nun Jedem offen. Dadurch können aber wir nur gewinnen. Wer noch wählen kann, der wählt sicherlich d-S, was ihm in allen Verhältnissen noch einen Halkpunft bietet; das, was in der Behaglichkeit vor Uebermuth schützt, in Besorgnissen vor Verzweiflung, im Dasein vor Leichtsinn, im

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