Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 45 (10.11.1848)
- Date
- 1848-11-10
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Mghrrmg der zur Irrtrrrssen des orthodox en J«deNthuArs. Medaeteur: Vr. E^noch, Director und Oberlehrer zu Altona. 4. Jahrgang, l». November 1848. Altona. I v'-m pcOi» Don diesem Blatte erscheint wöchentlich einmal, Freitags, ein Bogen. Das Abonnement auf ein Jahr ist 5 Hi Ct. (2 Tblr.pr.,3Fl. 30Xr.) Man abonnirt der allen löbl. Postämtern, soliden Buchhandlungen und Zeitungs-Erpeditionen. Inhalt Leitende Art ikel: Wie muß .sich unser Schulwesen gestalten? — Jüdischc^Anstalten der Warschauer Gemeinde. — Zeitungsnachrichten aus: Baden, Großhcrzogthum Hessen, Am Harze, Hannover. — Metrische UeLersetznngcn- — Einladung zur Subscription. — Anzeiger. — Briefwechsel. Wie muß sich unser Schulwesen gestalten? Aus einem Vortrage, vor einer Versammlung von Landleuten gehalten. Ihr wißt, lieben Mitbrüder, daß die Lehrer in jüngster Zeit viele Berathungen gehabt haben. Da es nun höchst wichtig für Euch ist, zu erfahren, waS ste begehren, denn die Schulen find ja Euer, so soll Euch daS Wichtigste hievon offen und klar mirgekheilr werden. Dies ist um so norhwendiger, da fich viele die Mühe geben werden. Euch die Lehrer Eurer Schulen verdächtig machen zu wollen, als suchten sie Eurer und Eurer Kinder Schaden. Leider haben die Lehrer sogar oft Feinde unter denen, die ihre treuesten Anhänger und Mitarbeiter sein sollten, unter den Eltern der Kinder nämlich. Mehrere von diesem suchen die Lehrer als Leute darzustellen, die sich nur des eignen Znreresses willen auf Eure Kosten eine bessere Einnahme verschaffen wollen. Das sind grobe Lügen, wie Zhr bald sehen sollt, die Lehrer wollen nur Euren und Eurer Kinder wahren Nutzen. Sie verlangen darum, waS auch schon viele Gemeinden bei der Nationalversammlung verlangt haben, daß die Schule Nationalanstalc werde. Hört, wie das gemeint ist. Der Staat soll sich verpflichten, nur Männer zum Schulamte zuzulasscn, die etwas Rechtschaffenes gelernt haben, und wirklich im Stande sind. Euren Kindern einen gründlichen Unterricht zu geben. Damit seid Zhr gewiß einverstanden, denn Zhr wisset,; daß jemehr Eure Kinder lernen, desto leichter kommen sie in der Welt fort. Zhr wisset Alle, daß die Zeit vorbei ist, von der in Eurer alten Geschichte oft die Rede ist, wo der dumme immer sein Glück eher machte, als der klügere Bruder. Sodann soll ferner Euch nicht mehr Eure Behörde, die sich sonst vielleicht daS ganze Zahr hindurch nicht um die Schule kümmert, einen Mann zum Schullehrer aufdringen dürfen, den Zhr nicht haben wollt. Es soll Euch vielmehr, wenn ein Schulamt zu besetzen ist, eine Anzahl geschickter Männer vorgeschlagen werden, aus denen Zhr Euch nach Wohlgefallen Einen frei wählen könnt. Ferner soll nicht mehr die kleine Gemeinde den Nacktheit haben, daß ihre Kinder unzureichenden Unterricht empfangen, als die m großen Gemeinden, indem etwa ein auswärtiger Lehrer an einigen Tagen der Woche ein Paar Stunden Schule