Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 43 (27.10.1848)
- Date
- 1848-10-27
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Der s» Wahrung Her ZutereMn des orthodoxen IudenthuMs. Akedaetenr: Or. En och, Director und Oberlehrer zu Altona. 4. Jahrgang. 27..October 18^8. j Altona, j ^r4». Von diesem Blatte erscheint wöchentlich einmal, Freitags, ein Dogen. Das Abonnement aiu ein Jahr ist 5 P Ct. (2 Thlr. pr.,3Fl. 3l>Xr.) Man abonnirt bel allen löbl. Postämtern, soliden Dnchhandlnngen und ZeitungS-Erpedltionen. Inhalt. Leitende Artikel: Die Zukunft ber Synagoge. — Entgegnung Von W. u. K- — Der Wille Gottes in der Natur, zur Nachahmung und hehercn Verpflichtung. VonNabb. I. Ehrlich. — Auf welchem Gebiete des neuen Deutschlands soll die deutsche Volksschule erwachsen? — Zeitungsnachrichten aus: Würzburg, Hessen-Cassel, Baden, Breslau. Die Zukunft der Synagoge. Wird bei dem gegenwärtigen Umstürze alles Bestehenden, bei der gänzlichen Um- und Neugestaltung aller bisherigen staatlichen, bürgerlichen und religiösen Verhältnisse, die Synagoge sich der allgemeinen Bewegung entziehen, wird sie allein stabil bleiben können, wahrend Alles um sie herum in den magischen Kreis jener zauberhaften Bewegung hineingezogen und des gewohnten Mittelpunktes entbehrend, zuvörderst neuen Boden für das Feld einer neuen Wirksamkeit sich schaffen muß? das ist die Frage, die manchem sorgfältigen Beobachter unserer jüdischen Zustände gewiß so ernst, wie bedeutungsvoll mehr als einmal sich selbst zur Beantwortung vorlegte. ,,Die Synagoge kann dem allgemeinen Schicksale nicht entgehen! ihr Loos ist von dem aller übrigen bestehenden Verhältnisse nicht zu trennen, sie geht entschieden ihrem Untergang,, ihrer Auflösung entgegen," so meinen Viele, die eS sonst treu mit ihrer Religion meinen, die zu einem solchen alltäglicher Ereignisse. Wenn es nun auch gewiß nickr zu leugnen, wie die gewichtigen Wellereignisse, die sich jetzt gleichsam überstürzen, ihren vollwichtigen und nachhaltigen Einfluß auf alle jüdischen Verhältnisse, mithin selbstverständlich und ganz besonders ans die Synagoge ausüben müssen, wenn es keinem Zweifel, unterworfen, daß in diesem Gebiete Manches und Vieles fernerhin nicht so bleiben kann und wird, wie es bisher war, daß Wandel, Neugestaltung vor sich gehen wird und muß, so ist es andrerseits eben so sicher, wie das Zudenrhum als solches gänzlich außer dem Bereiche solcher präsumtiven Hoffnungen oder Befürchtungen liegt, wie es seinem inner» Wesen nach, von der in Rede stehenden Bewegung kaum berührt wird. Wir müssen zur näheren Begründung des so eben von uns aufgestellten Urrheils, den Begriff der Synagoge näher festyalten und begründen. Die Synagoge, ihrem äußern Begriffe nach, nur ein vereinzeltes Merkmal des speciell jüdischen Religionsbegriffes darstellend, zumal einer späteren Periode der jüdischen