Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 39 (27.9.1848)
- Date
- 1848-09-27
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Der zur Wshermg dkV Interessen des VNthDdVxen Zndenthnnrs. Redaeteur: Vr. Gnoch, 4. Jahrgang. 27. September 1848. l Altona. > Inhalt. der Allwissenheit. Gedanken beim Jahreswechsel, aus einer Rede des Oberrabdiners Ettlinger in Altona- Gehalten n- 7!:', — Das Jahr 5608. — Zeitungsnachrichten aus: Berlin, Rhcinpreüßen, Bayern, Prag, Rußland. — Anzeiger. — Briefwechsel. Dke Geheimnisse ruhen im Schooße -er Allwissenheit Gedanken beim Jahreswechsel, aus einer Rede des Oberrabbiners Ettlinger in Altona. Gehalten 7^" v'-d '2 w- Die Wolkensäule, diese treue Führerin Israels auf seiner gefahrvollen, vierzigjährigen Wanderung durch die Wüste, war ihrem Verschwinden nahe. Auch die Feucrsäule, welche das nächtliche Dunkel ihm erleuchtet, sollte bald erlöschen in des Jordans Fluchen, an dessen Ufern es lagerte. Von einem noch größer», nahen Verluste jedoch waren Jakobs Nachkommen bedroht. Der große Stern auch sollte ihnen erbleichen, der so lange als Leiter ihrer Geschicke ihnen geleuchter: Moses, ihr großer Lehrer sollte von ihnen scheiden, im Augenblicke, wo sie eine noch gefahrvollere Bahn betreten mußten, als die zurückgelegte es war, wo sie, als selbstständiges Volk, die große Wanderung durch die Epochen der Weltgeschichte eröffnen sollten. So war es beschlossen im Rache des Allerhöchsten, und selbst das inbrünstigste Flehen Moses, vermochte es nicht, eine Abangroße Lehrer sein Volk, ohne es vorher mit Verhaltungsr und Lebensregeln für künftige Zeiten ausgerüstet zu haben. Einem sterbenden Varer gleich, der seinem theuern Sohne, schon halb verklärt, und dem Himmel schon naher als der Erde stehend, seine letzten Befehle ertheilr, damit ihr Eindruck sich unverrilgbar rief in dessen Seele senke, so hatte auch der göttliche Mann, Israel bei seinem Abschiede noch einmal mit seinen eindringlichen Lehren ermahnt, und den Bund des Herrn bis an'S Ende der Zeiten mit ihm erneuert. Was aber war natürlicher, als daß Israel für seine bevorstehende verlassene Lage, den Schleier, der ihm seine Zukunft verhüllet, von der Hand deS größten der Propheten gelüftet haben möchte, zu erfahren, welche Schicksale seiner harren, welches Loos das seinige sein werde? — Diesem Verlangen trat aber der große Lehrer entschieden entgegen, mit den Worten, die wir in unserer heutigen gelesen — lautend: o'k^i id'7^b '7^ 0170^:0 obn cnun '727 H ob oicvb v!>w 7V iH. „Verborgene Dinge sind dem Herrn Vorbehalten; was aber offenbar ist, geht uns und.unsere Kinder an, daß wir nämlich thun sollen, alle Worte dieser Lehre." (5. D. M. 29, 28.)