Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 50 (15.12.1848)
- Date
- 1848-12-15
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Der zur ZZLührAMZ der? ZNtcrcsscn des orthodoxen Zndenthnms. Redaetenr. L)r. Cnoch, 4. Jahrgang. I». D-ek».bcr 1848. l Altona. I Von diesem Blatte erscheint wöchentlich einmal, Freitags, ein Bogen. Das Abonnement ans ein Jahr ist 5 P Ct. (2 Thlr.pr.,3Fl. 30Xr.) Man abonnirt der allen löbl. Postämtern, soliden Bnchhandlnngc» und ZeitungS-Erpeditionen. Inhalt Leitende Artikel: Der Ländrath von Oberfranken. — Des einfältigen Schulmeisters Befnrchtignngen und Bekümmernisse. — Aphorismen über Glauben und ErkenncnT'in ihrer gegenseitigen Beziehung. — Zeitungsnachrichten aus: Berlin, Hessen-Cassel, Baden. — Der wahre Glaube. — A izciger. — Briefwechsel. Der Lari-rath von Oberfranken. Gegenerklärung des Herrn Districtö-Rabbiner S. V. Bamberger zu Würzburg. , — — — — Des Ausschlusses der Israeliten von der Wahl zu Geschwornen, welchen der Landrach von Oberfranken auf den Vorschlag mehrerer Dekane jenes Kreises aussprach, hat dieses Organ bereits Erwähnung gethan. Als muthmaßlichen Beweggrund, zu diesem Beschlüsse gaben die Nürnberger und Würzburger Zeitungen, deren Redakteurs sämmtlich geborne Juden sind, ohne irgend eine Sy'.be zur Defensiv» bcizusügen, die Lehre des Talmuds an, chonach dem Israeliten gegen Nichtisraeliten alle Feindseligkeiten nicht nur gestattet, sondern sogar geboten sein sollen. Die Wahrheit dieses Zeitungsartikels schien sehr zweifelhaft; doch als Dr. Aub in Bayreuth mit einigen lauen Worten darauf erwiedert hatte, sprachen einige jener Dekane ihre bei der Landrathssitzung geäußerten Meinungen off.n aus, von welchen einer, Prodekan Dr. Vetter in Bayreuth sich nach einem kurzen Vorworte folgendermaßen ausdrückr: — „Doch ist der Inhalt des Talmuds auch hinsichtlich des Eids auch außerhalb rabbinischer Kreise gar wohl bekannt, und wer die vielen hieher gehörigen und wörtlich aus dem Talmud ausgezogenen aber mißliebigen Steilen in Eisenmengers entdecktem Zudenrhum und in vielen andern Schritten nicht gelten lassen wollte, der würde doch die Aueiprüche von jüdischen Gelehrten und Rabbinern müssen gelten lassen, zu denen in der lehren Zeit namentlich F. Eisenberg gehört re rc" — „Damit stimmen frühere jüdische Gelehrte und Rabbiner überein, namentlich Maimonides, Jacob Weil, Isaae Abnhab und Karro." rc. — Um jedoch das Publikum nicht darin rauschen zu lassen, daß Eisenberg und Aehnliche zu jüdischen Gelehrten oder gar Autoritäten gehören, und daß gar unsere wahrhaften Autoritäten zu Gunsten der Gegner des Talmuds sprächen, entgegnele unser ehrwürdiger Rabbiner, Herr S. D. Bamberger. ganz in dem ihm eigenen milden, doch überzeugenden ernsten Tone, Lurch ein bayrisches Blatt in folgenden Worten: Gegenerklärung. „Es gibt eine Zeit zu schweigen und eine Zeit zu reden." Nach diesem weisen Spruche Salomo's zog ich's vor, den ersten Zeitungsbericht über die von eini-