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Der treue Zionswächter · 1848-11-17 · 46 (17.11.1848) · page 2

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
46 (17.11.1848)
Date
1848-11-17
Page
– (sequence 2)
Language
German
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noch dazu vovder deutschen, fresen, jüdischen Nationalsynogogc erweckt werden müssen, so niöchren wir nur doch einmal die Frage stellen: Was ist jen^ Bitte? Wollte der moderne Rabdinismue sich nur bequemen, zu denken würde er nur wissen, was es eigentlich ist, worüber er den Srab bricht so würde er auch hier, bei weniger Unkenruniß bei minderer Ignoranz, die;ener Behauptung verworfen haben, wenn er, wie gesagt, nicht absichtlich darauf ausgeht, durch Lügen und Vrrdächugungcn sich cme Autorität zu begründen. Die anderes» als seine Bedrücker waren und jetzt, wo jene Fesseln gebrochen, wo der Staat seine Kinder alle als gleichberechtigt anerkennt, jetzt sollte cs weniger Liebe für dieses sein Vaterland haben, sollte das Gebet um Wiederherstellung des jüdischen Staates unsern Patriotismus abstumpfcn? Gerade jetzt will die jüdisch-deutsche National Synagoge bei dem orthodoxen Iudenthume Mangel an Patriotismus erkennen, gerade jetzt, wo der Patriotismus nichts mehr als ein reines Gefühl ist, gerade jetzr, wo es nicht an Gelegenheit fehlt, den Patriotismus durch die lebendige That zn beurkunden, gerade jetzt, wa der Patriotismus, uns von Horten HurlThat belebt? - : O Und doch, als es galt wahrhaft Patriot zu sein, als das Vaterland sein Wohl, seine Epistenz mit dem Blute von Patrioten erkaufen mußte, wer war es anders, als gerade das orthodoxe Iudenthum, welches seine Söhne willig für das Wohl, zur Rettung des Vaterlandes hergab? Wer war und ist eS anders, als die Sprößlinge des Zudenthums, die vereint mit ihren Brüdern für Staat und Vaterland in die Schranken traten und willig ihr Leben opferten? Wir wollen nicht prahlen, nicht larmsch lagen mit Thaten, die nach den Grundsätzen unseres IudenrhumS nur Pflicht und Schuldigkeit waren, nicht in kleinlichen Lobhudeleien wir uns aber tiefer in die Basis dieser Bitte hinein, so werden wir finden, daß sie, so zu sagen, das Sym bol eines körperlichen Messias ausdrücken soll, wie ww ja auch zugleich auf einen geistigen Messias, auf eine geistige Erlösung hoffen. Durch den McssiaS soll uns das höchste Maaß höherer, geistiger Freuden geboren werden, so wie uns unser jüdisches Reich einst, in Hinsicht unserer religiösen Ansichten die herrlichsten Erdenfreuden reichte. Doch hegen wir auch Hoffnungen, fernere Wünsche für die Zukunft, darf deshalb die Gegenwart spurlos an uns vorübergehen? Kann uns jene Bitte mehr als ein frommer Wunsch sein» da die Mittel zu dessen Erfüllung noch im Schooße der Vorsehung schlummern, die der heilige Schleier der Zukunft deckt? Kann also dieser Wunsch für die Zukunft, den wir blindlings im heiligen Vertrauen, vor dem Throne des Allvaters niedcrlegen, auf die heiligsten Interessen der Gegenwart, auf die Liede zum Vaterlands nachtheilig cinwir.ken? Sagt denn dieser Wunsch für die weite Zukunftdaß wir die Gegenwart so hassen, daß die Gegenwart uns so unglücklich m.-che, daß wir dieselbe nicht mehr ertragen, gewaltsam uns derselben entziehen wollen? Mir Nichten, daß ewige, jenseitige, himmlische Leben, wird uns mit allen Freuden des Paradieses geschildert; wenn auch unser ganzes Streben,

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