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Der treue Zionswächter · 1848-11-10 · 45 (10.11.1848) · page 7

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
45 (10.11.1848)
Date
1848-11-10
Page
– (sequence 7)
Language
German
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»W 359 V. Die Pforte der Buße sei uns nicht verschlossen, G. Noch unsere Thränen vergeblich geflossen! V. Sei nah uns, o Schöpfer, deß Stimme ist Flamme, G- Nimm gnädig uns auf wie ein Opfer vom Lamme! D. Wir kehren zurücke, die Jüngern und Alten, G. Vertrauend auf Dein allbarmherziges Walten. V. Wir trauen auf Deine unendliche Milde, G. Laß Deine Allgüte uns dienen zum Schilde. V. Und was wir verschuldet, das wirst Du verzeihen, G Wirst gnädigen Beistand uns immer verleihen! V» Allgütiger König seit ewigen Zeiten, B. Das Bündniß, was Du einst den Vätern beschworen G. Erfüllst Du an denen, die Du Dir erkoren. V» Du ließest auf Sinai herab Dich in Wolke, G. Gesetze verkünden durch Mose dem Volke. V. Ihn hast Du mit Einsicht begabet vor Allen, G. Du thatest ihm kund, daß Du findest Gefallen V. Am Wohlthun, an Langmuth, am Sündenvergeben. G. Ja, nur Sein Erbarmen erhält uns am Leben! V. So stehet geschrieben, Gott sagte: »Mein Walten, G. Das wirst Du erkennen in allen Gestalten; B. Den Ruf des Allmächtigen wirst Dn dann hören, G. u. B- Der wird dich .von göttlicher Gnade belehren!» Ginlsdrmg zw SubscripLirm. Mit Freuden ergreifen wir die Gelegenheit, unsere geehrten Leser auf die Herausgabe eines. Werkes, dessen Inhalt, wie der Name des Verfassers selbst für den Werth desselben spricht, aufmerksam zu machen. Es ist dieses ein Werk vom seligen Oberrabbiner zu Breslau, Herrn Abraham Tiktin. Der Verfasser, dessen Ruhm verbreitet war, zu einer Zeit, wo nur gründliche, talmudische Kenntnisse, verbunden mit einem genau durchgrübelnden Scharfsinn, dem jüdischen Gelehrten Ruf nnd Ansehn erwarb, hinterließ uns in diesem Werke einen Schatz von Dieselben in Zahl 130, erstrecken sich auf alle Die allgemeine Anerkennung, welche der Verfasser durch die Herausgabe des ssNO sich erwarb, berechtigt schon allein uns zur Hoffnung, der Herausgabe der N'IA ein gutes Prognosticum zn stellen. Ueberflüssig scheint es uns daher zu erwähnen, daß die lV'L', welche mit den, zur Zeit des Verfassers gelebten gewechselt wurden, entschieden einen bedeutend größer« Werth vor allen O'A'N'f'l-haben. Indem so dieses Werk den Freunden der rabbinischen Literatur sich von selbst empfiehlt, ist mit der Herausgabe desselben den Freunden der Wohlthätigkeit eine Gelegenheit gegeben, auf eine edle Weise einem guten Zwecke helfend entgegen zu kommen. DaS Manuskript nämlich ist in den Händen einer Wittwe, welche durch die Veröffentlichung desselben einigen Nutzen zur erforderlichen Erziehung ihrer armen Waisen zu erreichen hofft. Es ist uns bereits mehrere Mal gelungen, durch unsere Aufforderung manche Thräne einer sorgenvollen Wittwe zu trocknen, und durch das bereitwillige Entgegenkommen vieler edlen Männer den Verarmten eine Unterstützung zu gewähren. Wir zweifeln daher nicht, daß auch zu dieser Einladung recht viele Theilnehmer sich finden werden, zumal da die Herausgeberin für dieses voluminöse Werk den geringen Preis von 2 Thl. pr. cour., welche erst bei der Uebergabe desselben zu zahlen sind, gestellt hat. Mir dem Drucke wird begonnen, sobald eine genügende Anzahl von Subscribenten sich gemeldet haben werden. Die geehrten Leser unsres Blattes, die Beförderer dieses Werkes, wollen gefälligst ihre Snbscription der ihnen zunächst liegenden Buchhandlung übergeben, welche dieselben an die Verlagshandlung von A. Lehmkuhl in Altona, zuzuschicken belieben.

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