Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 47 (24.11.1848)
- Date
- 1848-11-24
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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zur WshVNNg her ZnLeresseN heA Vethvhvxen Zuhenthmsrs. Redaetenr: vr. Enoch, Direktor und Oberlehrer zu Altona. 4. Jahrgang. 24. November 1848. s Altona. I 2 IO 'stLOO» OI Von diesem Blatte erscheint wöchentlich einmal. Freitags, ein Bogen. Das Abonnement auf ein Jahr ist 5K Ct. (2 Lhlr. pr.. 3Fl. 30Xr.) Man abonnirt bet allen löbl. Postämtern,, soliden Buchhandlungen und ZeitungS-Erpedttionen. Inhalt Leitende Artikel: Die Elemente der neu zu bilden, den jüdischen Gemeinde. — Die Juden in Oesterreich. — Zunz'- Die Elemente der neu zu bildenden jüdischen Gemeinde. Je ernster die Zeit, je drückender die allgemeinen, sowol, wie die speciellen Verhältnisse sich gestalten, desto mehr iss eS die unerläßliche Pflicht eines jeden, wahrhaft frommen Mannes, der nicht die Zeit nach ihren momentanen Erscheinungen mißt und schätzt, mitten in dieser bedrohlichen Lage an dem einzig Wesentlichen und Unabänderlichen des Lebens, an dem Religiösen, mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln fest zu halten; dasselbe zu fördern und zu verbreiten, auf daß es ihm und allen Andern Trost und Linderung in dieser verhangnißvollen Zeit werde. Ja, selbst der Ernst der Zeit gebietet und fordert es. auf das jähere des Lebens, was einzig und allein demselben die Weihe zu geben vermag, ohne Rast und Ruhe zu achten, um pon ihm Hoffnung auf die baldige Enträthsxlung der jetzigen Wirren zu empfangen, und einen glücklichen Ausgang dieser trüben Ereignisse zu erlangen. Deshalb halten auch wir es für unsere nie aufzugebende Pflicht, nicht nur stets zu mahnen, trotz aller äußeren Kämpfe nie und nimmer von der uns zum wahren Heil vererbten Religion zu weichen, sondern auch die Mittel anzugeben, wie bei der jetzigen drückenden Lage, durch welche der Sinn für das Höchste unterdrückt zu werden scheine, das wahre Religiöse gehoben werden, und die Gleichgesinnten unter einem Banner sich schaaren können. Blattes wiesen wir zur Genüge nacb, wie nochwendiq eine Reorganisation der Gemeinden sei. Wir drangen und bringen noch immer darauf, daS alte, morsche Band der bisherigen Gemeinde ganz und gar zu vernichten, und ein neues, dauerhaftes dafür zu knüpfen. Wir bleiben noch immer bei dieser Forderung, weil wir nur in dem Ausscheiden derjenigen Personen, d>e durch ihr Handeln sich der väterlichen Religion völlig entfremden, das wahre Heil und die sichere Bürgschaft für das zukünftige, ruhige, streitlose Bestehen des JudenthumS erblicken. Nur das Sondern der unvereinbaren Elemente vermag für die Folge allen Streik und Hader «m Judenkhnme fern zu halten. Uno sollten wir nicht, um dieses glückliche Verhältnis herbeizuführen. alle Mittel und Kräfte aufbieken? Sollten wir -re Zeit, dre uns daS längst Gehegte und langst