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Der treue Zionswächter · 1848-10-06 · 40 (6.10.1848) · page 8

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
40 (6.10.1848)
Date
1848-10-06
Page
– (sequence 8)
Language
German
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320 auf und -avon gemacht und sind aus ihrem Geburtslande zur Zeit der Gefahr ausgewandert, doch wir, in so bedrängter Lage wir auch sind, fast entblößt von dem Allernothwendigsten, wollen dennoch standhaft aushalten, bis Ruhe und Frieden wieder eingekehrt und die jetzt wüste und zerstörte, einsam und verlassen dastehenden Tempel Israels vom Neuen sich füllen, wieder ertönen werden von Dankliedern, für die Errettung aus der Gefahr für den bei uns wieder einziehenden Frieden. Preftburg. (Im Monat April.) Jede Knechtschaft schien gewichen, Und^dcr Despotismus schwand, Man erklärte unverblichcn Recht und Freiheit Hand in Hand. Nicht umsonst hat man geblutet In den Frciheitskämpfen dort, Nicht umsonst hat es gefluthet Strome Bluts um frankes Wort. In der Kaiserstadt, der alten Selbst gebeugt am Kncchtcsstabe, An der Krück' der Barbarei, Kämpft mit Gut und Blut und Habe — Auchder Jude, der dabei. Auf und hinter Barrikaden, An der Spitze jedes Corps, War mit Schwert und Waff' beladen, Stets der Jude nach und vor. Und sic fielen und sic starben. Der Gerechten schönsten Tod, Zeigen noch unzähl'ge Narben, Von den Kugeln und von Schrot —. Nicht umsonst hat man geblutet In den*Frcihcitskämpsen dort, Nicht umsonst hat cs gefluthet, Ströme Blut's um frankes Wort. Schon ging auf die Morgenröthe, Und der lichte Strahl drang ein, Tönet nicht die Freiheitsflöthe Im belaubten Siegeshain? Sinken nicht die Vorurtheile, Steiget nicht der Gleichheit Plan, Heile den uralten Wahn?-- Löse jede Glaubesschranken, Löse von der Fessel los. Laß» der Brüder Hoffnung ranken — Ziehe freie Menschen groß. Selbst in Preßburg die Magnaten Hielten ein Consilium, Wollten eben sich berathcn Ucber Christ und Iudcnthum. Wollten Letztres frei erheben, Frei wie doch der Glaube ist. Emancipationen geben, In der kurzen, schnellen Frist. Nicht mehr soll der Jude dulden, Nicht mehr in den Ketten sein, Soll nicht grausam unverschuldcn Büßen freies Leben ein. Die so tapfer sich geschlagen,' Muthig in Gefahr gerennt. Die in einem Sarkophagen, Liegen jetzo ruhmgekrönt. Die das Grab mit andern theilcn' Dürfen's mit dem Leben thun, Lasset uns die Wunden heilen. Die doch sterbend mit uns ruh'n. — Plötzlich hört man Iammcrstöhnen, Ängstgeschrci durchzuckt die Brust Und man sieht die Rechte höhnen, Mit satan'schcr Furicnlust. In dem Iudcnberge oben H ^( Beschluß folgt.) Briefwechsel. M. in M. Sie würden uns sehr verbinden, recht oft in diesem Sinne uns in Anspruch zu nehmen. E» in N. Lassen Sie sich dadurch nicht abhalten, wir sind natürlich gern crbötig- S. in W. Es ging zu rasch, aber es bleibt Ihnen. L. in B. Erhalten, und nach Wunsch, baldigst. Verlag: Aerol d'sche Buchhandlung in Hamburg. Druck: Gebrüder Bonn in Altona.

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