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Der treue Zionswächter · 1848-09-22 · 38 (22.9.1848) · page 6

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
38 (22.9.1848)
Date
1848-09-22
Page
– (sequence 6)
Language
German
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»W 302 So soll er die Befehle seines göttlichen Allvaters in kindlicher Unschuld befolge»!, ohne daß er die erhabene eigentliche Früchte davon kennt. Wo dann das Wirken des Guten, ein wahres gutes Wirken ist, wo 22'cvi p'22 jvflö '121201h, wo auf die gute Handlung daS emsiige e»vige Leben erfolgt. — Doch möchten wir wol fragen, warum hak unS der Schöpfer eine so mir vielen Gefahren verbundene Reise auferlegt, eine Reise, die, wenn sie auch zu dem schönsten Zwecke führt, doch immer ein sehr gefährliches, also auch ein nicht vorzuzichendes Mittel sei, eine Reise, auf der so viele an den Klippen und Felsen des Sinnlichen verunglückt, auf der so viele von dem reißenden Strome der sinnlichen Begierden in den tiefen Abgrund geschleudert worden sind. Allein hat uns denn nicht der Schöpfer einen sichern Leuchtthurm ausgestellt, die »renn wir uns stets nach ihm richten, den rechten Weg, ohne Gefahr in Blitzesschnelle befahren werden können. Es ist die heilige Thora, jene Freundin, jene Führerin durchs Leben, wenn »vir an sie stets halten, sie immer zu unsrem Wegweiser nehmen, dann können wir sicher forrschreiten, »vir sind aller Gefahr überhoben. Sie flößt uns den Geist ein, mit der »vir der zischenden giftigen Schlange der Verführung listig entgehen können. Sic macht unsere Reise »n dieses Pilgerleben zu einer leichten, nützlichen, so daß »vir unser Vaterland in einem vollkommenen Zustande wieder erreichen, als »vir es verlassen haben. §22 2^12 r"ciw2 2'2ir> 2'cvvüi 2Sic22 22b 22c 22'. ,,So ist denn eine Stunde in diesem Leben, in der »vir uns Vervollkommnung verschaffen, mehr als das ganze ewige Leben, wo uns der Eingang zur Selbstverbesserung versparr ist. Denn, wenn »vir uns auf dieser Pilgerschaft, die Gvtteslehre zu unserer Richtschnur nehmen, rvenn unsere Handlungen auf derselben der göttliche Geist der heiligen Thora durchweht, dann ist dieses Leben nicht allein Werkstag, vielmehr »vird cs auch schon ein Paradies hicnieden, und in dem Wirken des Guten selbst tritt der belohnende Richter hervor, ihm drohen »licht mehr die Klippen der Verführung, noch der Sturm der reißenden Begierden, noch che die reißende Welle der Sünde sich erhebt, so schlägt er sie mir seiner himmlischen Kraft nieder. So lange die Gesetze, die Welt-Stützen aufrecht stehen, so lange har er den tiefen Abgrund nicht zu befürchten. — Sv laßt uns denn, damit »vir desto leichter unser Ziel erreichen, damit »vir unsere Aufgabe hicnieden treu befolgen könt»rn, unsere Lebeissbegleittrin stets zur Seite zu halten. Die Worte der Lehre laßt sie uns nicht aus Hem Münde, noch aus dem Herzen weichen. Denn nur sie sind es> durch die »vir getrost zuM Werke schreiten können, unsere Vollkommenheit in allen ihren Thcilen zu erreichen; nur durch sie unsrer Seele Stärkung, unserem Geist ^Salbung geben, auf das »vir unsren heiligen Beruf hicnieden nie verfehlen, „coo 22'cv 2v'v2 '? 2212" »vir den dazu besonders angeraumten Tag, der für das Körperliche, Ruhe, hingegen für die Seele Werktag ist, doch ihm seinen Zweck vergönnen, ihm nur für unsere wahre Bestimmung Hienieden verwenden. Es ist der heilige 22c, das köstliche Geschenk, das uns zu dem Zweck gegeben worden ist. An ihm sollen wir unser»» Geist durch Lobgesänge von der Allmacht Gottes, durch die Huldigung unsres Königs, Herr des Alle, emporschwingen. An ihm beseelt unser Geist eine höhere Kraft sich zu erheben, seine Urgröße zu nähren, und so das Gute selbständig üben, und »vir »Verden durch die göttliche Hülfe hicnieden unsere Bestimmung erreichen: '2'2L2 2i'2» 2'cvi 71222 2'v> 2cc '?!> 22c. „Sechs Tage darfst du den göttlichen Dienst nickt verfehlen, du darfst aber auch deine Werke (für deine körperliche Bedürfnisse) verrichten, hingegen der siebente, er sei em Ruhetag, nur dem Ewigen deinen Gott allein geweiht! — Ungarn. Presburg. Der dem ungarischen Reichstag vorgelegtc Juden-Emancipations- Gesetz- Entwurf lautet in seinem 1. §. Mit Kundmachung gegenwärtigen Gesetzartikcls wird jeder in Ungarn wohnende und den verbundenen Thcilen niedergelassene Jude, in bürgerlicher, wie in religiöser Beziehung den übrigen Bürgern des Vaterlandes gleichgestellt. Die Stimmung auf dem Reichstage ist entschieden einer völligen Emancipation, als'den jetzt zur Geltung gekommenen Principien der Gleichheit, Humanität und Gerechtigkeit entsprechend, durchaus gün-

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