Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 48 (1.12.1848)
- Date
- 1848-12-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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OZO 383 scheu Angelegenheiten. Wir erwarten es um so mehr, da ein größerer Theil der VersamMiew religiöse Gesinnungen haben, und ihnen hauptsächlich die Erhaltung der Religion am Herzen liegt. Es unterlieg? nun keinem Zweifel mehr, daß es in Bälde mit den Vorsteherämtern eine Aenderung geben wird, und man will behaupten, daß man eine andere Verwaltung an die Stelle der Vorsteherämter setzen wird. Sollte dies der Fall sein, so wäre zu wünschen, daß man alsdann vorsichtiger bei den Wahlen zu Werke gehn, und nur solche Männer an der Spitze stelle, die noch einen Sinn für Religiösität haben. Wir sind überzeugt, daß der größte Tbeil der jüdischen Bewohner Knrbessens conscrvative Gesinnungen har, wir sind überzeugt, daß die meisten noch die rabbinischen Gebote treu befolgen; cs können daher nur solche Männer bas Vertrauen der jüdischen Corporation genießen, die selbst die Gesetze halten; denn nur solchen kann die Beförderung der Neligiösität zur Aufgabe gemacht werden, und nur diese werden sie ihrer würdig lösen. MLscelle Die Verfolgungen und Verdächtigungen der Inden gaben sich in früheren Zetten auf verschiedenartige Weise kund. Ungefähr gegen Ende der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts befanden sich in Hanau sehr viele Weinhändler, die den Wein auf eine besondere Weise zu mischen verstanden, wodurch derselbe einen sehr guten Geschmack bekam. Dadurch hatten sie einen sehr guten Absatz ihres Weines, und die christlichen Weinhändler hatten dadurch einen nicht unbedeutenden Schaden. Sie brachten es daher dahin, daß die Aerzte erklärten, dee Wein der Juden sei mit giftigen Jncredienzien gemischt. Alle Weinfässer der Juden wurden daher auf den Markt gebracht und daselbst aufgeschlagen. Ein Junge, der dabei stand und dieses mit anfah, nahm seinen dreieckigen Hut, hielt ihn unter ein Weinfaß, das eben aufgeschlagen war, und trank ihn im Angesichte aller Aerzte aus, mit den Worten: „Wenn dieser Wein giftig ist, so muß ich jetzt sterben! —" Dennoch half eS nichts, und die Behörde, hierdurch beschämt, verwies den Jungen aus der Stadt, da er die Aerzte beleidigt habe. — Metrische Übersetzungen. '?>> poi Und es war um Mitternacht, Als, o Herr, des Weltalls Schöpfer. Du vollbracht Für Dein Volk der Wunder viele In der Nacht. Gleich im Anfang, beim Beginnen Erster Wacht, War bestimmt die stete Feier Dieser Nacht. Standest bei als Abraham sich Ausgemacht, Seine Knecht' in Haufen kheilte In der Nacht. Und sein Urtheil ward verkündet Zn der Nacht. Umgesteßen ward, was Laban Sich erdacht, Durch Erscheinung, die geängftigt Ihn bei Nacht. Gegen Engel zeigt' Israel Und besiegt ein göttlich' Wesen Zu der Nacht. Und es war um Mitternacht. Als Egyptens Erstgebor'ne Umgebracht Beim Erwachen war verschwunden Ihre Macht, Ihres Heeres Kern vernichtet In der Nacht« Sisra zu bekämpfen wurden Angefacht Sterne, die am Himmel glänzen Zu der Nacht- Als erlag Sanhcrib's Heer, Ohne Schlacht,