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Der treue Zionswächter · 1848-10-18 · 42 (18.10.1848) · page 8

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
42 (18.10.1848)
Date
1848-10-18
Page
– (sequence 8)
Language
German
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dieses wird wol jener vielfach unternehmende Mann des Judenthums nun erkannt haben. Er wird wol jetzt überzeugt sein, daß alle seine selbstsüchtigen Unternehmungen fruchtlos seien, daß alle unedle Vorschläge zur Reform, Abänderung, Umgestaltung, Abschaffung, an der kernigen Kraft des Judenthums spurlos vorübergehen, und ohne Erfolg in ihren Nichts wieder verfallen. Wir würden dieses gegescheiterte Projekt weiter nicht erwähnt haben, wenn wir nicht hierbei zugleich die Gelegenheit benutzen wollten, den Lesern dieses Blattes von Neuem einen Beweis zu geben, daß ein bedeutender Gewinn dem Judeuthume in der letzten Zeit geworden ist. Noch ist die Zeit nicht fern, wo der einzige Anziehungspunkt für alle Gemüther die Reform-Umtriebe waren. Jeder neuen Idee wurde sobald gehuldigt, weil ste neu war, und weil man sich so von dem Alten, welches man in jeder Gestalt nicht achten zu müssen wähnte, auf eine Weise wenigstens los sagen konnte. Zu einer solchen Zeit konnten Reformvereine sich vielfach bilden; frei will der Mensch sein, und wenn er überall eingeengt und beschränkt wird, so ergeift er jede Gelegenheit, die ihm irgend wie zur ungehinderten Selbstbethätigung verhilft, und verschafft sich da eine Freiheit, wo sie ihm am wenigsten förderlich ist. Anders aber wird sich jetzt der wahre, freie Mensch in seinen heiligsten Angelegenheiten bethätigen, je mehr ihm gestattet ist, sich als Mensch unumschränkt zu entwickeln, und frei zu handeln, desto freudiger wird er da dem gegebenen Gesetze gehorchen und die ihm entgegenstehenden Schranken freiwilliger ertragen, wo er die Beschränktheit seines menschlichen Wissens und seiner endlichen Kraft selbst elnsieht. Daß in der neuesten Zeit dieses religiöse Abhängigkeitsgefühl zunehmen wird, ist außer Zweifel; schon daß der erste Aufruf zur Synode so ganz mißglückt ist, ist der beste Beweis dafür; denn nicht Jndifferentismus, sondern die unreligiöse Basis einer solchen Versammlung verschafft derselben wenig Anklang. Anzeiger. Derselbe nimmt jüdisch-religiöse Mittheilungen gegen i z Sgr. Gebühren für die gespaltene Zeile auf. Die Redaction. Zm Selbstverläge des Verfassers ist erschienen, und zu beziehen, durch sämmtliche Buchhandlungen, (in Altona bei Adolph Lehmkuhl): 2N271 'DOP des Oberrabbiners I. F. Meklenburg zu Königsberg, in Preußennebst deutscher Uebersehung, n »57 »w7w von Dr. Cosmann. Die Tendenz dieser neuen Thora-Ausgabe ist bekanntlich, wie seiner Zeit im ProspectuS auch angegeben, die in dem Talmud niedergclegte, den gesetzlichen Thcil betreffende mündliche Überlieferung in der heiligen Schrift selbst wiederzufindcn, Der Pentateuch wird zu diesem Behufe nicht etwa gewaltsam behandelt, vielmehr ist dieses gewiß neue Unternehmen, auf rem gramatikalischer und lericographischer Grundlage basirt. ist jedes willkührlichc Verfahren ausgeschlossen. Es ist somit dem ausgesprochenen Wunsche, eine neue, wortgetreue, Ucbcrsctzung des Pentateuchs zu entwerfen,^ hier genügt, und bedarf als Werk selbst kaum noch der weiteren Empfehlung. Bedeutende Preisermäßigung. Von Unterzeichneter und durch jede Buchhandlung ist zu beziehen: Plestner Sal., Festreden, oder Fest- Vorbereitungsreden, für Israeliten, ans alle Feste des Jahres. Berlin 1841. Statt 2 Thlr. für 24 Ngr. Buchhandlung von Emanuel Mai in Berlin. Briefwechsel. S. A. in W. Ich habe sie lange vermißt, daher mit dem größten Vergnügen. DaS M'sche habe ich -'I' o'a -öffentlichst baldigst Gelegenheit dort persönlich mit Ihnen zu besprechen Eu. C. Gleich nach v'». Lin M. An Vrt und Stelle soll das Geeignete schon bewirkt werden Io. Erhalten, baldigst. Verlag'- He rold'sche Buchhandlung in Hamburg. Druck: GedrüderDonn in Altona.

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