Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 33 (18.8.1848)
- Date
- 1848-08-18
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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- Banat 1× ep/1272623
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Der r«r Wahrung der Znlerefsen des arthodoxen Indenthnms. Redaeterrr. vr. Enoch, 4. Jahrgang. 18. August 1848. I Altona. I fl'-)!? r'' Von diesem Blatte erscheint wöchentlich einmal, Freitags, ein Bogen. Das Abonnement auf ein Jahr ist Ct. (2 Thlr. pr., 3Fl. 30Xr.) Man abonnirt bei allen löbl. Postämtern, soliden Buchhandlungen und Zeitungs-Erpeduionen. Inhalt. Leitende Artikel: Arbeitsamkeit, eine Anforderung an den Israeliten- Aus dem Vortrage des Herrn Rabbiners H- Schwarz zu Hürben. — Reform, in hundert Thesen dargestellt. Kritik von B- Steinschneider, aus Banat — Lugos. — Iw? Mw oder die fünf Bücher Mosis. — Zeitungs- Nachrichten aus: der mährischen Gränze. aus dem Wür« tembergischen, von der Elbe- — Anzeiger. — Briefwechsel. Arbeitsamkeit, eine Anforderung an den Israeliten. Aus dem Vortrage des Herrn Rabbiners H. Schwarz zn Hürben. Schon oft hörre Israel den Vorwurf: „der Jude sei arbeitsscheu, eS fehle ihm der Wille zu einer anstrengenden Thärigkeit, und er mag sich nicht gewöhnen an ein arbeitsames. thärigeS Leben." Dieser Vorwurf, meine Theuern, in seiner allgemeinen Fassung betrachtet, enthält eine Lüge, eine Verr läumdung. Ich sage: „in seiner allgemeinen Fassung," denn wir müssen allerdings gestehen, eS enthält dieser Vorwurf etwas Wahres. Wie jedoch? gegen einzelne Personen gerichtet. Aber den Grundsatz aufstellen wollen: Der Jude überhaupt sei arbeitsscheu; gleichsam sagend, diese Trägheit des Einzelnen sei schon mit dem jüdischen Religionsleben verbunden, dies ist eine Lüge, eine offenkundige Verlaumdung. Wie oft ermahnt uns nicht die heilige Schrift und der Talmud zu einem arbeitsamen. fleißigen und thätigen Leben? Wie verächtlich wird nicht in unfern heiligen Büchern der Müssigqang geschildert, und in seiner Schändlichkeit dargestellt?>— Ja. die Lehre unseres heurigen Terres: Gott wird segnen deiner Hände Werk, dadu verrichtest; du mußt nämlich arbeiten «no durch Fleiß und Thärigkeit den göttlichen Segen verdienen; diese wichtige Lehre wurzelt tief im jüdischen Religionsr leben, und hat sich auch bewahrt in unserer lüdischen Geschichte, von der uralten Zeit anfangend, bis herab auf die spätesten Geschlechter. Schon Adam wurde angewiesen vi2 i'vb wo. „Im Schweiße d-«neS Angesichtes sollst du Brod essen" (Genes. 3, IS.). Doch, dies ist ja als Fluch ausgesprochen wegen des ersten Sündenfalles, wird man dagegen einwenden. Zugestanden. Gehen «Ir nun noch weiter zurück. Schon von jener Zeit vor Erschaffung d-S Menschen heißt es: „ES war noch kein Mensch da, um zu bearbeiten den Boden" (L. E. 2, 5.). Gleich nach seiner Erschaffung heißt eS: „Und «S nahm der Ewige Gort, den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bearbeiten und za warten." (V. 15.).