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Der treue Zionswächter · 1848-11-24 · 47 (24.11.1848) · page 7

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
47 (24.11.1848)
Date
1848-11-24
Page
– (sequence 7)
Language
German
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»M NS Sind von Gott verziehen und vergehen. Durch ihr Leiden, ihr bedrängtes LeSen, Sei getilgt die Last der Miffethaten Und die Schuld, die sie auf sich geladen! Horch', die Stimme läßt den Ruf erschallen: Setzt in Stand die Wege, dass man wallen Durch die Wüste kann zu Gottes Haufe; Wo den Wand'rer sonst erschreckte, grause. Schauerliche Dunkelheit der Wälder, Werden prangen jetzt Getreidefelder, Jedes Thal wird in die Höhe steigen, Berg' und Hügel sich herunter neigen, Statt der steilen, unwegsamen Höhen Wird man nur gebahnte Pfade sehen- Und die Majestät des ewig Wahren Wird alsdann dem Menschen offenbaren Die Vollstreckung Seines Worts erkennen Doch des Rufes Inhalt mir verhohlen. -Rufe, daß der Mensch wie Gras vergehe. Sein Verdienst wie Blume nur bestehe.« Gleiches Schicksal wird den Mensch erreichen Ist also dein Grase zu vergleichen. Gras und Blume welken und vergehen Heilverkünderin Jerus'lemS, schallen. Sprich getrost zu Juda's Städten allen: ' Euer Gott ist gegenwärtig immer, .Wird dem Menschen nach Verdienst vergelten!« Gnadenvoll wird Gott zu allen Zeiten, Einem Hirten gleich euch stets geleiten. Wird der Schöpfer eurer sich erbarmen, Wie der Hirt besorgt ist für die Schwachen, Wirb der Herr des Wettalls euch bewachen! — Wer bestimmt der Wasserflächen Menge, Wer genau des Himmels Breit' und Länge; Wer bestimmt der Erde Staub mit Zahlen, Der Gebirge Last in Wageschalen. Sag't, wer mag wol Gottes Geist erregen. Mit dem Schöpfer wol des Rathes pflegen. Wer belehret ihn es zu begreifen, Läßt zur That der Weisheit Schlüffe reifen? Ach. wie Tröpfchen an dem Eimer kleben Sind dem Cw'gen Völker und ihr Streben. Ihm sind Völker wie ein Stäubchen wäre Auf der Wage Schale, das die Schwere Des Gewichts nicht mindem kann noch mehren, Inseln — der Beachtung ganz entbehren! Libanon's Gehölz ist zu geringe. Sein Gewild zu wenig, daß man bringe Opfer dar dem Herrn, wie sich gebühret. Der zu Glück und Heil uns hat geführet! Alle Völker find wie Nichts ru achten Gegen Gott, und dennoch könnt ihr trachten Etwas, was ihm gleiche, aufzufinden, Was in sich Vereinen und verbinden, Soll des Schöpfers unerforfchtich Walten, Haltet gar für göttlich die Gestalten, Welche euch der Künstler hak gegossen» Die mit Gold belegt die HülfSgenoffen, Und mit Silberzierrath reich behängen. Nach geschnitztem Bild tragt ihr Verlangen, Holz, vom Wurmfraß frei, wird dann erwählet Und ein Mann gesucht, mit Kunst beseelet. Der daraus ein Bildniss soll bereiten Unvergänglich und für ew'ge Zeiten. , Habt ihr'S nie gewußt und nicht vernommen, Nicht den unsichtbaren Schöpfer ahnen? Der erhaben über Erden thronet. Die, Jnsecten gleich, der Mensch bewohnet. Der gewölbt die Himmel, sie geründet. Wie ein Zelt zur Wohnung wird begründet, Läßt die Mächtigen zu Nichte werden. Die geführt das Nichteramt auf Erden. Läßt vergehen ihr Geschlecht, es schwindet Hin ihr Stamm, und nimmer findet Sich ein Sprößling ihres Hanfes wieder Schon sein Hauch wirst sie ermattet nieder, Habt gen Himmel eure Augen, schauet Wie so herrlich Gott die Welt gebauek, Der's unzählig große Heer der Sterne Sollte der wol euer Thun nicht kennen? Ihm, dem Allvermögenden. entgehet Nichts von alle dem, was je bestehet!

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